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Symptome nach milder Gehirnerschütterung bei Kindern, 2010

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte den natürlichen Verlauf vom postkommotionellen Syndrom bei Kindern. Dazu wurden eine große Kohorte Kinder mit einem milden, traumatischen Gehirnschaden (mTBI: Mild traumatic brain injury) in die Studie eingeschlossen und beobachtet.
Die Definition von mTBI war: eine Punkte-Score von 13-15 beim Glasgow-Komaskala, Bewusstlosigkeit oder veränderter mentaler Status <20min, Fehlen von neurologischen Defiziten und eine postraumatische Amnesie <24st.
Die Ergebnisse zeigten, dass etwa 10% der Kinder mit mTBI nach 3 Monaten noch Symptome aufwiesen, aber die meisten Kinder waren nach einem Jahr Symptomfrei.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Epidemiologie des postkommotionellen Syndroms nach Gehirnerschütterung bei Kindern

HINTERGRUND:

Es besteht viel Uneinigkeit über die Ursachen des postkommotionellen Syndroms (engl. postconcussion syndrom, PCS). Es wird diskutiert, ob es Gehirnschäden zuzuschreiben ist oder andere Faktoren beteiligt sind wie alleinige Gewalteinwirkung, vorbestehende psychosoziale Probleme oder gerichtsmedizinische Sachverhalte. Wir untersuchten die Epidemiologie und den natürlichen Verlauf der PCS-Symptome. Dazu wurde eine große Kohorte Kinder mit einem milden, traumatischen Gehirnschaden (engl. mild traumatic brain injury, mTBI) in die Studie eingeschlossen. Sie wurden darin mit Kindern mit extrakraniellen Verletzungen (engl. extracranial injury, ECI) verglichen.

METHODEN:

Diese Untersuchung war eine prospektive, konsekutiv kontrollierte Kohortenstudie mit 670 Kindern mit mTBI und 197 Kindern mit ECI. Die Kinder wurden in einer Notaufnahme mit Maximalversorgung behandelt. Bei allen Teilnehmern wurden die Daten durch ein Telefoninterview mit den Eltern nach sieben bis 10 Tagen nach Verletzung erfragt. Wenn Eltern über eine Änderung der vorbestehenden Symptome vor der Verletzung berichtetet haben, folgte das follow-up monatlich bis die Symptome verschwunden waren. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe des Post Concussion Symptom Fragebogens, des Rivermead Postconcussion Symptom Fragebogens, des Brief Symptom Fragebogens und der familiären Beurteilungsmethode gemessen.

ERGEBNISSE:

Es bestand ein signifikanter Unterschied zwischen der mTBI und der ECI Gruppe. Dabei unterschied sich in den Überlebenskurven die Zeit bis zum Ausbleiben der Symptome (log rank [Mantel-Cox]11.15, P<.001). Drei Monate nach Verletzung zeigten 11% der Kinder in der mTBI Gruppe Symptome (13,7% der Kinder waren älter als sechs Jahre) verglichen mit 0,5% der Kinder in der ECI Gruppe. Die Prävalenz von bleibenden Symptomen über ein Jahr war in der mTBI Gruppe 2,3% und 0,01% in der ECI Gruppe. Familiäres Wirken und die mütterliche Einstellung waren in den beiden Gruppen nicht unterschiedlich.

FAZIT:

Unter Schulkindern mit mTBI waren 13,7% über 3 Monate nach Verletzung symptomatisch. Dieses Ergebnis kann nicht durch ein Trauma, familiäre Dysfunktion oder durch mütterliche psychologische Einstellungen erklärt werden. Die Resultate dieser Studie unterstützen eindeutig die Gültigkeit der Diagnose  des PCS bei Kindern.

  1. Barlow KM et al. Epidemiology of postconcussion syndrome in pediatric mild traumatic brain injury. Pediatrics 2010 Aug; 126:e374.
Schlüsselwörter: postkommotionelles Syndrom, commotio cerebri, Symptome, Gehirnerschütterung, Posttraumatische Epilepsie-Risiko nach Schädel-Hirn-Trauma (SHT) in der Kindheit, bewusstlosigkeit, contusio cerebri, Gehirnprellung, compressio cerebri, Gehirnquetschung, anfall, erwachsene, hirnerschütterung, hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma, SHT, krampfanfall, antiepileptika, prophylaxe, vorsorge, CCT, Trauma, kinder, Posttraumatische Epilepsie-lähmung, operation, Risiko, Kontusion, neurchirurgie, Kindheit, jugend, operation, sturz, gedächtnis, querschnittslähmung, schädelbasis-bruch, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

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Stand: 25. Mai 2013