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Wirksamkeit und Sicherheit von Baclofen (Lioresal) bei Alkoholabhängigkeit zur Rückfallprophylaxe, 2010

Baclofen (Lioresal) ist ein Agonist am GABA B-Rezeptor und wurde ursprünglich als ein Mittel zur Epilepsie-Therapie entwickelt. Baclofen (Lioresal) wird in den letzten Jahren auch zur Förderung der Abstinenz bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit eingesetzt.  Insgesamt gibt es darüber aber nur wenige klinische Studiendaten. In einer aktuellen Studie (1) aus den USA wurde Wirksamkeit und Verträglichkeit von Baclofen (Lioresal) bei Alkoholabhängigkeit untersucht. Trotz ermutigender präklinischer Daten und vorausgegangener positiver klinischer Studien in Italien war Baclofen in der vorliegenden Studie dem Placebo nicht überlegen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Wirksamkeit und Sicherheit von Baclofen bei Alkoholabhängigkeit: randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie.

HINTERGRUND: Kürzlich erschienene klinische Studien und Fallberichte deuten auf die Wirksamkeit des GABA-B-Rezeptor-Agonisten Baclofen bei Alkoholabhängigkeit hin. Zwei placebokontrollierte italienische Studien konnten zeigen, dass Baclofen bei alkoholabhängigen Patienten die Abstinenz verbessert, die Trinkmenge reduziert, das Verlangen senkt und Angststörungen mindert. Insgesamt gibt es aber nur wenige klinische Studiendaten. In der vorliegenden Studie sollten Wirksamkeit und Verträglichkeit von Baclofen bei Alkoholabhängigkeit in den USA untersucht werden.

METHODEN: Die Studie wurde als placebokontrollierte, randomisierte Doppelblindstudie durchgeführt. Während 12 Behandlungswochen wurden Baclofen (30 mg/Tag) oder Placebo verabreicht und 8 Sitzungen nach BRENDA, eine leicht unterstützende psychosoziale Therapie, durchgeführt. Unter 121 Personen wurden 80 Teilnehmer (44 Männer) randomisiert ausgewählt, wobei die Randomisierung auf das Geschlecht abgeglichen wurde. Als primärer Outcome wurde der Prozentsatz von Tagen bestimmt, an denen die Teilnehmer stark tranken. Sekundärer Outcome waren weitere Alkoholfolgen, Angststörungen und Verlangen nach Alkohol. Die Verträglichkeit wurde überprüft.

ERGEBNISSE: 76 % der Probanden nahmen bis zum Ende der Studie teil. Die zwei Behandlungsgruppen zeigten keinen Unterschied im Prozentsatz der Tage, an denen die Teilnehmer stark tranken. Die Durchschnittswerte lagen während der Behandlung bei durchschnittlich 25,5% (± 23,6 %) in der Placebo-Gruppe und bei 25,9 % (± 23,2 %) in der Baclofen-Gruppe (t (73) = 0,59; p = 0,56). Ebenso zeigten sich zwischen den Gruppen keine Unterschiede hinsichtlich der Abstinenztage, der Zeit bis zum ersten Trinken und der Zeit bis zum Rückfall in erneutes starkes Trinken. Die Baclofen-Behandlung war mit einer signifikanten Verringerung von Angstzuständen assoziiert (F (1,73) = 5,39; p = 0,02). Baclofen wurde gut toleriert mit Ausnahme von 2 Teilnehmern, welche die Behandlung aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen abbrachen. Es traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der Einsatz des GABA-B-Agonisten Baclofen gilt als neuer pharmakotherapeutischer Ansatz bei Alkoholabhängigkeit. Trotz ermutigender präklinischer Daten und vorausgegangener positiver klinischer Studien in Italien war Baclofen in der vorliegenden Studie zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit dem Placebo nicht überlegen.  In weiteren klinischen Studien ist zu untersuchen, ob Baclofen bei Alkoholabhängigkeit therapeutisch wirksam ist. Gegebenenfalls sollten prädikative Faktoren der Wirksamkeit untersucht werden.

  1. Garbutt JC et al: Efficacy and Safety of Baclofen for Alcohol Dependence: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Alcohol Clin Exp Res. 2010 Nov;34(11):1849-57
  2. Siehe auch: Baclofen fördert Alkoholabstinenz bei Leberzirrhose, 7. Dezember 2007
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Stand: 25. Mai 2013