Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Cholesterin-Screening für Kinder: Allgemeines Screening vs. durch Familienanamnese getriggertes Screening, 2010

US-Pädiater hatten 2008 in einer Leitlinie (2) Cholesterin-Screening für Kinder mit positiver Familienanamnese für kardiovaskulären Krankheiten (Eltern mit hohen Cholesterin-Werten; Eltern oder Großeltern mit sicherer koronarer Herzkrankheit vor 55) gefordert. Nach der jetzigen Leitlinie liegt eine Hyperlipidämie bei Kindern mit LDL-Werten >130mg/dL vor, und eine medikamentöse Therapie sollte bei Kindern erwogen werden, die trotz einer Diät-Therapie LDL-Werte > 160mg/dL aufweisen.

Eine aktuelle Studie (1) überprüfte die Genauigkeit der Familienanamnese zur Identifizierung von Kindern mit Fettstoffwechselstörung. Die Ergebnisse haben folgendes ergeben:

  • Cholesterin-Screening vor dem Hintergrund der Familienanamnese führte dazu, dass viele Kinder mit Fettstoffwechselstörung nicht erkannt wurden.

  • Laut Studie würden etwa 1,5% der Kinder in der fünften Schulklasse (fifth-grade) zumindest in dieser Kohorte die Kriterien der Leitlinie der AAP (American Academy of Pediatrics) für eine mögliche medikamentöse LDL-Cholesterinsenkung (in der Regel Statine) erfüllen.

  • Die Autoren fordern ein universelles Cholesterin-Screening für Kinder

Medknowledge-Anmerkung: Was Tun im Angesicht dieser Ergebnisse? Eher die Bemühungen um richtige Ernährung und Bewegung/Sport in den Schulen und Familien verstärken, bevor die Spirale der medikamentösen Therapie sich immer weiter nach oben dreht.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Allgemeines Screening gegenüber gezielten Untersuchungen der Cholesterin-Werte bei jungen Menschen: Das CARDIAC-Projekt.

ZIELE: Das Ziel war es, die Sensitivität und Spezifität einer positiven Familien-Anamnese bei der Identifizierung von Kindern mit schwerer oder genetisch bedingter Hyperlipidämie in einer ländlichen Bevölkerung mit vornehmlich weißer Hautfarbe zu untersuchen.

METHODEN: Insgesamt wurden 20.266 Kinder in der fünften Schulklasse in West Virginia aus dem Projekt zur Erkennung von koronararteriellen Risiken in Gemeinden in den Appalachen (CARDIAC) in die Analyse eingeschlossen. Bei diesen Kindern war jeweils eine Familien-Anamnese erhoben und ein nüchternes Fettstoffwechsel-Profil erstellt worden. Die Verbindung zwischen Hyperlipidämie und Familien-Anamnese wurde ebenso untersucht wie die Möglichkeit, durch eine Familien-Anamnese die Notwendigkeit einer pharmakologischen Behandlung bei Kindern mit Dyslipidämie vorherzusagen,.

ERGEBNISSE: Insgesamt erfüllten 71,4% der Kinder die Kriterien des nationalen Cholesterin-Erziehungs-Programms (engl. NCEP) für ein Cholesterin-Screening aufgrund einer positiven Familien-Anamnese. Von diesen Kindern hatten 1.204 (8,3%) eine Dyslipidämie (Low-Density-Lipoprotein [LDL]-Cholesterin von mindestens 160 mg/dL). Von den 28,6% der Kinder ohne positive Familien-Anamnese (keine Erfüllung der NCEP-Kriterien) hatten 548 (9,5%) eine Dyslipidämie, bei 1,7% dieesr Kinder war eine pharmakologische Behandlung indiziert. Daten bezüglich Sensitivität und Spezifität zeigten, dass eine positive Familien-Anamnese keinen guten Indikator für die eventuelle Notwendigkeit einer pharmakologischen Behandlung darstellt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse zeigen, dass bei Benutzung der Familien-Anamnese bei der Bestimmung der Notwendigkeit eines Cholesterin-Screenings einerseits viele Patienten mit milder Dyslipidämie nicht erkannt, und andererseits eine große Zahl an Kindern mit vermutlich genetisch bedingter Dyslipidämie und der Notwendigkeit einer pharmakologischen Behandlung nicht identifiziert worden wären. Die Durchführung eines universellen Cholesterin-Screenings würde alle Kinder mit schwerer Dyslipidämie identifizieren, so dass durch geeignete Interventionen und Nachuntersuchungen zukünftige arteriosklerotische Erkrankungen vermieden werden könnten.

  1. Ritchie SK et al. Universal versus targeted blood cholesterol screening among youth: The CARDIAC project. Pediatrics 2010 Aug; 126:260
  2. US-Pädiater fordern Cholesterin-Screening für Kleinkinder, 7. Juli 2008
Schlüsselwörter: statin, Cholesterin-Screening, Kleinkinder, medikamente, statine, jugend, familie, herzinfarkt, schlaganfall, genetik, Krankheit, Therapie, Behandlung, Medikament, fastfood, Kinder, LDL, HDL, Cholesterin, Fette, Adipositas, jugend, jugendliche, Übergewicht, Pravastatin, Fast food, Pravasin und vorgeschichet, früherkennung, test, fettem Hypercholesterinämie, familiäre Belastung, sortis, familienanamnese, anamnese, familie, fett, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013