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Trimethoprim-Sulfamethoxazol-induzierte Hyperkaliämie und ACE-Hemmer, 2010

Aktuelle Studie (1): Bei älteren Patienten, die ACE-Hemmer und das Antibiotikum Trimethoprim-Sulfamethoxazol (in Deutschland auch bekannt als Bactrim®) erhalten, ist das Risiko für Hyperkaliämie erhöht.
Medknowledge-Anmerkung
: In der klinischen Praxis beobachtet man bei älteren Patienten relativ häufig, dass es auch alleine unter ACE-Hemmern in Verbindung mit Exsikkose häufig zu einer Nierenfunktionsverschlechterung mit Kreatinin-Anstieg und Hyperkaliämie kommt. Erstaunlicherweise wird diese Nebenwirkung der ACE-Hemmer nicht genügend erwähnt, während eher die womöglich harmlosere Nebenwirkung „Reizhusten“ oft genannt wird.

Dr. med. Fevzi Koc

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Trimethoprim-Sulfamethoxazol-induzierte Hyperkaliämie bei Patienten unter Renin-Angiotensin-Inhibitor Therapie

Trimethoprim-Antibiotika-Therapie kann zu einem erniedrigten Kaliumlevel im Blut führen und wird häufig zusammen mit Angiotensin-converting-enzyme Inhibitoren (ACE-Hemmer) oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB) verschrieben. Das Ziel dieser Studie war es, das Risiko einer hypokaliämie-bedingten Krankenhausaufnahme bei älteren Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol und ACE-Hemmern bzw. ARB abzuschätzen. Bei der Studie handelt es sich um eine bevölkerungsbasierte, verschachtelte Fall-Kontroll-Studie einer Kohorte älterer Patienten über 66 Jahren aus Ontario, Kanada, welche unter kontinuierlicher Tharapie mir entweder ACE-Hemmern oder ARB stehen. Fall-Patienten waren jene mit einer hypokaliämie-assoziierten Hospitalisation innerhalb 14 Tage nach Erhalt eines Rezepts für Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Amoxicillin, Ciprofloxacin, Norfloxacin oder Nitrofurantoin. Für jeden Fall wurden bis zu 4 Kontroll-Patienten aus derselben Kohorte definiert, welche übereinstimmten in Alter, Geschlecht und das Vorhandensein chronischen Nierenversagens oder Diabetes mellitus. Odds Ratios wurden für den Zusammenhang zwischen hyperkaliämie-assoziiertem Krankenhausaufenthalt und vorhergehender Antibiotikatherapie.

Ergebnisse: Während der 14 Jahre dauernden Studie wurden 4148 Aufnahmen mit Hyperkaliämie identifiziert, von denen 371 innerhalb 14 Tagen nach einer Behandlung mit Antibiotika stattfand. Verglichen mit Amoxicillin war der Gebrauch von Trimethoprim-Sulfamethoxazol mit einem fast 7fach erhöhtem Risiko für einen Krankenhausaufenthalt aufgrund zu niedrigen Kaliums assoziiert (angepasstes Odds Ratio 6.7; 95% Konfidenzintervall 4.5-10.0). Keines der verglichenen Antibiotika zeigte ein ähnliches Risiko.

Fazit: Unter älteren Patienten, welche mit ACE-Hemmern oder Angiotensinrezeptorblockern behandelt werden, ist die Therapie mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol assoziiert mit einer starken Erhöhung des Risikos für eine Krankenhausaufnahme wegen eines zu niedrigen Blutkaliumspiegels im Vergleich mit anderen Antibiotika. Alternativen sollten bei diesen Patienten bedacht werden, wenn eine Antibiotikatherapie notwendig ist.

  1. Antoniou T et al. Trimethoprim-sulfamethoxazole–induced hyperkalemia in patients receiving inhibitors of the renin-angiotensin system: A population-based study. Arch Intern Med 2010 Jun 28; 170:1045.
Schlüsselwörter: bactrim, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, captopril, xenalapril, xanef, lopirin, at-blocker, infektion, zystitis, nierenfunktion, dialyse, hypokaliämie, hyponatriämie, hypernatriämie, natrium, salz, nierenfunktionsstörung, kreatinin-anstieg, ace-hemmer, hyperkaliämie, alter, kalium-anstieg, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013