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Subarachnoidalblutung (SAB): Klinische Entscheidungsregeln zur Identifizierung der Hochrisiko-Patienten, 2010

Subarachnoidalblutungen (SAB) gehen häufig von einer Ruptur von intrazerebralen Aneurysmen aus, und sie können zu Beginn starke Kopfschmerzen mit verheerenden Folgen auslösen. Daher werden viele Patienten mit akuten starken Kopfschmerzen einer Computer-Tomographie (CCT) bzw. einer Lumbalpunktion unterzogen, um eine SAB auszuschließen.

Eine aktuelle prospektive Studie aus Kanada mit 1999 Patienten, die sich mit nicht-traumatischen Kopfschmerzen in der Notaufnahme vorgestellt hatten, untersuchte nach klinischen Merkmalen und Symptomen, die eine SAH voraussagten. Also anders ausgedrückt wie können sich die Ärzte unter den Patienten mit starken Kopfschmerzen die jenen mit erhöhtem Risiko für SAH selektieren, bei denen eine erweiterte Diagnostik sinnvoll  wäre.

Insgesamt hatten 130 Patienten eine subarachnoidale Blutung (SAB). Das mittlere Alter der Patienten betrug  43.4 Jahre, und der Frauenanteil 60,4%.  Und 78,5% haben berichtet, das waren die schlimmsten Kopfschmerzen, die sie in ihrem Leben je gehabt hatten.

16 klinische Merkmale waren mit einer SAB signifikant assoziiert, sie wurden von den Wissenschaftlern dazu verwendet, um drei mögliche Entscheidungsregeln zur Identifizierung der Hochrisiko-Patienten zu bilden.

  1. Alter> 40 Jahre, Nackenschmerzen oder Nackensteifigkeit, fremd beobachtete Bewusstlosigkeit, Einsetzen bzw. Verstärkung der Kopfschmerzen unter Belastung

  2. Transport per Krankenwagen, Alter > 45J, mindestens einmal Erbrechen, diastolischer Blutdruck > 100mmHg

  3. Transport per Krankenwagen, systolischer Blutdruck > 160mmHg,  Nackenschmerzen oder Nackensteifigkeit, Alter zwischen 45-55J

Wenn ein oder mehrere Merkmale in  einem Entscheidungsregel vorhanden waren, wurden die Patienten für eine SAB gezielt untersucht. Jede der Regeln hatten eine Sensitivität von 100% und Spezifität von 28,4% bis 38,8%.

(Medknowledge-Anmerkung:  Es mag ein wenig verwundern, wenn letztendlich ein einziger Merkmal ausreicht, um die Kaskade einer erweiterten Diagnostik auszulösen. Eine Grafik in der Studie zeigt jedoch relativ einleuchtend, wie es funktionieren könnte. Darin werden die klinischen Merkmale vom Entscheidungsregel-1 als Beispiel algorithmisch anschaulich dargestellt, um zu zeigen, wie Patienten in Hoch- und Niedrig-Risiko-Gruppen eingeteilt werden könnten.)

Fazit: Die klinischen Merkmale könnten eine subarachnoidale Blutung (SAB) voraussagen. Patienten, die sich mit nicht-traumatischen Kopfschmerzen, die Ihren Maximum innerhalb einer Stunde erreicht haben, präsentieren, und gleichzeitig mindestens eins der klinischen Merkmale innerhalb der Entscheidungsregeln haben, sollten für eine SAB genauestens untersucht werden.

Auch wenn die Entscheidungsregeln in anderen Studien erst verifiziert werden müssten, könnten sie in der Zwischenzeit eine Leitlinie zur Management der Patienten mit Verdacht auf subarachnoidale Blutungen anbieten. Vor allem könnten die Entscheidungsregeln den Ärzten eine Hilfestellung geben, Untersuchungen wie CCT und/oder Lumbalpunktion gezielt einzusetzen, und möglicherweise deren Einsatz insgesamt zu reduzieren.

  1. Perry JJ et al. High risk clinical characteristics for subarachnoid haemorrhage in patients with acute headache: Prospective cohort study. BMJ 2010 Oct 28; 341:c5204.
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Stand: 25. Mai 2013