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Therapie kleiner lokalisierter Nierentumoren, 2010

Kleine inzidentale Nierentumoren werden oft bei älteren Patienten als Zufallsbefund im Rahmen von Abdomen-Untersuchungen (häufig Abdomen-CT) festgestellt. Obwohl viele solche Tumoren histologisch maligne sind, wachsen sie oft langsam.  Des Weiteren kann der onkologische Nutzen der Nephrektomie-Operation durch einen einhergehenden Nierenfunktionsverlust überlagert werden. Daher untersuchten zwei aktuelle Studien (1,2) den Stellenwert der chirurgischen Therapie bei kleinen lokalisierten renalen Tumoren.

Die erste Studie (1) ergab, dass aktive Beobachtung bei älteren Patienten (Alter > 75J) mit lokalisierten Nierentumoren (Größe < 7cm) durchaus eine vertretbare Alternative ist.

Die zweite Studie (2) zeigte, dass Radiofrequenz-Ablation (RFA)  eine mögliche Option für junge Patienten mit kleinen renalen Tumoren ist, die eine komplette oder partielle Nephrektomie vermeiden wollen.

Ausführlichere Daten der ersten Studie (1): 

Chirurgische Behandlung lokalisierter Nierentumoren: kein Einfluss auf das Gesamtüberleben bei Patienten ab 75 Jahren?

HINTERGRUND: Obwohl die meisten Patienten mit lokalisiertem Nierentumor durch Nephrektomie geheilt werden, kann der onkologische Nutzen vom einhergehenden Nierenfunktionsverlust überlagert werden. Die vorliegende Studie analysierte das Gesamtüberleben von 537 Patienten, bei denen im Alter ≥ 75 Jahren ein lokalisierter Nierentumor (≤ 7 cm) detektiert wurde. Untersucht wurde, ob das Überleben bei chirurgischem Eingriff gegenüber einer aktiven Beobachtung verbessert ist. 

METHODEN: Klinisch manifeste T1 Nierentumoren wurden entweder aktiv beobachtet (20%), einer Nephron-erhaltenden chirurgischen Intervention unterzogen (53%) oder nephrektomiert (27%). Die Auswertung erfolgte anhand von COX-Regressionsanalysen, basierend auf Alter, Komorbidität, Behandlungsart, Nierenfunktion und weiteren Variablen. 

ERGEBNISSE: Der mittlere Follow-up betrug 3,9 Jahre, wobei 148 Patienten (28%) aufgrund verschiedener Ursachen verstarben. Am häufigsten traten kardiovaskulär bedingte Todesfälle auf (29%); die Krebsprogression war nur in 4% die Todesursache. Die Kaplan-Meier-Analyse ergab ein verringertes Gesamtüberleben von Patienten mit aktiver Beobachtung oder Nephrektomie im Vergleich zu Patienten mit Nephron-erhaltender chirurgischer Intervention (p = 0,01). Allerdings hatten die Patienten mit aktiver Beobachtung ein höheres Alter und mehr Komorbiditäten. In der multivariaten Analyse erwiesen sich Alter (p = 0,0004) und Komorbidität (p < 0,0001) als signifikante Prädikatoren des Gesamtüberlebens, nicht jedoch die Behandlungsart (p = 0,3). Die präoperative Nierenfunktion (p = 0,006) und Komorbidität (p = 0,005) waren Prädikatoren der  kardiovaskulären Mortalität und die Nephrektomie war mit dem größten Verlust der Nierenfunktion assoziiert.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten ≥ 75 Jahren war die operative Behandlung eines  klinisch lokalisierten Nierenrindentumors nicht mit einem gesteigertem Überleben assoziiert. Die meisten Patienten verstarben aufgrund kardiovaskulärer Ursachen, vergleichbar der älteren Gesamtbevölkerung. Eine Nephrektomie beschleunigte die Nierendysfunktion, welche wiederum mit der kardiovaskulären Mortalität assoziiert war. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit lokalisiertem Nierentumor übertherapiert werden. Weitere Studien sind nötig, um die Vertretbarkeit verschiedener Therapieoptionen bei Patienten mit begrenzter Lebenserwartung zu beurteilen.

  1. Lane BR et al. Active treatment of localized renal tumors may not impact overall survival in patients aged 75 years or older. Cancer 2010 Jul 1; 116:3119
  2. Tracy CR et al. Durable oncologic outcomes after radiofrequency ablation: Experience from treating 243 small renal masses over 7.5 years. Cancer 2010 Jul 1; 116:3135
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Stand: 25. Mai 2013