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Invasive Zahn-Behandlung und das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, 2010

Studie (1): Invasive Dentalbehandlungen können vorübergehend mit einem Anstieg des vaskulären Risikos für Schlaganfall oder Herzinfarkt während der 4 Wochen nach Therapie einhergehen. Häufig werden wegen Blutungsgefahr antithrombotische Medikamente (wie ASS) während invasiver Eingriffe pausiert. Falls das Herzinfart-/Schlaganfall-Risiko sich in weiteren Studien verifizieren sollte, müsste man in Erwägung ziehen, bei Hochrisiko-Patienten (z.B. Patienten mit KHK) während der invasiven dentalen Therapie ihre antithrombotische Therapie nicht zu pausieren.

Medknowledge-Anmerkung: Mit invasiven dentalen Eingriffen meint man hier in der Studie wahrscheinlich an erster Stelle Therapie der schweren Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats), die mit chirurgischen Eingriffen einhergehen kann. Auch die Zahn-Implantationen, die auch in Deutschland zunehmend vorgenommen werden, würden vermutlich darunter fallen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Vaskuläres Risiko bei invasiver Dentalbehandlung: eine selbstkontrollierte Fallserie.

HINTERGRUND: Die Behandlung von Parodontalerkrankungen könnte langfristig das kardiovaskuläre Risiko senken. Bisherige Studien lassen auf einen Zusammenhang von Dentalbehandlungen, akuter Entzündung und endothelialer Dysfunktion schließen. Unklar ist allerdings, ob akute Entzündungen zu einem kurzfristigen Anstieg des kardiovaskulären Risikos führen.

ZIEL: In der Studie wurde untersucht, ob invasive Dentalbehandlungen das kardiovaskuläre Risiko transient steigern. 

DESIGN: Selbstkontrollierte Fallserie.

ORT: Die Daten wurden der US-Medicaid-Datenbank entnommen.

PATIENTEN: Eingeschlossen wurden alle Patienten aus den Jahren 2002 -2006, die eine invasive Dentalbehandlung erhielten und mit der Diagnose Apoplex (n = 650) oder Myokardinfarkt (n = 525) aus der Primärversorgung entlassen wurden.

BESTIMMUNGSPUNKTE: Das Auftreten eines Apoplex oder Myokardinfarkts direkt im Anschluss einer invasiven Dentalbehandlung wurde mit dem Auftreten in allen anderen Zeiträumen verglichen. Inzidenzratio und 95%-KI wurden berechnet.

ERGEBNISSE: Die Rate vaskulärer Ereignisse stieg in den ersten 4 Wochen nach invasiver Dentalbehandlung signifikant an (Inzidenzratio 1,50 [95%-KI 1,09- 2,06]) und kehrte in den darauf folgenden 6 Monaten allmählich wieder zum Ausgangsniveau zurück. Die positive Assoziation blieb auch dann bestehen, wenn Patienten mit Diabetes, Hypertonie oder koronarer Herzkrankheit sowie Patienten mit vorbestehender Antithrombosetherapie oder Salicylateinnahme  ausgeschlossen wurden. 

EINSCHRÄNKUNGEN: Die Aussagekraft der Ergebnisse hinsichtlich der separaten Effekte einer invasiven Dentalbehandlung auf Apoplex und Myokardinfarkt ist aufgrund der geringen Behandlungszahl begrenzt.  Mangelnde Informationen über den Einsatz nicht-verschreibungspflichtiger Medikamente beschränken die Verrechnung von Störfaktoren wie  die Unterbrechung einer Antithrombosetherapie oder Salicylateinnahme vor der invasiven Behandlung beziehungsweise die Einnahme Nicht-steroidaler Antirheumatika nach der Behandlung.

SCHLUSSFOLGERUNG: Invasive Dentalbehandlungen können mit einem transienten Anstieg des vaskulären Risikos einhergehen. Das absolute Risiko ist allerdings minimal und der langfristige Nutzen für die vaskuläre Gesundheit wird vermutlich die kurzfristigen  Nebenwirkungen überwiegen.

  1. Minassian C et al. Invasive dental treatment and risk for vascular events: A self-controlled case series. Ann Intern Med 2010 Oct 19; 153:499
Schlüsselwörter: Invasive Zahn-Behandlung, zahmedizin, paradontitis, zahnimplnatat, entzündung, crp, zahnimplantation, endokarditis, embolie, thromboembolie, dentale behandlung, bohren, implantat-einsetzen, Herzinfarkt, Schlaganfall-Risiko, zahn-implantation, taschenreinigung, kürettage, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, crp, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013