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ADEPT vs. MDS: Überlebens-Voraussage bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz, 2010

Hintergrundinformation: In Deutschland werden zur Beurteilung der kognitiven und körperlichen Fähigkeiten der Demenz-Patienten oft Bartel-Index und MMSE eingesetzt.

Studie (1): Ein strukturiertes klinisches Assessment-Tool  (Einschätzungsinstrument) hat bei US-Pflegeheimbewohnern besser als die Hospiz-Aufnahme-Leitlinien abgeschnitten.

Es ist oft schwierig bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz die Lebenserwartung vorauszusagen. Das wiederum macht die Entscheidung, die Patienten in ein Hospiz zu verlegen, häufig schwierig. In einer prospektiven Kohortenstudie haben Wissenschaftler zwei Assessment-Tools bei 606 Pflegeheim-Bewohnern verglichen:

  1. Das strukturierte klinische Assessment-Tool "Advanced Dementia Prognostic Tool (ADEPT)": Das Assessment-Programm bewertet solche Faktoren wie Alter, Inkontinenz, Druckgeschwüre und aktuelle Gewichtsabnahme. Die Score-Reichweite lag zwischen 1.0 bis 32.5 Punkte. Höhere Punktzahl sagt kürzere Überlebenszeit voraus.

  2. Hospiz-Aufnahme-Richtlinie MDS (Minimum data set), die in den USA bei Pflegeheim-Bewohnern als Basisdatensatz routinemäßig erhoben wird.  Im MDS ist im Gegensatz zu PPS, das in Deutschland eingesetzt wird, keine Pflegezeiten-Dokumentation, keine kontinuierliche Zustand- und Leistungserfassung erforderlich. Um die Kriterien für die US-Medicare-Hospiz-Aufnahme zu erfüllen müssen die Patienten folgendes aufweisen: nicht-ambulante Betreuung (z.B. Pflegeheime), Inkontinenz, Verwirrtheit, und mindestens eine schwere medizinische Krankheit.

Nach 6 Monaten waren 111 Patienten (18,3%) verstorben.  ADEPT hatte leicht  höhere Genauigkeit die 6-Monatsmortalität einzuschätzen, als MDS.  Insgesamt hatten die beiden Instrumente eine mäßige Genauigkeit. Für eine ADEPT-Score von 11 Punkten betrug die Sensitivität 55% und Spezifität 71%.

Fazit: Die Wissenschaftler ziehen die Schlussfolgerung, dass die Fähigkeit des ADEPT-Score-Systems zur Identifizierung der Patienten mit fortgeschrittener Demenz, die ein erhöhtes Mortalitätsrisiko in den nächsten 6 Monaten haben, insgesamt mäßig war, jedoch besser als die Hospiz-Aufnahme-Leitlinien durch das MDS-Score-System.

Die Daten sind überraschend, und zeigen, wie schwierig ist es, die Lebenserwartung in dieser Patientengruppe vorauszusagen. Entscheidungen zu palliativen und Lebensqualität betreffenden Maßnahmen sollten nach klinischen Befunden sowie nach Pflege- und Therapie-Zielsetzungen getroffen werden, und nicht nach geschätzter Lebenserwartung.

  1. Mitchell SL et al. Prediction of 6-month survival of nursing home residents with advanced dementia using ADEPT vs hospice eligibility guidelines. JAMA 2010 Nov 3; 304:1929.
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Stand: 25. Mai 2013