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Nutzlose Früherkennungsuntersuchungen bei Patienten mit unheilbarer Krebserkrankung, 2011

Manche für die unheilbar kranken Krebspatienten nutzlose Früherkennungsuntersuchungen wurden unerwartet häufig durchgeführt.

Die 5-jährige Überlebensrate betrug bei den Krebs-Patienten <15%, in der Kontroll-Gruppe 80%.  Die Screening-Rate bei den Krebspatienten war jedoch etwa ein Drittel  bis zur Hälfte von der in der Kontroll-Gruppe:  Die früherkennungs-Untersuchungen waren unter anderem Mammographie (9% vs. 22%), Papanicolaou-Test zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung (6%  vs. 12%), und Cholesterin-Bestimmungen (20%  vs. 37%).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Patienten mit unheilbarer Krebserkrankung: Wie häufig werden weiterhin nutzlose Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt?

Screeninguntersuchungen zur Krebsfrüherkennung sind routinemäßig in die medizinische Primärversorgung integriert, bringen Patienten mit begrenzter Lebenserwartung jedoch keine Vorteile. In einer US-amerikanischen Studie, die im „Journal of the American Medical Association“ erschien, wurde untersucht, wie häufig bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung weiterhin Screeninguntersuchungen durchgeführt werden. Die Anwendung von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (Mammographie, Papanicolaou-Test, Prostatspezifisches Antigen und Endoskopie des unteren Gastrointestinaltrakts) wurde bei

87 736 Versicherten von Medicare* im Alter von 65 Jahren oder älter bewertet, die zwischen 1998 und 2005 die Diagnose fortgeschrittenes Lungen-, Kolorektal-, Pankreas-, Gastroösophageal- oder Mammakarzinom erhalten hatten und in einem der Tumorregister („Surveillance, Epidemiology and End Results Tumor Registries“, SEER) erfasst waren. 

 

Die Teilnehmer wurden bis zu ihrem Tode oder bis 31. Dezember 2007 nachbeobachtet. Eine Kontrollgruppe von 87 307 Medicare-Versicherten ohne Krebserkrankung wurde individuell nach Alter, Geschlecht, Rasse und SEER-Register an die Patienten mit Krebserkrankung angepasst und über den gleichen Zeitraum beobachtet um die Screeningraten in diesem  Zusammenhang zu untersuchen. Demographische und klinische Merkmale, die mit den Screeninguntersuchungen assoziiert waren, wurden ebenfalls untersucht. Der Hauptzielparameter war die Anwendungsrate für jeden Screeningtest, definiert als der Prozentsatz an Patienten, die nach der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung noch den Untersuchungen unterzogen wurden.

 

Ergebnisse:

8,9% der Frauen mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung erhielten nach dieser Diagnose noch mindestens eine Screening-Mammographie im Vergleich zu 22,0% der Versicherten in der gesunden Kontrollgruppe. 5,8% erhielten einen Papanicolaou-Test im Vergleich zu 12,5% der Versicherten in der Kontrollgruppe. Bei den Männern mit fortgeschrittener Krebserkrankung erhielten 15,0% einen PSA-Test verglichen mit 27,2% der Versicherten in der Kontrollgruppe. Von allen Patienten mit der Diagnose fortgeschrittene Krebserkrankung erhielten 1,7% eine Endoskopie des unteren Gastrointestinaltrakts versus 4,7% der Versicherten in der Kontrollgruppe. Screeningunteruchungen wurden besonders häufig bei Patienten vorgenommen, die kürzlich schon eine Screeninguntersuchung erhalten hatten (16,2% dieser Patienten erhielten eine Mammographie, 14,7% einen Papanicolaou-Test, 23,3% einen PSA-Test und 6,1% eine Koloskopie).

 

Fazit:

Eine beträchtliche Menge an Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung wird Krebsfrüherkennungsuntersuchungen unterzogen, die sehr wahrscheinlich keinen Nutzen bringen.      

*eines der beiden staatlichen Krankenversichertensysteme der USA mit Einzelleistungsvergütung

  1. Sima CS et al. Cancer screening among patients with advanced cancer. JAMA 2010 Oct 13; 304:1584
Schlüsselwörter: krebs, todkrank, hospiz, Patienten, unheilbare Krebserkrankung, Früherkennungsuntersuchungen, früherkennung-massnahmen, krebsfrüherkennung, krebs-screening, nützlich, koloskopie, mammographie-screening, brustkrebs,  darmkrebsfrüherkennung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013