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Meta-Analyse: Routine-PSA-Screening und Prostatakrebs-Gesamt-Mortalität, 2010

Die Leitlinien der U.S. Preventive Services Task Force (2)  kamen 2008 zu der Schlussfolgerung, dass die Evidenzlage zum Nutzen-Risiko-Bilanz des PSA-Screenings bei Männern unter 75 unklar sei, daher legten sie fest, dass Männern ab 75 Jahren kein PSA-Test mehr angeboten werden soll. Aktuell ist eine Meta-Analyse (1) publiziert, die die wichtige Studien seit 2008 zu diesem Thema beinhaltet.  

Die Ergebnisse der Meta-Analyse (1) zeigten: Routine-PSA-Screening für Prostatakrebs reduziert weder Prosatakrebs-Mortalität noch die Gesamtmortalität, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakrebs-Diagnose unter dieser Maßnahme ansteigt. Die Meta-Analyse berüchsichtigte dabei die enormen körperlichen (aggressive Chemotherapie/Operation) oder psychischen (mit Krebs-Diagnose leben) Belastungen nicht.
Die Resultate der Meta-Analyse kann jedoch mögliche Vorteile eines PSA-Screenings bei einer Hochrisiko-Population (z.B. Männer mit Prostatakrebs-Familienanamnese) nicht ausschließen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Prostatakarzinom-Screening: Systematischer Review und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien.

Ziel: Nutzen und Schaden des Prostatakarzinom-Screenings sollen beleuchtet werden.

Design: Systematischer Review und Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien.

Datenquelle: Genutzt wurden die elektronischen Datenbanken Medline (PubMed), Embase und CENTRAL (Cochrane Registry of Controlled Trials) sowie Tagungsbänder und Referenzlisten bis in den Juli 2010. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien, die das Screenen mittels PSA-Wert-Bestimmung (Prostataspezifisches Antigen) mit oder ohne digitorektale Untersuchung dem Nicht-Screenen gegenüberstellen. Die Entnahme der Daten und Begutachtung der Methodik nach dem GRADE-System wurden von zwei unabhängigen Reviewers durchgeführt und vom Leiter der Studie überprüft. Mittels Random-Effects-Modell wurden Cochran-Mantel-Haenszel-Test und inverse Varianz ausgerechnet, zusammengetragen und in Form von relativem Risiko und 95%-Konfidenzintervall wiedergegeben.

Ergebnisse: Sechs randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 387'286 Teilnehmern wurden den Einschlusskriterien gerecht und analysiert. Das Screening war mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, die Diagnose Prostatakrebs zu erhalten (relatives Risiko 1,46; 95%-Konfidenzintervall: 1,21-1,77; P<0.001) und dem Leiden an Prostatakrebs im Stadium I (1,95; 1,22-3,13; P=0.005) assoziiert. Ein signifikanter Effekt des Screenings auf die Zahl der Todesfälle durch Prostatakrebs (0,88; 0,71-1,09; P=0,25) oder auf die Gesamtmortalität (0,99; 0,97-1,01; P=0,44) konnte nicht nachgewiesen werden. Alle Studien wiesen mindestens eine beträchtliche methodologischen Schwäche auf. Keine lieferte Daten zum Einfluss auf die Lebensqualität der Teilnehmer. Es gab nur wenig Information zu möglichen Schäden im Zusammenhang mit dem Screening.

 

Fazit: Die momentane Beweislage aus randomisierten kontrollierten Studien unterstützt die routinemäßige Anwendung des Prostatakarzinom-Screenings mittels PSA-Wert-Bestimmung mit oder ohne digitorektaler Untersuchung nicht.

  1. Djulbegovic M et al. Screening for prostate cancer: Systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ 2010 Sep 14; 341:c4543
  2. US-Experten fordern Altersbeschränkung bei PSA-Test Dienstag, 5. August 2008
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Stand: 25. Mai 2013