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Sekundärprävention: Schützt Omega-3-Fettsäuren- Supplementation vor Herzinfarkt? 2010

In einer aktuellen Studie(1) hatte der Zusatz von Omega-3-Fettsäuren (aus Fisch, Fischöl, Pflanzen oder beides) zu Diät der Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten hatten, keine signifikante protektive Wirkung.

Die Ergebnisse erschweren eine generelle Empfehlung der Omega-3-Fettsäuren zur sekundären Prävention bei kardiovaskulären Krankheiten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Omega-3 Fettsäuren und kardiovaskuläre Ereignisse nach einem Myokardinfarkt

HINTERGRUND:

Ergebnisse von prospektiven Kohortenstudien und randomisierten, kontrollierten Studien haben bewiesen, dass n-3 Fettsäuren einen protektiven Effekt gegen kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Es wurde der Effekt von Fettsäuren auf die Rate der kardiovaskulären Ereignisse bei Patienten gemessen, die bereits einen Herzinfarkt gehabt haben. Als Fettsäuren wurden die marinen n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sowie die pflanzliche Alphalinolsäure (ALA) verwendet.

 

METHODEN:

In einer multizentrischen, doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Studie wurden 4837 Patienten eingeschlossen, die zwischen 60 und 80 Jahren alt waren (davon 78% Männer) und die bereits einen Myokardinfarkt gehabt haben. Alle Patienten erhielten die neueste antihypertensive, antithrombotische und lipidsenkende Therapie. Die Teilnehmer wurden zufällig eingeteilt und bekamen für 40 Monate eine von vier Margarinen, die in der Studie benutzt wurden: Eine Margarine wurde mit einer Kombination von EPA und DHA angereichert (mit einer angestrebten zusätzlichen täglichen Einnahme von 400 mg von EPA-DHA), einer Margarine wurde ALA beigefügt (mit einer angestrebten zusätzlichen täglichen Einnahme von 2 g von ALA), eine Margarine enthielt EPA-DHA und ALA und eine Margarine war die Placebomargarine. Primärer Endpunkt war die Rate von schweren kardiovaskulären Ereignissen, die fatale und nicht fatale kardiovaskuläre Ereignisse und kardiale Interventionen umfassen. Die Daten wurden mit der „Intention-to-treat“ - Methode und mit Hilfe des Proportional Hazard-Modells von Cox analysiert.

 

ERGEBNISSE:

Die Patienten konsumierten durchschnittlich 18,8g Margarine täglich, wodurch sie zusätzlich 226 mg EPA, kombiniert mit 150 mg DHA, 1,9 g ALA oder beides einnehmen mussten, wenn sie in den aktiven Behandlungsgruppen waren. Während der follow-up Periode wurde bei 671 Patienten (13,9%) ein schweres kardiovaskuläres Ereignis beobachtet. Weder EPA-DHA noch ALA reduzierten diesen primären Endpunkt (Hazard Ratio mit EPA-DHA 1.01; 95% Konfidenzintervall [CI], 0.87 zu 1.17; P=0.93; Hazard Ratio mit ALA 0.91; 95% CI, 0.78 zu 1.05; P=0.20). In der vorgegebenen Untergruppe von Frauen konnte eine signifikante Reduktion der Rate von schweren kardiovaskulären Ereignissen bei Einnahme von ALA, verglichen mit dem Placebo und alleinigem EPA-DHA, beobachtet werden (Hazard Ratio 0.73; 95% CI, 0.51 zu 1.03; P=0.07). Die Rate von ungünstigen Ereignissen unterschied sich nicht signifikant in den verschiedenen Studiengruppen.

 

FAZIT:

Die Zusatzzufuhr von Eicosapentaensäure (EPA) und  Docosahexaensäure (DHA) oder Alphalinolsäure (ALA) in kleinen Dosen reduziert nicht signifikant die Rate von schweren kardiovaskulären Ereignissen unter Patienten, die bereits einen Myokardinfarkt gehabt haben und die eine „state-of-the-art“ antihypertensive, antithrombotische und lipidsenkende Therapie erhalten.

  1. Kromhout D et al for the Alpha Omega Trial Group. n–3 fatty acids and cardiovascular events after myocardial infarction. N Engl J Med 2010 Aug 29
  2. Siehe auch: Fisch-Öl möglicherweise doch schädlich für die Gesundheit, 07.10.2010: "Der Konsum von Fisch-Öl erhöht bei Mäusen das Risiko für Darmkrebs. Das fanden Wissenschaftler der Michigan State University unter der Leitung von Jenifer Fenton heraus und veröffentlichten ihre Studie im Journal Cancer Research (doi: 10.1158/0008-5472.CAN-10-1396)…“

Schlüsselwörter: n-3 Fettsäuren, kardiovaskuläre Ereignisse, Myokardinfarkt, fette, fettsäure, schlaganfall, Fischöl, Omega-3 Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Fette, Arteriosklerose, Choleseterinsenker, KHK, Herzinfarkt, Statine, Rosuvastatin, Crestor, Myopathie, Muskelschmerzen, Statin, Cholesterin, Fett,  Fettsäure, Ernährung, Crestor, Zocor, Fisch, herzinfarkt, Öl, Sortis, Pravastatin, Pravasin, Triglyceride, Supplementation, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013