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Faktor-Xa-Hemmer Apixaban im Vergleich mit Enoxaparin (Clexane®) zur Thromboembolie-Prophylaxe nach Hüft-TEP-Operation, 2011

Direkte Hemmer von Faktor-Xa können per os in fixen Dosen verabreicht werden, sie benötigen im Gegensatz zu Marcumar-Therapie keine Laborkontrollen der Gerinnungsparameter. Rivaroxaban (Xarelto®) ist so einer Faktor-Xa-Hemmer, und inzwischen in Deutschland als Thromboseprophylaxe nach elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen zugelassen. Rivaroxaban (Xarelto®) wird derzeit auch in weiteren Indikationsgebieten geprüft. (wie Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern).

Ein weiterer Faktor-Xa-Hemmer ist Apixaban. In einer aktuellen Studie (1) wurde Apixaban mit Enoxaparin zur Thromboseprophylaxe nach einer Hüftersatz-Operation verglichen.

Die Ergebnisse waren überraschend eindeutig für Apixaban. Der orale Faktor-Xa-Hemmer Apixaban war effektiver und genauso sicher wie das Standardtherapie mit Enoxaparin (Clexane) zur Thromboembolie-Prophylaxe nach einer Hüftgelenkersatz-Operation.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Apixaban im Vergleich mit Enoxaparin bei der Thromboseprophylaxe nach einer Hüftersatz-Operation

HINTERGRUND: Aktuell sind verschiedene Therapiestrategien für die Thromboseprophylaxe nach einer Hüftersatz-Operation verfügbar. Niedermolekulare Heparine wie Enoxaparin haben vor allem eine hemmende Wirkung auf Faktor Xa, inhibieren aber zu einem gewissen Grad auch Thrombin. Oral verfügbare, spezifische Inhibitoren des Faktors Xa wie beispielsweise Apixaban erlauben möglicherweise eine wirksame Thromboseprophylaxe mit einem niedrigeren Blutungsrisiko bei gleichzeitig einfacherer Handhabung.

METHODEN: In dieser doppelt verblindeten, doppelten Attrappenstudie wurden 5.407 Patienten, bei denen operativ ein vollständiger Hüftersatz vorgenommen wurde, randomisiert entweder einer Behandlung mit Apixaban (orale Gabe von 2,5 mg zweimal täglich) oder Enoxaparin (subkutane Gabe von 40 mg alle 24 Stunden) zugeteilt. Die erste Gabe von Apixaban erfolgte innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach Verschluss der Operationswunde, während die Enoxaparintherapie bereits 12 Stunden vor dem operativen Eingriff begonnen wurde. Die Prophylaxe wurde nach der Operation für 35 Tage fortgeführt, im Anschluss daran wurden beidseitige Venographien angefertigt. Der primäre Wirksamkeits-Endpunkt war zusammengesetzt aus asymptomatischen oder symptomatischen tiefen Venenthrombosen, nicht-tödlichen Lungenembolien, sowie Tod ungeachtet der Todesursache innerhalb des Behandlungszeitraums. Die Patienten wurden nach der letzten planmäßigen Gabe der Studienmedikation für weitere 60 Tage nachbeobachtet.

ERGEBNISSE: Insgesamt konnten in der Apixabangruppe 1.949 Patienten (72,0%) und in der Enoxaparingruppe 1.917 Patienten (71,0%) auf den primären Wirksamkeits-Endpunkt hin untersucht werden. Der primäre Wirksamkeits-Endpunkt trat bei 27 Patienten in der Apixabangruppe (1,4%) sowie bei 74 Patienten in der Enoxaparingruppe (3,9%) ein (relatives Risiko bei Apixabantherapie: 0,36; 95% Konfidenz-Intervall [KI] von 0,22 bis 0,54; P<0,001 sowohl für Nichtunterlegenheit als auch für Überlegenheit; absolute Risikoreduktion um 2,5 Prozentpunkte; 95% KI von 1,5 bis 3,5). Der aus großen sowie klinisch relevanten kleineren Blutungen zusammengesetzte Endpunkt trat bei 129 von 2.673 Patienten in der Apixabangruppe (4,8%) und bei 134 von 2.659 Patienten in der Enoxaparingruppe (5,0%) ein (absoluter Risikounterschied: -0,2 Prozentpunkte; 95% KI von -1,4 bis 1,0).

SCHLUSSFOLGERUNGEN:Bei Patienten, die einer Hüftersatz-Operation unterzogen wurden, war eine Thromboseprophylaxe mit Apixaban im Vergleich zu Enoxaparin mit einer verringerten Häufigkeit von venösen Thromboembolien assoziiert, ohne dass gleichzeitig häufiger Blutungen auftraten. (Finanzierung durch Bristol-Myers Squibb und Pfizer).

  1. Lassen MR et al. Apixaban versus enoxaparin for thromboprophylaxis after hip replacement. N Engl J Med 2010 Dec 23; 363:2487.
Schlüsselwörter: Apixaban, , Rivaroxaban, Xarelto, oraler Faktor-Xa-Inhibitor, Op, Thrombose-Therapie, tiefe venenthrombose, Medikament, Arzneimittel, embolie, blutung, Therapie, Behandlung, BAY 59-7939, Faktor-Xa-Hemmer, Thrombose-Prophylaxe Prävention, Thrombininhibitor Ximelagatran, Knieersatz, Hüftgelenk, Operation, Embolien, Thrombosen, kniegelenkersatz, orthopädie, hüftgelenkersatz, kniestrump, kompressionstrumpf, Todesfall, Thromboseprophylaxe, Enoxaparin, Kniegelenksersatz-Operationen, Marcumar und Warfarin, blutungen, Thromboembolie-Prophylaxe, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013