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Kortison-Dosis und Applikationsweg bei akuter Exazerbation von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), 2010

Studie (1): Orale "low-dose"-Kortisongabe (60mg Prednisolon in den ersten 2 Tagen) war nicht mit einem schlechteren Outcome assoziiert als eine intravenöse Hochdosistherapie (mittlere Dosis etwa 600 mg in den ersten 2 Tagen). Also bei akuter Exazerbation von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung sollte der orale Applikationsweg und niedrige Kortison-Dosen angestrebt werden, diese Vorgehensweise wird auch von den Leitlinien empfohlen.
Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kortikosteroide bei akuter Exazerbation von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung: Assoziation der Dosis und Verabreichungsart mit dem Risiko von Therapieversagen.

KONTEXT: Bei Hospitalisierung aufgrund akuter Exazerbation von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ist eine systemische Kortikosteroidgabe oft hilfreich. Allerdings sind optimale Dosierung und Verabreichungsart noch unklar.

ZIEL: In der Studie sollte der Outcome von Patienten untersucht werden, die mit niedriger Dosis oral verabreichter Steroide beziehungsweise mit höherer Dosis i.v. behandelt wurden.

STUDIENDESIGN, ORT UND PATIENTEN: Unter Beteiligung von 414 US-Krankenhäusern wurde eine epidemiologische Kohortenstudie durchgeführt. Dabei wurden Patienten eingeschlossen, die mit akuter Exazerbation von COPD zwischen 2006 und 2007 auf Normalstation aufgenommen wurden und während der ersten zwei Krankenhaustage systemisch Kortikosteroide erhielten.

HAUPTOUTCOME:  Der Hauptoutcome war eine Kombination aus Behandlungsversagen (Beginn der künstlichen Beatmung nach dem zweiten Krankenhaustag), Mortalität im Krankenhaus und erneuter Einweisung aufgrund akuter Exazerbation von COPD innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung. Des Weiteren wurden Verweildauer und Krankenhauskosten bestimmt.

ERGEBNISSE: Von 79 985 Patienten wurden 73 765 (92 %) anfangs mit Steroiden i.v. behandelt, während 6220 (8 %) eine orale Behandlung erhielten. Während des Krankenhausaufenthalts verstarben 1,4% (95%-Konfidenzintervall [KI] 1,3% -1,5%) der Patienten mit Steroiden i.v. und 1,0% (95%-KI 0,7% -1,2%) der Patienten mit oraler Steroidgabe. 10,9% (95%-KI 10,7% -11,1%) der i.v. behandelten und 10,3% (95%-KI 9,5% -11,0%) der oral behandelten Patienten erreichten den Hauptoutcome. Nach multivariabler Adaptation, einschließlich der Neigung zur oralen Behandlungsart, ergab sich für die orale Behandlung kein höheres Risiko von Therapieversagen als für die i.v.-Behandlung (Odds Ratio [OR] 0,93; 95%-KI 0,84-1,02). Bei Abgleich der Patientenvorlieben war das Risiko von Therapieversagen bei oraler Behandlung signifikant niedriger (OR 0,84; 95%-KI 0,75-0,95), ebenso die Verweildauer und die Kosten. Bei Hochrechnung anhand von Instrumentenvariablen war eine gesteigerte Rate oraler Behandlungen nicht mit einem veränderten Risiko von Therapieversagen assoziiert (OR je 10% Steigerung oraler Steroide 1,00; 95%-KI 0,97-1,03). Bei insgesamt 1356 (22%) der Patienten mit anfänglich oraler Steroidgabe wurde im Verlauf des Krankenhausaufenthaltes zur i.v.-Therapie gewechselt.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten, die mit akuter Exazerbation von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ins Krankenhaus aufgenommen wurden, war eine niedrig dosierte orale Steroidgabe nicht mit einem schlechteren Outcome assoziiert als eine intravenöse Hochdosistherapie.

  1. Lindenauer PK et al. Association of corticosteroid dose and route of administration with risk of treatment failure in acute exacerbation of chronic obstructive pulmonary disease. JAMA 2010 Jun 16; 303:2359.
 
Schlüsselwörter: Kortison-Dosis, Applikationsweg, Tiotropiumbromid, Spiriva, Therapie, LABA, budenosid, inhalative Kortikosteroide, COPD, Patienten, Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, cortison, Tiotropium, verlauf, mortalität, Applikation, hochdosis, sterblichkeit, Ipratropiumbromid, Atrovent, Vitalkapazität und Lungenfunktion. Chronische Bronchitis, Lungenemphysem, Asthma Bronchiale, Anticholinergikum, infektion, klinik, Cortikosteroide, kortison, infektion, niedrigdosis, akute respiratorische insuffienz, intensivstation, atemversagen, beatmung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013