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Klinische Folgen der undiagnostizierten Zöliakie bei älteren Menschen, 2010

Bevölkerungs-Screening für Zöliakie würde bei mittel-Alten und alten Erwachsenen kaum Vorteile hinsichtlich der Morbidität oder Mortalität bringen; Selbst die Wirksamkeit einer Gluten freien Diät wäre fraglich. Zumindest in dieser Population ergibt ein Routine-Zöliakie-Screening keinen großen Sinn.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Morbidität und Mortalität der undiagnostizierten Zöliakie bei älteren Menschen

 

Über die klinischen Folgen einer unerkannten Zöliakie herrscht bisher wenig Klarheit. In einer Studie, die in „Gastroenterology“ erschien, wurde die Morbidität und Mortalität der undiagnostizierten Zöliakie in einer populationsbasierten Stichprobe aus Patienten ab einem Alter von 50 Jahren untersucht.

 

Eingelagerte Seren von 16 886 Einwohnern über 50 Jahren des Bezirks Olmsted County, Minnesota wurden auf Gewebe-Transglutaminase (serologischer Zöliakiemarker) und endomysiale Antikörper getestet. In der nested case-control-Studie* wurden serologisch diagnostizierte  Zöliakiefälle mit alters- und geschlechtsangepassten seronegativen Kontrollen verglichen.  Die medizinischen Krankenunterlagen wurden auf Komorbiditäten hin durchgesehen.

 

Ergebnisse:

In einer Kohorte aus 16 847 älteren Erwachsenen wurden 129 (0,8%) Patienten mit undiagnostizierter Zöliakie identifiziert. Insgesamt 127 Fälle (49% Männer, mittleres Lebensalter 63 Jahre) und 254 angepasste Kontrollen wurden in eine systematische Evaluation auf mehr als 100 potenziell koexistierende Bedingungen eingeschlossen. Patienten mit unerkannter Zöliakie hatten sowohl erhöhte Raten für Osteoporose und Hypothyreose als auch niedrigere Cholesterin- und Ferritinwerte. Außerdem lag ihr Body Mass Index niedriger. Das Gesamtüberleben war nicht assoziiert mit der Zöliakieerkrankung. Während der mittleren Nachbeobachtungszeit von 10,3 Jahren nach Einlagerung der Seren wurde bei 20 Fällen eine Zöliakie diagnostiziert, keine jedoch bei der Kontrollgruppe. 

 

Fazit:

Außer einer verminderten Knochengesundheit hatten ältere Erwachsene mit einer unerkannten Zöliakie nur begrenzt Komorbiditäten und keine erhöhte Mortalität im Vergleich zur  Kontrollgruppe. Bei einigen Patienten wurde innerhalb eines Jahrzehnts nach dem Einlagern der Serumproben eine Zöliakie diagnostiziert, was zeigt, dass bei einigen Fällen Symptome auftreten können, obwohl die meisten klinisch stumm verlaufen. Eine unerkannte Zöliakie kann für ältere Menschen von Vorteil sein aber auch Nachteile mit sich bringen.

  1. Godfrey JD et al. Morbidity and mortality among older individuals with undiagnosed celiac disease. Gastroenterology 2010 Sep; 139:763
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Stand: 25. Mai 2013