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Latente Schilddrüsendysfunktion und Fraktur-Risiko, 2011

Bekanntlich bildet schwere Hyperthyreose ein Risikofaktor für Osteoporose und Knochen-Frakturen.  Ob das auch für subklinische Schilddrüsendysfunktion gilt, ist noch unklar.

Eine latente Schilddrüsendysfunktion kann eine Hyperthyreose aber auch Hypothyreose sein. In beiden Fällen ist der Thyroxin (T4)-Serumspiegel in Normbereich, und TSH ist bei latenter Hypothyreose erhöht  (4.5 and 20.0 mIU/L)  und bei latenter Hyperthyreose erniedrigt (<0.45 mIU/L). Latente Hypothyreose kommt in der klinischen Praxis dreimal häufiger vor.

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Assoziation zwischen latenter Schilddrüsendysfunktion und Osteoporose-Risiko. Die Ergebnisse zeigten, dass das Osteoporose- und Hüftfraktur-Risiko sowohl bei latenter Hyperthyreose als auch bei latenter Hypothyreose erhöht ist.

Ob therapeutische Interventionen bei latenter Schilddrüsendysfunktion das Fraktur-Risiko verringern würden, ist noch unklar. Jedenfalls hatte die US-Gesundheitsbehörde USPSTF in ihrer Leitlinie 2004 (2) gegen ein Routine-Screening der Erwachsenen für Schilddrüsendysfunktion ausgesprochen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einfluss der latenten Schilddrüsendysfunktion auf die Inzidenz von Hüftfrakturen bei älteren Menschen

HINTERGRUND: Eine latente Schilddrüsenfunktion ist bei älteren Menschen häufig und verändert den Knochenmetabolismus. Über den Einfluss auf das Frakturrisiko wurde  bislang jedoch nicht berichtet. Prospektiv untersuchten wir nun, ob ältere Männer und ältere Frauen, die an latenter Hyper- oder Hypothyreose leiden, ein erhöhtes Risiko für Hüftfrakturen aufweisen.

METHODS: Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie mit 3567 selbstständig lebenden Senioren im Alter von ≥ 65 Jahre mit latenter Schilddrüsendysfunktion oder Euthyreose (gemäß laborchemischer Definition) in den USA am 10. Juni 1989 sowie 30. May 1990 mit einem Follow-up im Jahre 2004. Primäre Endpunkte waren die Inzidenz erwiesener Hüftfrakturen und die Hazard Ratios (HRs) mit einem 95%-Konfidenzintervall (KI), die bei den Teilnehmergruppen mit latenter Hypothyreose, latenter Hyperthyreose und Euthyreose (per definitionem) vorkamen.

RESULTS: Von 39'952 Personenjahren (PJ) (im Mittel mit einem Follow-up nach 13 Jahren), wurde bei Männern mit latenter Hyperthyreose (n=29) eine Inzidenz der Hüftfrakturen von 13,65 (pro 1000 Männerjahre) beobachtet und bei denen mit latenter Hypothyreose (N=184) eine von 10,27. Somit war die Inzidenz beider Gruppen höher als bei den Teilnehmern mit euthyreoter Stoffwechsellage (n=1159) ( Inzidenz 5,0). Männer mit latenter Hypothyreose hatten eine multivariabel adjustierte HR von 2,31 (95% KI; 1,25-4,27), solche mit latenter Hyperthyreose eine von 3,27 (0,99-11,30). Nach Abzug derer, die schilddrüsenregulierende Medikamente als Basistherapie einnahmen, hatten Männer mit endogener latenter Hyperthyreose eine höhere HR (4,91; 95%-KI 1,13-21,27), als solche mit endogener latenter Hypothyreose (2,45; 1,27-4,73). Die Inzidenz der Hüftfrakturen bei Frauen (pro 1000 Frauenjahre) war 8,93 bei latenter Hypothyreose (n = 359) und 10,90 bei latenter Hyperthyreose (n = 142) verglichen mit einer Inzidenz von 10,18 bei euthyreotischen Frauen (n = 1694). Bei Frauen war der Zusammenhang von latenter Schilddrüsenfunktion und Frakturrisiko nicht eindeutig.

FAZIT: Ältere Männer mit latenter Hyper- oder Hypothyreose haben ein höheres Risiko für Hüftfrakturen. Ob dieses Risiko durch Therapie der latenten Schilddrüsendysfunktion reduziert werden kann, ist nicht bekannt.

  1. Lee JS et al. Subclinical thyroid dysfunction and incident hip fracture in older adults. Arch Intern Med 2010 Nov 22; 170:1876.

  2. Screening for Thyroid Disease, USPSTF / Ann Intern Med 2004;140(2):125-7.

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Stand: 25. Mai 2013