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Reloaded: Antibiotika für unkomplizierte Hautabszesse in der MRSA-Ära, 2010

Aktuelle Studie (1): Nach der Inzision und Drainage von unkomplizierten Abszessen bei Erwachsenen war die Heilungsrate mit oder ohne Antibiotika-Gabe ähnlich. Ärzte sollten für unkomplizierte Hautabszesse in der Ära der Antibiotika-Resistenzen sowie aufgrund möglicher Antibiotika-Nebenwirkungen keine Antibiotika verschreiben. 

Wir hatten 2009 eine Studie (2) zum Thema veröffentlicht.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Randomisierte kontrollierte Studie zur Anwendung von Trimethoprim-Sulfamethoxazol bei unkomplizierten Haut-Abszessen bei Patienten mit einem Risiko für ambulant erworbene Infektionen mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus.

STUDIEN-ZIEL: Ambulant erworbener, Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) stellt in den USA mittlerweile die Haupt-Ursache von unkomplizierten Haut-Abszessen dar. In der Therapie ist die Rolle von Antibiotika allerdings umstritten. Die Autoren untersuchten, ob Trimethoprim-Sulfamethoxazol die Häufigkeit des Scheiterns einer Behandlung innerhalb von sieben Tagen nach einer Inzision und Drainage als auch die Häufigkeit der Neubildungen von Wunden innerhalb von 30 Tagen reduziert.

METHODEN: In dieser multizentrischen, doppelt-blinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten Studie wurden Erwachsene nach der Inzision und Drainage eines unkomplizierten Haut-Abszesses randomisiert entweder einer oralen Einnahme von Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder Placebo zugeteilt. Durch Nach-Untersuchungen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser nach zwei und sieben Tagen sowie durch telefonische Nachbeobachtung wurden nicht erfolgreiche Behandlungen identifiziert. Durch klinische und telefonische Nachbeobachtung als auch durch die Überprüfung medizinischer Akten wurde die Entwicklung von neuen Wunden innerhalb der nächsten 30 Tagen untersucht.

ERGEBNISSE: 212 Patienten wurden randomisiert und 190 (90%) konnten am Termin nach 7 Tagen nachbeobachtet werden. Es wurde eine statistisch ähnliche Inzidenz von Therapie-Versagen bei Patienten mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol-Anwendung (15 von 88; 17%) im Vergleich zur Placebo-Gruppe (27 von 102; 26%) beobachtet (Unterschied: 9%, 95% Konfidenz-Intervall von -2% bis 21%; P=0,12). Bei der Nachverfolgung am Tag 30 (möglich bei 69% der Patienten) wurden in der Gruppe mit Antibiotika-Therapie weniger neue Wunden (4 von 46; 9%) als in der Placebo-Gruppe (14 von 50; 28%) beobachtet (Unterschied: 19%; 95% Konfidenz-Intervall von 4% bis 34%; P=0,02).

SCHLUSSFOLGERUNG: Nach der Inzision und Drainage von unkomplizierten Abszessen bei Erwachsenen reduziert eine Behandlung mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol nicht die Häufigkeit eines Therapie-Versagens, vermindert aber vermutlich die Bildung neuer Wunden.

  1. Schmitz GR et al. Randomized controlled trial of trimethoprim-sulfamethoxazole for uncomplicated skin abscesses in patients at risk for community-associated methicillin-resistant Staphylococcus aureus infection. Ann Emerg Med 2010 Sep; 56:283
  2. Siehe auch: Antibiotika-Management der pädiatrischen Haut- und Weichteil-Infektionen in der MRSA-Ära, 2009
Schlüsselwörter: abszess, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, wunde, Hautabszesse, Harnwegsinfektionen, Geriatrie, Frauen, Ciprofloxacin -Ciprobay, kind, hautinfektion, Weichteilinfektionen, Beta-Laktam-Antibiotika, Antibiotika, Beta-Laktam-Ring, Penicilline, Cephalosporine, Monobactame, Carbapeneme, Methicillin-resistente Staphylococcus aureus, hautabszess, TMP-SMX -Bactrim, hautinfektionen, abszesse, drainage, weichteil-infektion, MRSA, Antibiotika-Management, Haut-Infektionen bei Kinder, abszess, Penicillin, Cephalosporin, anwendung, wunden, operation, chirurgie, verband, abszess-spaltung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013