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Antithrombotische Therapie und intrazerebrale Blutung, 2010

Hintergrundinformation: Obwohl Aspirin (ASS) die wichtigste Therapiesäule der antithrombotischen Therapie (wie bei KHK, Schlaganfall usw.) weiterhin ist, werden verschiedene antithrombotische Medikamente zunehmend kombiniert (wie Aspirin plus Clopidogrel (Plavix®) bei Medikamenten-Stent-Patienten). Die Daten zur Sicherheit der Kombinationstherapie ist jedoch relativ gering. Auch wird es zunehmend empfohlen, die Indikation zur prophylaktischen Gabe von ASS über die kardiovaskulären Krankheiten hinaus zu erweitern, ohne das die Evidenzlage oder Nutzen-/Risiko-Verhältnis dafür klar wäre.  Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Assoziation zwischen Antithrombotischer Therapie und Gehirnblutungen.

Studie (1): Der Einsatz von Thromobzytenaggregationshemmern im Vorfeld einer intrazerebralen Blutung ist mit einer gesteigerten Sterblichkeit assoziiert.

Inzwischen wird ASS (Aspirin) für alles Mögliche, unter anderem auch als Krebsprophylaxe, empfohlen. Diese Studie sollte die Ärzte erneut daran erinnern, dass Antithrombotische Medikamente, inklusive ASS, nicht unbedingt benigne sind, und schwere Nebenwirkungen haben können, und nur für bewiesene handfeste Indikationen verschrieben werden sollten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Thrombozytenaggregationshemmung und Outcome nach intracerebraler Blutung: ein systematischer Review.

ZIELE: Die Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern steigert die Blutungsgefahr und kann den Outcome bei intracerebraler Blutung  (ICB) verschlechtern. So wird ein Zusammenhang von Thrombozytenaggregationshemmung im Vorfeld einer ICB und der Mortalität beziehungsweise einem schlechten funktionellen Outcome nach einer ICB diskutiert. Hierzu wurde ein systematischer Review mit Metaanalyse durchgeführt.

METHODEN: Die Datenbanken Medline und Embase wurden im Februar 2008 mit Hilfe relevanter Schlüsselwörter und Beschränkung auf Patientenstudien in englischer Sprache durchsucht. Ausgewählt wurden Kohortenstudien, die bei aufeinander folgenden ICB-Patienten Bezug genommen haben auf  Mortalität und funktionellen Outcome nach vorbestehender Thrombozytenaggregationshemmung. Von 2873 Studien erfüllten 10 Studien nach Ermessen zweier Autoren die Einschlusskriterien. Außerdem wurden unveröffentlichte Daten der Autoren eingeschlossen. Diese stammten aus Kohortenstudien mit >100 Patienten, die in den letzten 10 Jahren veröffentlicht wurden, sowie aus weiteren 15 Studien. Univariate und multivariat-adaptierte Odds Ratios (OR) für Mortalität und schlechten funktionellen Outcome wurden soweit vorhanden verrechnet und mithilfe eines Random-Effects-Modells zusammengefasst.

ERGEBNISSE: Von 25 Kohorten (15 unveröffentlicht) standen Daten zur Mortalität und von 21 Kohorten (14 unveröffentlicht) standen Daten zum funktionellen Outcome zur Verfügung. Für Patienten mit Thrombozytenaggregationshemmung im Vorfeld einer ICB ergab sich sowohl in univariaten (OR 1,41; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,21-1,64) als auch in multivariat-adaptierten, gepoolten Analysen (OR 1,27; 95%-KI 1,10- 1,47) eine erhöhte Mortalität. Im Gegensatz dazu war die gepoolte OR für einen schlechten funktionellen Outcome bei multivariat-adaptierter Analyse nicht mehr signifikant (univariate OR 1,29; 95%- KI 1,09 -1,53; multivariat-adaptierte OR 1,10; 95%-KI 0,93-1,29).

SCHLUSSFOLGERUNG: In den analysierten Kohortenstudien war der Einsatz von Thromobzytenaggregationshemmern im Vorfeld einer intracerebralen Blutung mit einer gesteigerten Mortalität unabhängig assoziiert, nicht jedoch mit einem schlechten funktionellen Outcome.

  1. Thompson BB et al. Prior antiplatelet therapy and outcome following intracerebral hemorrhage: A systematic review. Neurology 2010 Oct 12; 75:1333
Schlüsselwörter: Thrombozytenaggregationshemmung, blutung, gehirn, sab, intrazerebrale blutung, intracerebral, subarachnoidale blutung, Outcome, intracerebrale Blutung, hirnblutung, Antikoagulation, ASS, Aspirin, Clopidogrel, Plavix, Dipyridamol, Vitamin K-Ulkus, schwere obere gastrointestinale Blutungen, Geschwür, Magenblutung, Darmblutung, Antagonisten, Marcumar, Blutung, Magenulkus, Antithrombotische Monotherapie, Kombinationstherapie, aneurysma, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013