Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Einfluss vom Medikamente-Monitoring-Programm auf Verordnungsverhalten der Ärzte bei Notfallpatienten, 2010

In den USA haben mehrere Staaten ein Medikamente-Überwachungs-Programm vor allem für Narkotika-Verordnungen installiert, um mögliche Missbrauch und Betrug zu verringern. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Auswirkungen eines solchen Monitoring-Programmes in Ohio bei Notfallpatienten. Die ausgewählten Teilnehmer waren Notfallpatienten mit Schmerzzuständen ohne akute Verletzungen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Landesweites Verordnungsüberwachungsprogramm das Opiat-Verordnungsverhalten der Ärzte bei Notfallpatienten beeinflusst.
Bei Notfallpatienten mit nicht traumatisch bedingten Schmerzen führte die Überprüfung der früheren Verordnungen bei 41% der Fälle zu Veränderungen im Verordnungsverhalten. In 61% der Fälle würden die Ärzte nachträglich gesehen weniger und in 39% der Fälle mehr Opiate verschreiben. Medikamente-Monitoring-Programme scheinen somit effektiv zu sein.     

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Landesweites Verordnungsüberwachungsprogramm beeinflusst das Verordnungsverhalten bei Notfallpatienten

In Ohio (USA) wurde vor kurzem ein Online-Verordnungsüberwachungsprogramm installiert, das „Ohio Automated Rx Reporting System“ (OARRS), um die Verordnung kontrollierter Substanzen innerhalb Ohios zu überwachen. In einer Studie, die in den „Annals of Emergency Medicine“ erschien, wurde der Einfluss der OARRS-Daten auf das klinische Vorgehen bei Notfallpatienten mit Schmerzzuständen untersucht.

 

Die prospektive quasiexperimentelle Untersuchung wurde von Juni bis Juli 2008  in der Notaufnahme des Medizinischen Zentrums der Universität von Toledo, Ohio (USA), durchgeführt. Die ausgewählten Teilnehmer waren Notfallpatienten mit Schmerzzuständen. Patienten mit akuten Verletzungen wurden ausgeschlossen. Nach der klinischen Untersuchung und erneut nach der Präsentation der OARRS-Daten beantworteten die Verordner eine Reihe von Fragen über die zu erwartende Schmerzverordnung für den jeweiligen Patienten. Zielparameter waren unter anderem Veränderungen bei der Opioidverordnung und andere mögliche Faktoren, die die Verordnung von Opioiden beeinflussten.

 

Ergebnisse:

Die OARRS-Daten ergaben eine große Anzahl an Narkotikaverordnungen innnerhalb der letzten 12 Monate (im Median 7) bei den 179 Teilnehmern. Zahlreiche Verordner verschrieben den Patienten Narkotika (im Median 3 Verordner pro Patient). Die Patienten lösten Narkotikaverordnungen bei verschiedenen Apotheken ein (im Mittel 3,5). Durch die Studie repräsentiert werden 18 Verordner. Vier Verordner behandelten 63% (n=114) der Studienteilnehmer. Nach einer Durchsicht der OARRS-Daten veränderten die Verordner ihr klinisches Vorgehen in 41% der Fälle (n = 74). Bei den Fällen mit verändertem Vorgehen resultierten meistens (bei 61%, n = 45) weniger Opioidverordnungen als ursprünglich geplant bzw. gar keine, wohingegen in 39% der Fälle (n = 29) mehr Opioide als zuvor geplant verordnet wurden.

 

Fazit:

Bei Notfallpatienten mit nicht traumatisch bedingten Schmerzen führte der Einsatz von Daten eines landesweiten Narkotikaregisters häufig zu Veränderungen im Verordnungsverhalten.         

  1. Baehren DF et al. A statewide prescription monitoring program affects emergency department prescribing behaviors. Ann Emerg Med 2010 Jul; 56:19.
Schlüsselwörter: Medikamente-Monitoring-Programm, notaufnahme, ärzte, drogenabhängige, entzug, polamidion, methadon, operation, krankenhaus-ambulanz, Notfall-Patienten, arzneimittel verabreichen, verschreiben, unfall, intensivstaiton, Verordnungsüberwachungsprogramm, programm, opiate-missbrauch, drogen, betrug, praxis, schmerzen, msh, morphin, droge, drogenabhängigkeit, Medikament- überwachung, kontrolle, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013