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Viagra & Co: Sexuell übertragbare Erkrankungen bei Anwendern von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion, 2010

Männer, die Medikamenten gegen erektile Dysfunktion (wie Viagra, Cialis) anwenden, haben eine höhere Rate an Sexuell übertragbare Erkrankungen als Nicht-Anwender. Viagra & Co sind aber anscheinend nicht dafür verantwortlich.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Sexuell übertragbare Erkrankungen bei Anwendern von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion

Die medikamentöse Behandlung der erektilen Dysfunktion hat bei Männern mittleren und höheren Alters an Popularität gewonnen. Die gesteigerte sexuelle Aktivität unter Anwendern dieser Präparate lässt jedoch Bedenken hinsichtlich sexuell übertragbarer Erkrankungen aufkommen. Das Ziel einer retrospektiven US-Kohortenstudie, die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien, war es, die Raten an sexuell übertragbaren Erkrankungen bei Männern, die Medikamente gegen erektile Dysfunktion einnehmen und solchen, die keine solchen Präparate  anwenden zu untersuchen. Daten von 1 410 806 Männern über 40 Jahren aus den Jahren 1997 bis 2006 aus Anspruchsforderungen einer privaten arbeitgeberbasierten Versicherung von 44 großen Unternehmen wurden untersucht. Die Prävalenz sexuell übertragbarer Erkrankungen wurde bei 33 968 Männern mit mindestens einer Verordnung eines Medikaments gegen erektile Dysfunktion sowie bei 1 376 838 Patienten ohne eine solche Verordnung gemessen.

 

Ergebnisse:

Im Jahr vor Beginn der Therapie lag die Rate sexuell übertragbarer Erkrankungen bei Anwendern von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion höher als bei Nichtanwendern  (214 versus 106 jährlich pro 100 000 Personen) ebenso im Jahr danach (105 versus 65). Nach Anpassung an Alter und andere Komorbiditäten hatten die Anwender einen Odds Ratio für eine sexuell übertragbare Krankheit von 2,80 im Jahr vor Beginn der Therapie, im Jahr danach lag der OR bei 2,65. Diese Unterschiede waren größtenteils durch HIV-Infektionen verursacht. Der OR für eine HIV-Infektion lag bei 3,32 im Jahr vor Beginn der Therapie und bei 3,19 im Jahr nach Verordnung eines Medikaments gegen erektile Dysfunktion. Signifikante Veränderungen der Raten für sexuell übertragbare Erkrankungen vom Jahr vor Beginn der Therapie zum Jahr nach der ersten Verordnung eines Medikaments gegen erektile Dysfunktion gab es nicht (adjustierter OR für sexuell übertragbare Krankheiten bei Anwendern vor versus nach der ersten Verordnung eines Medikaments gegen erektile Dysfunktion 0,96).

 

Limitation: Der Selektionsbias schließt Folgerungen darüber aus, ob die Behandlung der erektilen Dysfunktion direkt zu einem Anstieg der sexuell übertragbaren Krankheiten führt.                          

 

Fazit:

Männer, die Medikamente gegen erektile Dysfunktion anwenden, weisen höhere Raten an sexuell übertragbaren Krankheiten auf, insbesondere HIV-Infektionen, sowohl im Jahr vor als auch im Jahr nach Anwendung dieser Medikamenten. Der beobachtete Zusammenhang zwischen der Anwendung von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion und sexuell übertragbaren Krankheiten könnte mehr mit dem Patiententypus, der diese Medikamente anwendet zusammenhängen als mit einer direkten Auswirkung der Verfügbarkeit dieser Medikamente auf die Krankheitsraten. Die Verordnung von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion sollte von einer Beratung über sichere Sexualpraktiken und einem Screening auf sexuell übertragbare Erkrankungen begleitet werden.        

  1. Jena AB et al. Sexually transmitted diseases among users of erectile dysfunction drugs: Analysis of claims data. Ann Intern Med 2010 Jul 6; 153:1.
Schlüsselwörter: Chylamydien, STD, Sexually Transmitted Diseases, Viagra, Sildenafil, Uprima, Ixense, Nuviva, Vardenafil, tadalafil, Cialis, viagra, Nebenwirkung, HIV, aids, Medikamente, Krankheit, Sexuell übertragbare Krankheiten, Sex, Gonorrhoe, Trippe, Syphilis, Harter und weicher Schanker, Krankheit, Infektion, Geschlechtskrankheit, Frauen, Männer, impotenz, Infektionen, Ulkus, erektile dysfunktion, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013