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PPI-Entzug: Machen Protonenpumpenhemmer süchtig? 2010

Eine aktuelle Studie (1) zeigte, dass es nach Absetzen von Protonenpumpenhemmer (PPI) zu "Entzugssymtomatik" kam: Etwa die Hälfte der Freiwilligen asymptomatischen Teilnehmer der Studie berichteten über Dyspepsie (Sodbrennen) nach einer 4-wöchigen Gabe von Pantoprazol (Pantozol®).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Entwicklung von dyspeptischen Symptomen nach dem Absetzen eines Protonen-Pumpen-Inhibitors: Eine doppelt-blinde, placebo-kontrollierte Studie.

ZIELE: Es besteht aktuell bezüglich der Frage, ob das Absetzen einer Therapie von Protonen-Pumpen-Inhibitoren (PPI) mit einer erneut einsetzenden Sekretion von Magensäure assoziiert ist, eine widersprüchliche Datenlage.

METHODEN: Insgesamt wurden 48 gesunde, Helicobacter pylori-negative Freiwillige (davon 24 Frauen) im doppelt-blinden Verfahren randomisiert entweder einer Behandlung mit Pantoprazol 40 mg oder Placebo, jeweils einmal täglich über 28 Tagen hinweg, zugeteilt. Dyspeptische Symptome wurden, beginnend zwei Wochen vor Therapiebeginn und bis sechs Wochen nach Therapieende, täglich anhand des Glasgow Dyspepsie Scores (GDS) evaluiert. Plasma-Spiegel von Gastrin und Serum-Spiegel von Chromogranin-A wurden vor, während und nach der Behandlung gemessen.

ERGEBNISSE: Innerhalb der zwei Wochen vor Behandlungsbeginn hatte die Placebo-Gruppe einen durchschnittlichen GDS von 0,20 (+/- 0,7) im Vergleich zum GDS der Pantoprazol-Gruppe von 0,54 (+/- 1,3) (nicht signifikant). Während der Behandlungsphase wurden keine signifikanten Unterschiede bei den jeweiligen Symptom-Scorewerten zwischen den beiden Gruppen beobachtet. Während der ersten Woche nach Beendigung der Behandlung wies die Pantoprazol-Gruppe einen durchschnittlichen Symptom-Scorewert von 5,7 (+/- 11,7) gegenüber 0,74 (+/- 2,6) bei der Placebo-Gruppe auf (P<0,01). Insgesamt entwickelten 11 der 25 (44%) Teilnehmer aus der Pantoprazol-Gruppe eine Dyspepsie, im Vergleich zu 2 von 23 (9%) Teilnehmern aus der Placebo-Gruppe (P<0,01). Während der zweiten Woche der Nachbeobachtungs-Zeit wies die Pantoprazol-Gruppe einen durchschnittlichen Symptom-Scorewert von 1,6 (+/- 3,4) auf, gegenüber 0 (+/- 0) bei der Placebo-Gruppe (P<0,05). Während der dritten Woche nach Beendigung der Behandlung bestanden keine signifikanten Unterschiede in den durchschnittlichen Symptom-Scorewerten zwischen der Pantoprazol-Gruppe (1,1; +/- 0,6), und der Placebo-Gruppe (0,4; +/- 0,3). Die Symptom-Scorewerte während der ersten Woche nach der Behandlung korrelierten mit den basalen (P<0,01) und nahrungsstimulierten (P<0,01) Gastrin-Spiegeln am Ende der Behandlung.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine vierwöchige Behandlung mit Pantoprazol scheint bei zuvor gesunden, asymptomatischen, Helicobacter pylori-negativen Personen dyspeptische Symptome auszulösen. Die Korrelation zwischen den Gastrin-Spiegeln am Ende der Behandlung und dem Schweregrad der Symptome nach Beendigung der Behandlung deutet an, dass diese Symptome aufgrund einer reaktiven Säure-Hypersekretion entstanden und mit dem Grad der vorhergehenden Säure-Hemmung in Verbindung stehen.

  1. Niklasson A et al. Dyspeptic symptom development after discontinuation of a proton pump inhibitor: A double-blind placebo-controlled trial. Am J Gastroenterol 2010 Jul; 105:1531.
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Stand: 25. Mai 2013