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Therapie von Prostatakrebs bei Männern mit niedrigem PSA-Wert, 2010

Die meisten Männer mit niedrigem PSA-Wert (<4,0 ng/ml) hatten ein niedrig-Risiko-Prostatakrebs (Stadium T2a; Gleason score < 6), erhielten aber tortzdem häufig eine aggressive Therapie (radikale Prostatektomie, Strahlentherapie).
Die Ergebnisse der aktuelle Studie unterstützt die bereits vorhandenen Bedenken über die Überdiagnose und Übertherapie der Prostatakrebs-Patienten. Editorialisten fordern bei Niedrig-Risiko-Prostatakrebs-Patienten eher eine aktive Beobachtung, anstatt eine aggressive Therapie.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Titel: Risikoprofil und Vorgehensweise bei der Behandlung des diagnostizierten Prostatakarzinoms bei Männern mit einem PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) unter 4,0 ng/ml.

 

Hintergrund: Trotz der Debatte über den kontrovers diskutierten Nutzen des PSA-Screenings (prostataspezifisches Antigen), wissen wir relativ wenig über das Risikoprofil und die Vorgehensweise bei der Behandlung eines diagnostizierten Prostatakarzinoms bei Männern mit einem PSA-Wert kleiner oder gleich 0,4 ng/ml.

 

Methoden: Zur Datenerhebung wurden der SEER-Datenbank (Surveillance, Epidemiology, and End Results) spezifische Merkmale von 123.934 Männern mit neu diagnostiziertem Prostatakarzinom im Zeitraum von 2004 bis 2006 und ihrer Behandlung entnommen. Die Behandlungsquoten wurden altersbereinigt in Fünf-Jahres-Schritten berechnet. Mittels Logit-Modell wurden die Odds Ratios (ORs) für Männer mit Niedrigrisiko-Karzinom und für solche mit Hochrisiko-Karzinom und die Anwendung einer radikalen Prostatektomie (RPE) oder einer Strahlentherapie (ST) berechnet.

 

Ergebnisse: 14% der Männer mit neu diagnostizierten Prostatakarzinom hatten einen PSA-Wert von 4,0 ng/ml oder tiefer. Bei 54% der Männer mit der Diagnose Prostatakarzinom, bei denen der PSA-Wert unter 4,0 ng/ml liegt, handelt es sich um ein Niedrigrisiko-Karzinom (Stadium ≤T2a, PSA ≤10 ng/ml, Gleason ≤6). Allerdings wurden 75% von ihnen durch RPE oder ST behandelt. Männer mit einem Prostatakarzinom, das im Screening entdeckt wurde, und einem PSA-Wert unter 4,0 ng/ml, wurden 1,49-mal (95%-Konfidenzintervall [KI]1,38-1,62) respektive 1,39-mal (95%-KI 1,30-1,49) durch RPE beziehungsweise ST behandelt. Auch litten sie im Vergleich zu Männern, deren Prostatakarzinom nicht im Screening detektiert wurde, seltener an einem Hochrisiko-Karzinom (OR 0,67; 95%-KI 1,60-1,76).

 

Fazit: Die meisten Männer mit der Diagnose Prostatakarzinom und einem PSA-Wert, der unter 4,0 ng/ml lag, hatten ein Niedrigrisiko-Karzinom, erhielten aber eine aggressive Lokaltherapie. Sollten wir weiterhin nicht hinreichend in der Lage sein, indolente von aggressiven Tumoren zu unterscheiden, kann das Herabsetzen des PSA-Grenzwert, ab dem zu einer Biopsie geraten wird, zu überhäufigen Diagnosen sowie Überbehandlung führen.

  1. Shao Y-H et al. Risk profiles and treatment patterns among men diagnosed as having prostate cancer and a prostate-specific antigen level below 4.0 ng/mL. Arch Intern Med 2010 Jul 26; 170:1256.
Schlüsselwörter: niedrig-PSA-Prostatakrebs, Prostatakarzinom, Krebs, Operation, Prävention, PSA-Screening, PSA-Grenzwerte, prostataspezifisches Antigen, Vorsorge, Intervall, Zeitabstand, Krankheit, Prostatakrebs, vorgehen, low-PSA, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013