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Vertebroplastie (Wirbelstabilisierung) vs. konservativer Behandlung bei akuten, Osteoporose-bedingten Kompressions-Frakturen, 2010

Wirksamkeit, die Kosten-Effektivität und die Sicherheit des  Vertebroplastie-Verfahrens zur Wirbelkörper-Stabilisierung bei akuten Vertebral-Frakturen sind weiterhin ungeklärt.  Letztes Jahr hatten zwei  randomisierte Studien (2) kein Nutzen der Vertebroplastie gegenüber Nur-Schmerztherapie zeigen können.

Eine aktuelle randomisierte (1) ging dieser Frage erneut nach, und brachte widersprüchliche Ergebnisse.  Einerseits hält die Schmerz-Reduktion nach der Vertebroplastie unmittelbar ein, hält für mindestens ein Jahr an, und ist deutlich größer als die Schmerz-Reduktion durch konservative Behandlung.  Andererseits hatten sich bei vielen Patienten die Beschwerden im Verlauf spontan unter Schmerztherapie gebessert.

Zum jetzigen Zeitpunkt könnte Vertebroplastie in selektiven Fällen eingesetzt werden.  Die Patienten sollten über die Nutzen/Risiken der Intervention ausführlich informiert werden.  Möglicherweise könnten weitere randomisierte Studien mit besserem Design (aktuelle Studie nicht-doppel-blind) Klarheit zum Einsatz von Vertebroplastie bringen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Eine Vertebroplastie im Vergleich zu konservativer Behandlung bei einer akuten, Osteoporose-bedingten Kompressions-Fraktur (Vertos II): Eine randomisierte Open-Label-Studie.

HINTERGRUND: Die perkutane Vertebroplastie wird immer häufiger zur Behandlung von Schmerzen bei Patienten mit osteoporotischen Kompressions-Frakturen der Wirbelkörper angewandt, allerdings sind die Wirksamkeit, die Kosten-Effektivität und die Sicherheit dieses Verfahrens weiterhin ungeklärt.

METHODEN: Patienten wurden aus den radiologischen Abteilungen von sechs Krankenhäusern in den Niederlanden und in Belgien für diese randomisierte Open-Label-Studie rekrutiert. Die Patienten waren mindestens 50 Jahre alt, wiesen in einer radiologischen Untersuchung der Wirbelsäule eine Kompressions-Fraktur der Wirbelkörper auf (mindestens 15% Höhenverlust eines Wirbelkörpers; Höhe der Fraktur bei Brustwirbel 5 oder niedriger; Knochenödem in einer MRT-Untersuchung), hatten über bis zu sechs Wochen Rückenschmerzen und gaben eine Schmerzintensität von mindestens 5 von 10 auf der visuellen Analog-Skala (VAS) an. Die Analyse wurde nach Intention-to-treat durchgeführt. Diese Studie ist unter ClinicalTrials.gov unter NCT00232466 registriert.

ERGEBNISSE: Zwischen dem 1. Oktober 2005 und dem 30. Juni 2008 wurden 431 Patienten identifiziert, die für eine Randomisierung geeignet waren. 229 (53%) Patienten erlebten während der initialen Beurteilung ein spontanes Ende der Schmerzen, 202 Patienten mit persistierenden Schmerzen wurden randomisiert einer Behandlung zugeteilt (jeweils 101 Patienten erhielten entweder eine Vertebroplastie oder eine konservative Behandlung). Eine Vertebroplastie führte zu einer größeren Schmerzerleichterung als die konservative Behandlung: Der Unterschied des durchschnittlichen VAS-Punktwertes zwischen dem Ausgangswert und dem Wert nach einem Monat betrug -5,2 (95% Konfidenzintervall [KI] von -5,88 bis -4,72) nach Vertebroplastie und -2,7 (95% KI von -3,22 bis -1,98) nach konservativer Behandlung. Zwischen dem Ausgangswert und dem Wert nach einem Jahr betrug der Unterschied -5,7 (95% KI von -6,22 bis -4,98) nach Vertebroplastie und -3,7 (95% KI von -4,35 bis -3,05) nach konservativer Behandlung. Der Unterschied zwischen den Gruppen bei der Reduzierung des durchschnittlichen VAS-Punktwertes betrug 2,6 (95% KI von 1,74 bis 3,37; p<0,0001) nach einem Monat und 2,0 (95% KI von 1,13 bis 2,80) nach einem Jahr (Vorteil jeweils für Vertebroplastie). Es wurden keine ernsthaften Komplikationen oder ungünstigen Ereignisse beobachtet.

INTERPRETATION: In einer Untergruppe von Patienten mit akuter, osteoporotischer Kompressions-Fraktur der Wirbelkörper und anhaltenden Schmerzen, ist die perkutane Vertebroplastie wirksam und sicher. Bei akzeptablen Kosten des Verfahrens setzt die Schmerz-Reduktion nach der Vertebroplastie unmittelbar ein, hält für mindestens ein Jahr an, und ist deutlich größer als die Schmerz-Reduktion durch konservative Behandlung.

FINANZIERUNG: ZonMw; COOK Medical.

  1. Klazen CAH et al. Vertebroplasty versus conservative treatment in acute osteoporotic vertebral compression fractures (Vertos II): An open-label randomised trial. Lancet 2010 Aug 10
  2. Vertebroplastie bei Wirbelfrakturen ein Placebo, 6. August 2009
Schlüsselwörter: konservative Behandlung,  akuter Kompressions-Fraktur,  Wirbelsäulenchirurgie, Frakturrisiko, Wirbelfrakturen, Sicherheit, Vertebroplastie, Wirbelkörper, Wirbelstabilisierung, Fraktur, Risiko, Wirbelstabilisierung, ischialgie, Orthopädie, Wirbelsäule, Plexiglas, oPeration, Wirbelsäule, Knochen, Wirbelfraktur, kompressionsfraktur,  rückenschmerzen, Osteoporose, Knochenschwund, Langzeiterfahrung, Wirbelsäulenfraktur, osteoporosefraktur, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013