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Das Sexualleben älterer Männer, 2011

Sex wurde von ca. Hälfte der Männer als mindestens etwas einigermaßen Wichtiges angesehen

30,8 % hatten mindestens einen sexuellen Kontakt in den letzten 12 Monaten.

Sexuelle Aktivität nahm mit fortgeschrittenem Alter ab:  bei Männern im Alter zwischen 75-79 Jahre betrug die Aktivitätsrate um 40%, im Alter zwischen 90-95 Jahre um 11%.

Die wichtigsten Gründe für reduzierte sexuelle Aktivität waren: körperliche Limitationen (48%), Fehlende Interesse (41%) und Fehlen von Partnern (21%).

Höhere Testosteronspiegel waren mit einer höheren Rate an sexueller Aktivität assoziiert.

Eine Studie über das Sexualleben der älteren Frauen wäre auch von großer Interesse.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Das Sexualleben älterer Männer -Die Prävalenz der sexuellen Aktivität und assoziierte Faktoren bei 75 bis 95 jährigen Männern: Eine Kohortenstudie

HINTERGRUND:

Der Kenntnisstand über Sexualität bei älteren Personen ist eingeschränkt. Es fehlen normative Daten.

 

ZIEL:

Das Ziel der Studie war es, den Anteil an älteren Männern zu bestimmen, die sexuell aktiv sind. Weiterhin sollten Faktoren untersucht werden, die die sexuelle Aktivität voraussagen können.

 

DESIGN:

Populationsbasierte Kohortenstudie.

 

SETTING:

In Gemeinschaft lebende Männer aus Perth, Westaustralien, Australien

 

TEILNEHMER:

3274 Männer zwischen 75 und 95 Jahren

 

MESSUNGEN:

Fragebögen von 1996 bis 1999, von 2001 bis 2004 und von 2008 bis 2009 bestimmten soziale und medizinische Faktoren. Geschlechtshormone wurden von 2001 bis 2004 bestimmt. Die sexuelle Aktivität wurde mit Fragebögen von 2008 bis 2009 bemessen.

 

ERGEBNISSE:
Eine Gesamtanzahl von 2783 Männern (85,0%) lieferten Daten über ihre sexuelle Aktivität. Sex wurde von 48,8% (95% CI, 47,0% bis 50,6%) als mindestens etwas einigermaßen Wichtiges angesehen und 30,8 % (CI, 29,1% bis 32,5%) hatten mindestens einen sexuellen Kontakt in den letzten 12 Monaten. Von den letzteren waren 56,5% zufrieden über die Häufigkeit der Aktivität, wobei 43,0% weniger Sex hatten, als sie sich wünschen würden. In Querschnittanalysen waren das zunehmende Alter, des Partners Mangel an Interesse, die physischen Einschränkungen des Partners, Osteoporose, Prostatakrebs, Diabetes, der Gebrauch von Antidepressiva und von Betablockern unabhängig assoziiert mit einer reduzierten Rate an sexueller Aktivität. Mit einem Partner zusammen zu leben und einen nicht-Englisch-sprachigen Hintergrund zu haben war mit einer höheren Rate an sexueller Aktivität assoziiert. In Longitudinalanalysen waren höhere Testosteronspiegel mit einer höheren Rate an sexueller Aktivität assoziiert. Andere Faktoren verhielte sich ähnlich wie bei dem Querschnittsmodel.

 

EINSCHRÄNKUNGEN:

Eine Verzerrung der Antworten könnte die Ergebnisse beeinflusst haben, weil Sexualität ein sensibles Thema ist. Attrition könnte in einer Probe von älteren Männern, die gesünder als der Durchschnitt sind, resultiert haben.

 

FAZIT:

Die Hälfte älterer Männer empfindet Sex als wichtig, ein Drittel berichten, dass sie sexuell aktiv seien. Männliche Gesundheitsprobleme waren mit einem Mangel an sexueller Aktivität assoziiert. Veränderbare Schlüsselrisikofaktoren schließen Diabetes, Depression und Medikamenteneinnahmen ein. Endogene Testosteronlevel beeinflussen die sexuelle Aktivität, dennoch bleibt die Rolle der Testosterontherapie ungewiss.

  1. Hyde Z et al. Prevalence of sexual activity and associated factors in men aged 75 to 95 years: A cohort study. Ann Intern Med 2010 Dec 7; 153:693
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Stand: 25. Mai 2013