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Arztpraxis-Ranking: Bewertung der medizinischen Fähigkeiten der Hausärzte durch Patienten, 2010

Performance-Ranking der Hausärzte durch Patienten-Benotung (1) in den USA: Die Ranking-Ergebnisse werden durch die sozioökonomische Angehörigkeit der Patienten beeinflusst: Unter Hausärzten desselben primärmedizinischen Netzwerks erhielten jene schlechtere Bewertungen, deren Patientenklientel sich aus einem höheren Anteil an  Patienten ohne Versicherung, ohne Englischkenntnisse oder Patienten einer Minderheit zusammensetzte.
Anders ausgedrückt die Leistung der Ärzte wird durch Faktoren beeinflusst, auf die die Ärzte keinen Einfluss haben. In den letzten Jahren wird vor allem in den USA über "Pay-for-Performance"-Modelle (Bezahlung der Ärzte nach Leistung und Erfolg) diskutiert. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigt, dass Ärzte-Ranking durch Patienten-Befragung nicht unbedingt eine geeignete Grundlage für Entscheidungen innerhalb der "Pay-for-Performance"-Programme im Gesundheitswesen ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zusammenhang zwischen Patientenklientel und der Bewertung der Hausärztlichen Behandlung

 

Hintergrund:  Ärzte werden mit ihrer Leistung zunehmend Gegenstand von Bewertungen. 

 

Ziel: Ziel dieser Studie war die Beschreibung des Zusammenhangs zwischen der Art eines Patientenklientels und der Bewertung der ärztlichen Behandlung im Rahmen desselben Netzwerks für Primärversorgung.

 

Studiendesign, Rahmenbedingungen und Teilnehmerkollektiv: In einer Kohortenstudie wurden Daten von 125.303 erwachsenen Patienten, die in einer der neun an das Krankenhaus  angebundene Praxen oder einem der vier lokalen Gesundheitszentren zwischen 01.01. 2003 und 31.12.2005 vorstellig wurden, ausgewertet (Die 162 inkludierten Hausärzte in Eastern Massachusetts gehörten derselben Ärzteorganisation an und benützten ein gemeinsames Datenmanagement-System für digitale Patientenakten.). Auf Basis der Bewertungen auf HEDIS® (Health Plan Employer und Data Information Set), wurden die Unterschiede in der Ärztebewertung vor und nach Bereinigung möglicher Einflussfaktoren wie Standort der Praxis, Häufigkeit der Arztbesuche und Eigenschaften des Patientenklientels ermittelt.

 

Endpunkte: Gesamtnote ärztlicher Leistung errechnet aus der erreichten Punktzahl von neun auf HEDIS® beurteilten Gütekriterien (angegeben in Perzentilen, wobei tiefe Werte für hohe Qualität stehen).

 

Ergebnisse: Die Patienten der Hausärzte mit Bewertungen im besten (= obersten) Drittel, waren im Schnitt älter (51,1 Jahre [95% Konfidenzintervall {KI} 49,6-52,6] vs 46,6 Jahre [95% KI 43,8-49,5]; P<0,001), hatten eine höhere Anzahl Komorbiditäten (0,91 [95% KI 0,83-0,98] vs 0,80 [95% KI 0,66-0,95]; P=0,008) und suchten ihren Arzt häufiger auf (71% [95% KI 68,5%-73,5%] vs 61,8% [95% KI 57,3%-66,3%] mit über 3 Arztbesuchen pro Jahr ; P=0,003), als die Patienten der Hausärzte im untersten Drittel der Bewertungen. Hausärzte des obersten verglichen mit jenen des untersten Drittels hatten weniger Patienten ethnischer Minderheiten (13,7% [95% KI 10,6%-16,7%] vs 25,6% [95% KI 20,2%-31,1%]; P<0,001), weniger Patienten ohne Englischkenntnisse (3,2% [95% KI 0,7%-5,6%] vs 10,2% [95% KI 5,5%-14,9%]; P<0,001) und ebenso weniger Patienten, die bei Medicaid versichert oder gänzlich ohne Krankenversicherung waren (9,6% [95% KI 7,5%-11,7%] vs 17,2% [95% KI 13,5%-21,0%]; P<0,001). Nach Berücksichtigung der Unterschiede, die durch Standort der Praxis und Häufigkeit der Arztbesuche entstanden, führte eine weitere Bereinigung von spezifischen Merkmalen des Patientenklientels zu einer Änderung in der Bewertungsskala um durchschnittlich 7,6 Perzentilen (95% KI 6,6-8,7 Perzentilen) pro Hausarzt, und zu einer Umverteilung von mehr als einem Drittel (36%) der Hausärzte (59/162) in ein anderes Drittel der Qualitätsperzentilen.

 

Fazit:  Unter Hausärzten desselben primärmedizinischen Netzwerks erhielten jene schlechter Bewertungen, deren Patientenklientel sich aus einem höheren Anteil an  Patienten ohne Versicherung, ohne Englischkenntnisse oder Patienten einer Minderheit zusammensetzte.

  1. Hong CS et al. Relationship between patient panel characteristics and primary care physician clinical performance rankings. JAMA 2010 Sep 8; 304:1107
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Stand: 25. Mai 2013