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Verwendung VSG-CRI: Neuer perioperative Risiko-Index für gefäßchirurgische Patienten, 2010

Der Index zum kardialen Risiko der vaskulären Studiengruppe von Neu-England (engl. VSG-CRI) sagt kardiale Komplikationen bei gefäßchirurgischen Patienten genauer voraus als der überarbeitete Index zum kardialen Risiko (engl. RCRI).
Die Wissenschaftler haben insgesamt 8 Risiko-Prädiktoren für perioperative Komplikationen bei Gefäßchirurgie-Patienten (z.B. vor einer Endarteriektomie, Extremitäten-Bypass-OP, oder Aortenaneurysma-OPs) heraus gefunden: hohes Alter, KHK, Herzinsuffienz, COPD, Kreatinin-Wert > 1,8mg/dL, Rauchen, insulin-abhängiger Diabetes, langzeitige Beta-Blocker-Anwendung.
Vier prozedur-spezifische VSG-CRI-Kalkulatoren konnten das kardiovaskuläre Risiko bei Gefäßchirurgie-Patienten (z.B. vor einer Endarteriektomie, oder Extremitäten-Gefäß-OP, oder Aortenaneurysma-OPs) voraussagen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Index zum kardialen Risiko der vaskulären Studiengruppe von Neu-England (engl. VSG-CRI) sagt kardiale Komplikationen bei gefäßchirurgischen Patienten genauer voraus als der überarbeitete Index zum kardialen Risiko (engl. RCRI).

ZIEL: Der überarbeitete kardiale Risiko-Index (engl. RCRI) ist ein Modell zur Vorhersage kardialer Ereignisse nach einem nicht-kardialen chirurgischen Eingriff, dessen Benutzung weit verbreitet ist. Die Autoren verglichen die Genauigkeit des RCRI mit einem neuen Modell, das spezifisch für gefäßchirurgische Patienten anwendbar ist und das nach Erfahrungen mit Patienten aus der vaskulären Studiengruppe von Neu-England (engl. VSGNE) erstellt wurde.

METHODEN: Die Autoren untersuchten 10.081 Patienten, die innerhalb der VSGNE zwischen dem Jahr 2003 und 2008 einer elektiven Endarterektomie der Karotiden (CEA; n=5.293), einer Bypass-Anlage an der unteren Extremität (LEB; n=2.673), einer endovaskulären Reparatur eines Aneurysmas der Aorta abdominalis (EVAR; n=1.005) oder einer offenen Reparatur eines infrarenalen Aneurysmas der Aorta abdominalis (OAAA; n=1.110) unterzogen wurden. Zuerst wurde die Fähigkeit des RCRI analysiert, innerhalb der VSGNE-Kohorte große ungünstige kardiale Ereignisse wie einen Myokard-Infarkt, eine Arrhythmie oder eine kongestive Herzinsuffizienz während des stationären Aufenthalts im Krankenhaus vorherzusagen. Weiterhin wurde eine abgeleitete Kohorte mit 8.208 Patienten benutzt, um ein neues Vorhersage-Modell für kardiale Risiken zu entwickeln, welches spezifisch für gefäßchirurgische Patienten ist. Durch eine Chi-Quadrat-Analyse wurden univariate Prädiktoren identifiziert; mittels einer multivariaten, logistischen Regression wurde ein aggregiertes sowie vier Eingriffs-spezifische Risiko-Vorhersage-Modelle für kardiale Komplikationen erstellt. Die Kalibrierung und die Diskriminierung des Modells wurden jeweils durch die Anwendung des Korrelations-Koeffizienten nach Pearson und von Receiver Operating Characteristic (ROC)-Kurven untersucht. Die Fähigkeit des Modells, kardiale Komplikationen vorherzusagen, wurde innerhalb einer Validierungs-Kohorte mit 1.873 Patienten überprüft. Signifikante Vorhersage-Werte wurden zu einem integralen Score konvertiert, um eine praktikable Formel zur Vorhersage des kardialen Risikos zu erstellen.

