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Glomeruläre Filtrationsrate, Proteinurie und Risiko für akutes Nierenversagen, 2011

Akutes Nierenschaden erhöht das Risiko für chronische Niereninsuffienz im Endstadium.  Akute Nierenschäden sind häufig  iatrogen bedingt (z.B. Medikamente, Kontrastmittel). Daher ist es besonders wichtig, Patienten mit Risikofaktoren für akute Nierenschäden bzw.  für akutes Nierenversagen zu eruieren.

Eine aktuelle Studie (1) zeigte, dass Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) und Proteinurie unabhängig voneinander mit einem Risiko für akutes Nierenversagen assoziiert sind, und sie könnten somit möglicherweise als Risiko-Indikatoren fungieren.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Glomeruläre Filtrationsrate, Proteinurie und die Inzidenz und Konsequenz eines akuten Nierenversagens: eine Kohortenstudie.

HINTERGRUND:

Niedrige Werte der abgeschätzten glomerulären Filtrationsrate (estimated glomerular filtration rate (eGFR)) sind prädisponierend für ein akutes Nierenversagen. Die Proteinurie ist ein Marker für Nierenerkrankungen. Das Ziel war es herauszufinden, wie eGFR und Proteinurie zusammen die Risiken eines akuten Nierenversagens verändern und damit folgend die negativen klinischen outcomes mitbestimmen.

 

METHODEN:

Es wurde eine Kohortenstudie mit 920 985 Erwachsenen mit Wohnsitz in Alberta, Kanada zwischen 2002 und 2007 durchgeführt. Es wurden Teilnehmer eingeschlossen, die am Ausgangspunkt keine chronische Dialyse brauchten und die mindestens eine ambulante Messung der Kreatininkonzentration im Serum und Proteinurie (Urinstix oder Albumin-Kreatinin-Quotient) aufwiesen. Es wurden Krankenhausaufnahmen wegen akuten Nierenversagens mit validierten administrativen Codes bemessen. Weitere Messgrößen waren die Gesamtmortalität und ein zusammengefasstes renales outcome einer renalen Erkrankung im Endstadium oder die Verdopplung der Serumkreatininkonzentrationen.

 

ERGEBNISSE:

Während des medianen follow-up über 35 Monate (Bereich 0 bis 59 Monate) wurden 6520 (0,7%) Teilnehmer mit akutem Nierenversagen ins Krankenhaus eingewiesen. In den Fällen, bei denen die eGFR 60 ml/min pro 1,73m2 oder größer war, war das angepasste Risiko für eine Einweisung mit dieser Störung ungefähr viermal so groß als bei den Fällen, die eine schwere Proteinurie aufwiesen. Die Proteinurie wurde anhand Urinstix gemessen (rate ratio 4,4 vs keine Proteinurie, 95% CI, 3,7-5,2). Die angepassten Einweisungsraten mit akutem Nierenversagen und dialyse-pflichtigen Nierenerkrankungen blieb bei allen Teilnehmern mit einer starken Proteinurie für alle Werte der eGFR hoch. Auch die angepassten Todesraten und das kombinierte renale outcome waren bei Teilnehmern hoch, die mit akutem Nierenversagen eingeliefert wurden, obwohl diese Erhöhung, die mit dieser Erkrankung assoziiert ist, durch niedrige eGFR baseline-Werte und starke Proteinurie abgeschwächt wurde.

 

INTERPRETATION:

Diese Ergebnisse suggerieren, dass die Informationen über die Proteinurie und die abgeschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) zusammen genutzt werden sollten, um das Risiko eines akuten Nierenversagens bei Patienten abzuschätzen. Eine Episode eines akuten Nierenversagens liefert langfristig prognostische Informationen zusätzlich zur abgeschätzten glomerulären Filtrationsrate und Proteinurie.

  1. James MT et al. Glomerular filtration rate, proteinuria, and the incidence and consequences of acute kidney injury: A cohort study. Lancet 2010 Dec 18; 376:2096.
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Stand: 25. Mai 2013