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Wie hilfreich ist Gehirnbiopsie bei Patienten mit akuter neurologischer Verschlechterung, 2010

Gehirnbiopsie konnte in 18 von 51 Fällen eine Diagnose ermöglichen: Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (8), Amyloidose (3), Lymphome (2), Enzephalitis (2), Demyelenisierende Krankheiten (2), Infarkte (1). Der Fall-Management änderte sich jedoch nur in 4 Fällen.
Interessanterweise wurde Vaskulitis vor der Gehirnbiopsie in ca. Hälfte der Fälle vermutet, die Biopsie-Ergebnisse bestätigten jedoch keinen einzigen Fall. Anscheinend wird die Wahrscheinlichkeit der Diagnose Vaskulitis unter den Ärzten überschätzt (Mode-Diagnose?).
Also eine Gehirnbiopsie sollte erst nach Abwägen von Nutzen/Risiko in Erwägung gezogen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Offene Biopsie bei Patienten mit akuter, progressiver neurologischer Verschlechterung ohne Hirnläsion.

ZIEL: Bei Patienten mit akuter bis subakuter neurologischer Verschlechterung wird zur Diagnostik und Behandlungsplanung eine ganze Reihe bildgebender Verfahren und Laboruntersuchungen durchgeführt. Oft wird nach umfassender Untersuchung eine Hirnbiopsie zur weiterführenden Diagnostik empfohlen. Im Rahmen der vorliegenden retrospektiven Kohortenanalyse wurde die Sensitivität der offenen Hirnbiopsie für die beschriebene Patientengruppe bestimmt. Die Ergebnisse wurden mit der präoperativen Verdachtsdiagnose verglichen und der Einfluss des Biopsiebefundes auf die Behandlung analysiert.

METHODEN: Ausgewertet wurden die Akten von 135 konsekutiven Patienten einer Klinik, bei denen aufgrund akuter bis subakuter, progressiver neurologischer Verschlechterung im Zeitraum von Januar 1999 bis September 2008 eine offene Hirnbiopsie durchgeführt wurde. Alle Patienten mit Hirnläsion, mit HIV-Infektion/AIDS und jünger als 20 Jahre wurden von der Studie ausgeschlossen; 51 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Alle präoperativ durchgeführten Untersuchungen, bildgebenden Verfahren und Behandlungspläne wurden mit den im Anschluss an die Biopsie durchgeführten Interventionen verglichen, um den Einfluss der Biopsie auf den Patienten-Outcome zu untersuchen.

ERGEBNISSE: Die Sensitivität der offenen Hirnbiopsie an unserer Klink lag bei 35 %. Die häufigste präoperative Verdachtsdiagnose war Vaskulitis, der häufigste postoperative Befund war Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, gefolgt von amyloider Angiopathie. 4 % der Patienten erlitten als Komplikation eine postbioptische Hämorrhagie. Bei 8 % der Patienten wurde der Behandlungsplan aufgrund des Biopsiebefundes geändert, und nur bei 4 % der Patienten führte die Befunderhebung zu Änderungen im Krankheitsverlauf.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit progressiver neurologischer Verschlechterung ohne radiologisch detektierbare Hirnläsion liefert die offene Hirnbiopsie oftmals keine Diagnose und führt noch seltener zu wesentlichen Änderungen in der Behandlung.

  1. Schuette AJ et al. Open biopsy in patients with acute progressive neurologic decline and absence of mass lesion. Neurology 2010 Aug 3; 75:419.
Schlüsselwörter: Offene Biopsie, gehirnbiopsie, Patienten, wachkoma, schlaganfall, vaskulitis, parese, apallisches syndrom, neurochirurgie, akuter, progressiver neurologische Verschlechterung, Hirnläsion, bewusstlos, gehirn, biopsie, diagnose, multiple sklerose, vaskulitis, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013