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Wie oft ergibt das Lungenkrebs-Screening ein falsch-positives Ergebnis? 2010

Das Risiko für falsch-positive Befunde beim Lungenkrebs-Screening ist beträchtlich: Etwa 9% der Patienten mit falsch-positiven Ergebnissen bei Computer-Tomographie der Lunge hatten sich invasiver Diagnostik unterzogen.
Lungenkrebs-Screening mit CT hat einen theoretischen, bisher nicht bewiesenen Nutzen, jedoch einen bewiesenen Schaden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Wie häufig ergibt das Lungenkrebs-Screening ein falsch-positives Ergebnis?

Mit Hilfe von direkter Patientenkommunikation konnte das Lungenkrebs-Screeningprogramm gefördert werden, was vor allem für die low-dose Computertomographie gilt. Die Screeninguntersuchung setzt jedoch gesunde Personen potenziellen Gefahren aus und über die Falsch-Positiv-Rate der low-dose Computertomographie gab es bisher noch keine ausdrücklichen Berichte. Das Ziel einer Studie, die in den „Archives of Internal Medicine“ erschien, war die Quantifizierung des kumulativen Risikos, mit dem eine Person, die bei einer jährlichen oder zweijährlichen Lungenkrebs-Screeninguntersuchung teilnimmt, mindestens ein falsch-negatives Ergebnis erhält sowie die Raten an unnötigen diagnostischen Maßnahmen.

An der randomisierten kontrollierten Studie über low-dose Computertomographie versus Thorax-Röntgenaufnahme nahmen gegenwärtige oder frühere Raucher im Alter von 55 bis 74 Jahren mit einer Rauchervorgeschichte von 30 Packungsjahren oder mehr und ohne Lungenkrebserkrankung in der Anamnese teil (n=3190). Die Teilnehmer wurden entweder zu einer low-dose Computertomographie oder zu einer Röntgenthoraxaufnahme zu Beginn der Studie und einmal bei einem jährlichen Wiederholungsscreening randomisiert, sie wurden ein Jahr lang nach dem letzten Screeningtermin nachbeobachtet. Die Randomisierung war zentralisiert und nach Alter, Geschlecht und Studienort stratifiziert. Gemessen wurden falsch-positive Screenings, definiert als positives Screeningergebnis mit vollständiger negativer Abklärung bzw. mindestens 12 Monate Nachbeobachtung ohne Lungenkrebsdiagnose.       

Ergebnisse:

Die Kaplan-Meier-Analyse ergab eine kumulative Wahrscheinlichkeit für eine Person eine oder mehrere falsch-positive low-dose Computertomographien zu erhalten von 21% nach einem Screening und von 33% nach zwei Screeninguntersuchungen. Die Raten bei der Röntgenthoraxaufnahme waren 9% bzw. 15%. Bei insgesamt 7% der Teilnehmer mit einer falsch-positiven Computertomographie und 4% mit einer falsch-positiven Röntgenaufnahme wurde anschließend eine invasive Maßnahme durchgeführt.

Limitationen:

Das Screening war auf 2 Durchgänge limitiert. Die Nachbeobachtungszeit nach dem zweiten Screening war auf 12 Monate beschränkt. Die Falsch-negativ-Rate wird vermutlich unterschätzt.

Fazit:

Nach nur zwei jährlichen Untersuchungen ist das Risiko für ein falsch-positives Ergebnis nach einem Lungenkrebsscreening beträchtlich insbesondere bei der low-dose Computertomographie. Weitere Studien über die daraus resultierenden wirtschaftlichen, psychosozialen und körperlichen Belastungen sind daher berechtigt.       

  1. Croswell JM et al. Cumulative incidence of false-positive test results in lung cancer screening: A randomized trial. Ann Intern Med 2010 Apr 20; 152:505.
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Stand: 25. Mai 2013