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Arzneimittel-induzierte Geruch- und Geschmack-Störungen, 2010

Begriffs-Erklärungen

Dysosmie: Geruchsstörung

Anosmie: vollständiger Verlust des  Geruchssinns

Hyposmie: unvollständiger Verlust des Geruchssinns

Dysgeusie: Geschmacksstörung

Hypogeusie:  Vermindertes  Geschmackssinn

Ageusie: fehlendes Geschmackssinn

Geruch- und Geschmack-Störungen werden in sinunasale/epitheliale (Schleimhäute der Nasen- und Mundbereiches betreffend) und nicht-sinunasale Ursachen einteilt und können über vielerlei Auslöser haben: Reizstoffe, Atemwegsinfektionen, Kopfverletzungen, Krankheiten des Zentral-Nervensystems, aber auch Medikamenten-Nebenwirkungen. In der Fachzeitschrift "Der Arzneimittel" Jahrgang 44/2010 ist ein sehr interessanter Artikel zum Thema arzneimittelinduzierte Störungen des Geruchssinns und Geschmacksinns erschienen. Darin werden folgende Kernpunkte zusammengetragen:

Allgemein

  • Störungen des Geruchssinns und Geschmacksinns können nicht nur die Lebensqualität bei der Ernährung negativ beeinflussen, sie können auch Auswirkungen auf die Ausübung des Berufes haben.

  • Die Störungen des Geruchssinns und Geschmacksinns durch Medikamente können über ganz verschiedene Mechanismen ausgelöst werden.

  • Es müsste geklärt werden, ob die Medikamente, oder die zugrunde liegende Krankheit diese Störungen auslösen.

  • Arzneimittelinduzierte Geruch- und Geschmackstörungen bilden sich in der Regel nach Beseitigung bzw. Absetzung der Ursachen zurück.

Diagnostik: Anamnese-Erhebung, HNO-Fachärztliche Untersuchung sowie Gustometrie-Prüfung für die Grundgeschmäcke.

Geruchssinnstörungen

Beispiele für Medikamente die Medikamenten-Induzierte Geruchsstörungen auslösen können:

Kalzium-Antagonisten: einzelne Substanzen der Kalziumantagonisten

Antibiotika/Chemotherapeutika: Methotrexat, Doxycyclin

Lokaltherapeutika: Dauer-Gebrauch von Nasentropfen mit vasokonstriktiven Substanzen

Geschmackssinnstörungen

Verschiedene Arzneimittel-Klassen können das Geschmackssinn beeinträchtigen: Unter anderem Antibiotika (vor allem Gyrasehemmer und Makrolide), Antimykotika, ACE-Hemmer, Psychopharmaka, Parkinsonmittel und Zytostatika.

Beispiele für Medikamente die Medikamenten-Induzierte Schmeckstörungen auslösen können:

Hypogeusie (Verminderes Geschmackssinn): Carbamazepin, Diltiazem, Levodopa, Nifedipin, Metronidazol

Ageusie (fehlendes Geschmackssinn): einzelne Substanzen der ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten, Hydrochlorothiazid, Spironolacton

Dysgeusie (Geschmacksstörung): Amiodaron, einzelne Substanzen der ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten, Allopurinol, einzelne Substanzen der Benzodiazepin-Gruppe, Amitriptylin, Metronidazol, Methotrexat, Cardidopa, Vitamin-D

Therapie: Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt. Möglicherweise lokale oder systemische Kortison-Gabe bei sinunasaler oder epithelialer Ursache. Es ist jedoch zu beachten, dass Kortikosteroide selbst Mund-Soor auslösen und damit wiederum den Geschmackssinn beeinträchtigen können.

Arzneimittelinduzierte Geruch- und Geschmackstörungen bilden sich in der Regel nach Beseitigung bzw. Absetzung der Ursache zurück. Daher ist es besonders wichtig, die Auslöser ausfindig zu machen.

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Stand: 25. Mai 2013