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Endobronchialer Ventil bei fortgeschrittenem Emphysem, 2010

Bei der Lungenvolumenresektion (LVRS: lung-volume-reduction-surgery) werden die wenig funktionierenden Teile der emphysematösen Lunge operativ entfernt, damit die restliche Lunge sich entfalten, und somit die Lungenfunktion sich verbessern kann. Die LVRS ist jedoch mit einer signifikanten Morbidität assoziiert, und nicht alle Patienten profitieren davon. Eine weniger invasive Methode ist das bronschoskopische Anbringen von Einweg-Ventilen, sogennantem Endobronchial-Ventil.
Endobronchiale Ventile, die den Ausstrom von Luft aus einem Lungenlappen zulassen, den Einstrom aber verhindern, führen eventuell zu einer Reduzierung des Volumens eines Lungenlappens. Eine aktuelle Studie überprüfte die Wirksamkeit dieses neuen Verfahrens. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) zeigten, dass die Vorteile von endobronchialen Ventilen bei fortgeschrittenem Emphysem nur mäßig waren.
Endobronchiale Ventile sind in den USA für Emphysem-Patienten noch nicht zugelassen. Die Ärzte sollten jedoch die Entwicklung dieser neuen interessanten Technologie verfolgen. Auch in Deutschland werden endobronchiale Ventile in Rahmen von Studien bei Emphysem-Patienten eingesetzt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Eine randomisierte Studie zum Einsatz von endobronchialen Ventilen bei fortgeschrittenem Emphysem

HINTERGRUND: Endobronchiale Ventile, die den Ausstrom von Luft aus einem Lungenlappen zulassen, den Einstrom aber verhindern, führen eventuell zu einer Reduzierung des Volumens eines Lungenlappens. Dadurch wird möglicherweise die Lungenfunktion und die Belastbarkeit bei Patienten mit einer Überblähung der Lungen im Rahmen eines fortgeschrittenen Emphysems verbessert.

METHODEN: Bei Patienten mit einem heterogenen Emphysem wurde die Sicherheit und die Wirksamkeit einer Therapie mit endobronchialen Ventilen mit üblicher, konservativer medizinischer Behandlung verglichen. Die Wirksamkeits-Endpunkte waren die prozentualen Veränderungen im forcierten exspiratorischen Einsekunden-Volumen (FEV1) und der 6 Minuten-Gehtest auf Basis einer Intention-to-treat-Analyse. Die Sicherheit der Therapie wurde auf der Grundlage der Häufigkeit von sechs großen Komplikationen untersucht.

ERGEBNISSE: Von insgesamt 321 Studien-Patienten wurden 220 randomisiert einer Behandlung mit endobronchialen Ventilen (EBV-Gruppe) und 101 einer üblichen, konservativen medizinischen Versorgung (Kontroll-Gruppe) zugeteilt. Nach sechs Monaten wurde bei der EBV-Gruppe eine Zunahme der FEV1 um 4,3% (eine Zunahme um 1,0 Prozentpunkte in Prozent des vorhergesagten Wertes) und bei der Kontroll-Gruppe eine Abnahme der FEV1 um 2,5% (eine Abnahme um 0,9 Prozentpunkte in Prozent des vorhergesagten Wertes) beobachtet. Es bestand also ein durchschnittlicher Unterschied in der FEV1 von 6,8% zwischen den beiden Gruppen (P=0,005). Ungefähr ähnliche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen wurden auch für den 6 Minuten-Gehtest beobachtet. Nach 12 Monaten betrug die Häufigkeit von Komplikationen aller Art 10,3% in der EBV-Gruppe, verglichen mit 4,6% in der Kontroll-Gruppe (P=0,17). Innerhalb 90 Tagen wurden in der EBV-Gruppe im Vergleich zur Kontroll-Gruppe häufigere Exazerbationen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (engl. COPD) beobachtet, die eine stationäre Aufnahme ins Krankenhaus notwendig machten (7,9% gegenüber 1,1%, P=0,03). Außerdem wurden häufiger Hämoptysen beobachtet (6,1% gegenüber 0%; P=0,01). Die Inzidenz von Pneumonien im behandelten Lungen-Lappen betrug in der EBV-Gruppe innerhalb von 12 Monaten 4,2%. Ein deutlicherer radiologischer Nachweis einer Heterogenität des Emphysems und eine vollständige Darstellung der Fissur war mit einem besseren Ansprechen auf die Behandlung assoziiert.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Behandlung mit endobronchialen Ventilen bei einem fortgeschrittenen, heterogenen Emphysem führte zu einer moderaten Verbesserung der Lungenfunktion, der Belastbarkeit sowie der Symptom-Ausprägung, allerdings führte sie auch zu häufigeren Exazerbationen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), zu häufigeren Pneumonien und Hämoptysen nach der Implantation. (Finanzierung durch Pulmonx).

  1. Sciurba FC et al. A randomized study of endobronchial valves for advanced emphysema. N Engl J Med 2010 Sep 23; 363:1233
Schlüsselwörter: Endobronchialer Ventil bei Emphysem, lungenventil, copd, Endobronchial-Ventil, chronisch-obstruktive krankheit, erkrankung, astma, zysten, pneumonie, endobronchus-ventil, lunge, lungenemphysem, asthma, intubation, akute respiratorische insuffienz, Lungenvolumenresektion, LVRS, Emphysembehandlung, Lungenvolume-resektion, bronchien, bronchialsystem, endobronchiale Ventile, lungenvolumen, bronchoskopie, bronchoskoskopische Lungenvolumenreduktion, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013