ERGEBNISSE: Die Gesamt-Inzidenz von großen kardialen Ereignissen in der VSGNE-Kohorte betrug 6,3% (2,5% Myokard-Infarkt, 3,9% Arrhythmie, 1,8% kongestive Herzinsuffizienz). Durch den RCRI wurde das Risiko nach einer CEA relativ gut vorhergesagt, allerdings bestand eine deutliche Unterschätzung des Risikos nach einer LEB, EVAR oder OAAA für Niedrig- und Hoch-Risiko-Patienten. Bei allen VSGNE-Patienten führte die Benutzung des RCRI zu einer Unterschätzung der kardialen Komplikationen um einen Faktor zwischen 1,7 und 7,4 – basierend auf tatsächlichen Ereignis-Häufigkeiten von 2,6%, 6,7%, 11,6% und 18,4% für Patienten mit 0, 1, 2 und 3 oder mehr Risiko-Faktoren. Bei multivariaten Analysen der VSGNE-Kohorten wurden als unabhängige Vorhersage-Werte für ungünstige kardiale Ereignisse höheres Alter (relatives Risiko [RR] 1,7-2,8), Rauchen (RR 1,3), Insulin-abhängiger Diabetes (RR 1,4), koronare Herzkrankheit (RR 1,4), kongestive Herzinsuffizienz (RR 1,9), auffällige kardiale Belastungs-Untersuchungen (RR 1,2), langfristige Therapie mit Beta-Blockern (RR 1,4), chronisch obstruktive Lungen-Erkrankung (COPD; RR 1,6) und ein Kreatinin-Spiegel von mindestens 1,8 mg/dL (RR 1,7) identifiziert. Eine vorhergehende kardiale Revaskularisation hatte einen schützenden Effekt (RR 0,8). Das Aggregat-Modell war gut kalibriert (r=0,99, P<0,001) und zeigte moderate diskriminative Fähigkeiten (ROC-Kurve = 0,71), die nur geringe Abweichungen von den Eingriffs-spezifischen Modellen zeigten (ROC-Kurven: 0,71 für CEA; 0,72 für LEB; 0,74 für EVAR; 0,68 für OAAA). Die Häufigkeit von kardialen Komplikationen für Patienten mit höchstens drei, mit vier, mit fünf oder mit mindestens sechs VSG-Risiko-Faktoren betrugen entsprechend 3,1%, 5,0%, 6,8% und 11,6% in der abgeleiteten Kohorte und 3,8%, 5,2%, 8,1% und 10,1% in der Validierungs-Kohorte. Das kardiale Risiko-Modell der VSGNE sagte das tatsächliche Risiko für kardiale Komplikationen bei den vier Eingriffs-Arten sowohl bei Niedrig- als auch bei Hoch-Risiko-Patienten genauer vorher als der RCRI. Bei Benutzung des kardialen Risiko-Indexes der VSG (VSG-CRI) zur Einschätzung der Patienten konnten sechs Risiko-Kategorien mit Risiken zwischen 2,6% und 14,3% (Score-Werte von 0-3 bis 8) unterschieden werden.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der überarbeite kardiale Risiko-Index (RCRI) unterschätzt das Risiko für kardiale Ereignisse während des stationären Aufenthaltes bei Patienten, die einer elektiven oder dringenden gefäßchirurgischen Operation unterzogen werden, deutlich, vor allem nach einer Bypass-Anlage an der unteren Extremität, einer endovaskulären Reparatur eines Aneurysmas der Aorta abdominalis oder einer offenen Reparatur eines infrarenalen Aneurysmas der Aorta abdominalis. Der kardiale Risiko-Index der vaskulären Studiengruppe von Neu-England (VSG-CRI) konnte kardiale Ereignisse während des stationären Aufenthalts nach einem gefäßchirurgischen Eingriff genauer vorhersagen und stellt daher bei klinischen Entscheidungs-Prozessen ein wichtiges Werkzeug dar.

  1. Bertges DJ et al. The Vascular Study Group of New England Cardiac Risk Index
    (VSG-CRI) predicts cardiac complications more accurately than the Revised Cardiac Risk Index in vascular surgery patients. J Vasc Surg 2010 Sep; 52:674
Schlüsselwörter: VSG-CRI, RCRI, herzinfarkt-index, skale, score, Index zum kardialen Risiko, gefäßchirurgie, Endarteriektomie Schlaganfall-Rezidiv-Vorbeugung, carotisstenose, Karotis, Halsschlagader, Hals, Arterien, Apoplex, Gefässe, Karotisstenose, SPACE-Studie, Stent, Endoarteriektomie-Operation, chirurgie-index, komplikationen, blutungen, schlaganfall, stenose, gefäße, thrombose, risiko-evaluierung, carotis-operation, Stenting, Carotis, herzchirurgie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013