Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Cilostazol (Pletal®) zur Schlaganfall-Sekundärprophylaxe? 2011

Hintergrundinformation über Cilostazol (Pletal®): Cilostazol (Pletal®) ist ein Arzneimittel zur oralen Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Stadium II (Claudicatio intermittens: Schmerzen beim Gehen; sogenannte Schaufensterkrankheit), das bereits in den USA und England zugelassen ist. Seit Anfang 2007 ist Cilostazol (Pletal® von Schwarz Pharma) auch in Deutschland zugelassen.

Hintergrundinformation über sogenannte Nicht-Unterlegenheitsstudien:  Äquivalenzstudien und Nicht-Unterlegenheitsstudien, DMW 2007

Studie (1): Bisher wird häufig ASS als Monotherapie, oder als Kombinationstherapie mit Clopidogrel (Plavix) zur Sekundärprophylaxe bei Schlaganfall-Patienten verschrieben. Eine aktuelle Studie verglich den neuen Thrombozytenaggregationshemmer Cilostazol (Pletal) bei dieser Fragestellung mit ASS. Die Ergebnisse zeigten, dass Cilostazol (Pletal) mit niedrigerer Rate an Schlaganfällen und Blutungs-Komplikationen assoziiert war, hatte aber häufiger Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Durchfall, Palpitationen, Schwindel) als ASS, was dazu führte, dass die Abbruchrate in der Cilostazol-Gruppe höher lag (20% vs. 12%).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

CSPS-2: Cilostazol zur Prophylaxe des sekundären Schlaganfalls. Eine Aspirin-kontrollierte randomisierte Doppelblind-Äquivalenzstudie

Hintergrund: Der Thrombozytenaggregationshemmer Cilostazol ist bei der Schlaganfall-Prophylaxe wirksamer als Placebo. Die zweite Cilostazol-Stroke-Präventionsstudie (CSPS2) soll nun zeigen, dass Cilostazol dem Aspirin in der Schlaganfall-Prophylaxe nicht unterlegen ist und die Wirksamkeit sowie die Sicherheit von Cilostazol und Aspirin in Patienten mit nicht-kardioembolischem Hirninfarkt vergleichen.

Methodik: Berücksichtigt wurden Patienten im Alter von 20-79 Jahren an 278 verschiedenen Stellen in Japan, die in den vorangegangenen 26 Wochen einen zerebralen Insult hatten. Sie erhielten jeweils 1-5 Jahre lang entweder 2x/Tag 100mg Cilostazol oder 1x/Tag 81mg Aspirin. Die Zuteilung der Patienten wurde rechnergestützt durch eine Abfolge dynamisch balancierter Randomisierungen bewältigt. Dabei wurden die Patienteninformationen von der Aufnahmeregistrierung verwendet. Alle Patienten, das Personal, die Untersucher und der Sponsor waren bei der Zuteilung der Behandlungen verblindet. Primärer Endpunkt war das erste Auftreten eines Schlaganfalls (ischämischer Schlaganfall, intrazerebrale Blutung oder Subarachnoidalblutung). Die vorab festgesetzte Nichtunterlegenheitsgrenze war eine obere Limite des 95%igen Konfidenzintervalls der Hazard Ratio von 1,33. Die Auswertungen erfolgten auf Basis aller Patienten. Die Studie wurde auf ClinicalTrials.gov mit der Nummer NCT00234065 registriert.

Ergebnisse: Zwischen Dezember 2003 und Oktober 2006 nahmen 2757 Patienten an der Studie teil und erhielten im Zufallsverfahren jeweils Cilostazol (1379 Patienten) oder Aspirin (1378). In die Analyse eingeflossen sind bei Cilostazol letztlich 1337 und bei Aspirin 1335 Patienten. Die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug 29 Monate (Standardabweichung 16). Der primäre Endpunkt trat unter Cilostazol jährlich bei 2,76% (82 Patienten) und unter Aspirin bei 3,71% (119 Patienten) auf (Hazard Ratio 0,743; 95% KI 0,564-0,981; p=0,0357). Blutungsereignisse (intrazerebrale Blutung, Subarachnoidalblutung oder eine Blutung, die eine Krankenhausaufnahme erforderlich machte) kamen unter Einnahme von Cilostazol seltener vor [0,77% (23 Patienten)] als unter Aspirineinnahme (1,78% (57 Patienten); 0,458; 0,296-0,711; p=0,0004), jedoch kamen Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen, Schwindel und Herzrasen in der Cilostazolgruppe häufiger vor als in der Aspiringruppe.

Fazit: Cilostazol scheint dem Aspirin bei der Schlaganfallprophylaxe nach einem ischämischen Hirninfarkt nicht unterlegen und eventuell sogar überlegen zu sein und führte seltener zum Auftreten von Blutungen. Folglich kann Cilostazol zur Vorbeugung eines Schlaganfalls bei Patienten mit nicht-kardioembolischem Hirninfarkt eingesetzt werden.

  1. Shinohara Y et al. Cilostazol for prevention of secondary stroke (CSPS 2): An aspirin-controlled, double-blind, randomised non-inferiority trial. Lancet Neurol 2010 Oct; 9:959
Schlüsselwörter: Cilostazol, Gehen, Pletal, periphere arterielle Verschlusskrankheit, vorsorge, primärprophylaxe, pAVK, Medikament, Arzneimittel, Prophylaxe, sekundärer Schlaganfall, ass, aspirin, clopidogrel, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013