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Der Verlauf von kritisch kranken Patienten nach einer kardiopulmonalen Reanimation, 2010.

Ärzte führen oft schwierige Gespräche mit schwerkranken Patienten und deren Angehörigen, wie sie vorgehen sollten, wenn eine Reanimation notwendig wird. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) liefern wichtige Erkenntnisse über das Überleben nach Reanimation, die die Ärzte bei der Aufklärung der Patienten und Patientenangehörigen über das Nutzen/Risiken einer Reanimation helfen könnten.
Kritisch kranke Patienten, insbesondere die, die hämodynamisch mit Vasopressoren (Adrenalin & Co.) unterstützt werden müssen, haben eine geringe Chance einen kardiopulmonalen Arrest (Herzstillstand, Asystolie) zu überleben: Überlebensrate ca. 1:11, des Weiteren konnte in dieser Patientengruppe wegen neurologischer Ausfälle nur 1 von 25 Patienten direkt nach Hause entlassen werden.
Die beste Prognose hatten Patienten, die vor der Reanimation keine Vasopressoren benötigten, und aufgrund von Ventrikulärer Tachykardie (VT) oder Ventrikulärem Flimmern kardiopulmonal reanimiert werden mussten.
Des Weiteren waren folgende Faktoren mit einer schlechten Prognose (Outcome) nach Reanimation assoziiert: Reanimation in der Nacht oder am Wochenende, Alter > 65 Jahre, mechanische Beatmung.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Verlauf von kritisch kranken Patienten nach einer kardiopulmonalen Reanimation.

ÜBERLEGUNG: Das Überleben von Patienten, die während eines Aufenthalts auf der Intensivstation medikamentöse hämodynamische Unterstützung benötigen und während dieses Aufenthalts einen kardiopulmonalen Arrest (CPA) erleiden, wurde bisher nur wenig durch Studien untersucht.

ZIEL: Es sollten die Verläufe von Patienten nach einer kardiopulmonalen Reanimation  auf der Intensivstation untersucht werden.

METHODEN: Im Nationalen Register für Kardiopulmonale Reanimation wurden insgesamt 49.656 erwachsene Patienten identifiziert, bei denen zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 26. August 2008 erstmalig ein CPA während einer Behandlung auf der Intensivstation auftrat. Patienten, die unmittelbar vor dem CPA medikamentöse hämodynamische Unterstützung benötigten, wurden bezüglich des Überlebens im Verlauf mit Patienten ohne Bedarf solcher Unterstützung verglichen. Um für Unterschiede bei demographischen Eigenschaften und klinischen Charakteristika zu adjustieren, wurden multivariable logistische Regressions-Analysen angewandt. Hämodynamisch unterstützende Medikamente (Vasopressoren) beinhalteten Epinephrin, Norepinephrin, Phenylephrin, Dopamin, Dobutamin und Vasopressin.

MESSUNGEN UND HAUPT-ERGEBNISSE: Der Gesamt-Anteil an überlebenden Patienten bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus betrug 15,9%. Patienten, die unmittelbar vor dem CPA Vasopressoren erhielten, hatten eine geringere Wahrscheinlichkeit, bis zur Entlassung zu überleben (9,3% gegenüber 21,2%; P<0,0001). Nach einer multivariablen Adjustierung wiesen Patienten mit bestehendem Vasopressoren-Bedarf vor einem pulslosen CPA eine um 55% geringere Wahrscheinlichkeit auf, bis zur Entlassung zu überleben (adjustierte relative Wahrscheinlichkeit: 0,45; 95% Konfidenz-Intervall [KI]: 0,42-0,48). Ein Alter von mindestens 65 Jahren (adjustierte relative Wahrscheinlichkeit: 0,77; 95% KI: 0,73-0,82), nicht-weiße Ethnizität (adjustierte relative Wahrscheinlichkeit: 0,58; 95% KI: 0,54-0,62) sowie mechanische Beatmung (adjustierte relative Wahrscheinlichkeit: 0,60; 95% KI: 0,56-0,63) waren ebenfalls Variablen, die als vor dem CPA bestehende Faktoren als unabhängig mit einem niedrigeren Überleben assoziiert identifiziert werden konnten. Mehr als die Hälfte der Überlebenden wurde in eine Rehabilitations-Anstalt oder eine Einrichtung zur erweiterten Nachsorge entlassen. Nur 3,9% der Patienten, die trotz Behandlung mit Vasopressoren eine CPA erlitten, wurden aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen, im Vergleich zu 8,5% der Patienten mit CPA ohne vorher bestehende Vasopressoren-Therapie (adjustierte relative Wahrscheinlichkeit: 0,53; 95% KI: 0,49-0,59).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Obwohl das Überleben von Patienten auf der Intensivstation insgesamt 15,9% betrug, hatten Patienten, die Vasopressoren erhielten und die auf der Intensivstation einen kardiopulmonalen Arrest erlitten, nur eine halb so hohe Wahrscheinlichkeit für ein Überleben bis zur Entlassung und für eine Entlassung nach Hause als Patienten, die keine Vasopressoren erhielten. Diese Studie ermöglicht belastbare Einschätzungen des Verlaufs von kritisch kranken Patienten nach einer kardiopulmonalen Reanimation, welche für klinisch tätige Ärzte bei der Aufklärung über eine solche Behandlung von Nutzen sein können.

  1. Jianmin Tian et al: Outcomes of Critically Ill Patients Who Received Cardiopulmonary Resuscitation. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine Vol 182. pp. 501-506, 2010
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Stand: 25. Mai 2013