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Dickdarmkrebs: Große serratierte (gezackte) Polypen und kolorektale Neoplasien, 2011

Zwei weitere Studien (1,2) haben die Assoziation zwischen großen serratierten (gezackt, gezahnt) Dickdarm-Polypen (>1cm) und dem Risiko für Dickdarmkrebs gezeigt.

Möglicherweise müssten die Patienten mit großen serratierten Polypen nach der Polypektomie engmaschiger beobachtet werden, sprich kürzere Kontroll-Koloskopie-Intervalle. Hierzu fehlen jedoch noch konkrete Leitlinien-Empfehlungen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Gezahnte* hyperplastische Polypen des Colons: Auch die nichtdysplastischen sind mit Neoplasien assoziiert

( *auch serratiert (engl.: serrated) oder gezackt)

Die Familie der gezahnten (serratierten) Läsionen des Colons beinhaltet sowohl hyperplastische Polypen als auch sessile gezahnte Adenome ohne Dysplasie und traditionelle gezahnte Adenome mit Dysplasie. In einer Studie, die in „Gastroenterology“ erschien wurde untersucht, ob die Entdeckung proximaler gezahnter nichtdysplastischer Polypen bei Screening- und Überwachungskoloskopien mit dem Auftreten fortgeschrittener Neoplasien assoziiert ist. Die Studie schloss 3121 asymptomatische Patienten im Alter von 50 bis 75 Jahren ein, bei denen Screening-Koloskopien durchgeführt wurden. Bei 1371 Patienten erfolgte eine anschließende Überwachung. Das proximale Colon war definiert als die Segmente proximal des Colon descendens. Als große gezahnte nichtdysplastische Polypen wurden Polypen ab einer Größe von 10 mm bezeichnet. Bei Patienten mit und ohne proximale oder große gezahnte nichtdysplastische Polypen wurden die Entdeckungsraten für alle Neoplasien und für fortgeschrittene Neoplasien bei Screening- und Überwachungskoloskopien in einem Zeitraum von 5,5 Jahren verglichen.  

Ergebnisse:

Bei einem Screening zu Studienbeginn fand sich bei 248 Patienten (7,9%) mindestens ein proximaler gezahnter nichtdysplastischer Polyp. Bei ihnen war die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer fortgeschrittenen Neoplasie größer als bei Patienten ohne proximalen gezahnten nichtdysplastischen Polypen (17,3% vs. 10,0%). Bei Patienten mit großem gezahnten nichtdysplastischen Polypen (n=44) war die Wahrscheinlichkeit einer gleichzeitig bestehenden fortgeschrittenen Neoplasie ebenfalls größer. Bei den 39 Patienten, bei denen zu Studienbeginn ein proximaler gezahnter nichtdysplastischer Polyp, jedoch keine Neoplasie gefunden worden war, lag die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Neoplasie während des Überwachungszeitraums höher als bei den Patienten ohne Polypen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Neoplasie zu Studienbeginn hatten diejenigen mit einem proximalen gezahnten nichtdysplastischen Polypen (n=43) eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer fortgeschrittenen Neoplasie während des Überwachungszeitraums.    

Fazit:

Die Entdeckung sowohl eines proximalen als auch eines großen gezahnten nichtdysplastischen Polypen bei einer Screening-Koloskopie ist assoziiert mit einem erhöhten Risiko für das gleichzeitige Vorhandensein einer Neoplasie. Daneben ist die Entdeckung eines proximalen gezahnten nichtdysplastischen Polypen bei einer Koloskopie zu Beginn einer Untersuchung assoziiert mit einem höheren Risiko für ein Intervallkarzinoms während des Überwachungszeitraums.   

  1. Schreiner MA et al. Proximal and large hyperplastic and nondysplastic serrated polyps detected by colonoscopy are associated with neoplasia. Gastroenterology 2010 Nov; 139:1497.
  2. Hiraoka S et al. The presence of large serrated polyps increases risk for colorectal cancer. Gastroenterology 2010 Nov; 139:1503, 1510.
Schlüsselwörter: Gezahnte hyperplastische Polypen, gezackt, koloskopie, krebs, dickdarm, darm, dünndarm, endoskopische koloskopische polypabtragung mit Schlinge, video-koloskopie, thermo-koagulation, blutung, blutstillung, Colon, Darmpolypen, Prävention, Darmkrebs-früherkennung, screening,Sekundärprävention, Vorsorge, ASS, darmpolyp, Adenom und Dickdarm, polyp, abtragen, koloskopie, prophylaxe, dickdarmkrebs-screening, darmkrebsfrüherkennung, dysplasie, nichtdysplastisch, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013