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Risikoindex zur Vorhersage von postoperativen pulmonalen Komplikationen, 2011

Aktuelle Studie (1): Insgesamt 7 Prädiktoren waren bei der Vorhersage von postoperativen Komplikationen effektiv.

Postoperative pulmonale Komplikationen -wie Atemwegsinfektionen, Pneumonitis, respiratorische Insuffienz, Bronchopasmus, Pneumothorax, Atelektasen, Pleuraerguss oder Aspirationspneumonie- können die Krankenhausverweildauer verlängern und perioperative Sterblichkeit erhöhen.

Eine aktuelle prospektive Studie (1) aus Spanien hat bei 2464 Patienten nach Faktoren gesucht, die möglicherweise als Prädiktoren zur Vorhersage von postoperativen pulmonalen Komplikationen (PPCs: postoperative pulmonary complications) verwendet werden könnten.  Folgende Faktoren waren signifikant mit PPCs assoziiert:

  1. Niedrige präoperative arterielle Sauerstoffsättigung (Medknowledg-Anmerkung:  <90%?),

  2. akute respiratorische Infektion in den letzten 30 Tagen,

  3. ältere Patienten (Medknowledg-Anmerkung:  >75J)

  4. präoperative Anämie (<10 g/dL)

  5. obere abdominelle oder intrathorakale Operation,

  6. Operationsdauer von mindestens 2 Stunden,

  7. Notfall-Operation (also kein geplanter elektiver Eingriff)

30-Tagesmortalität bei Patienten mit 0,1, und 2 pulmonalen Komplikationen betrug respektive 5%, 9%, und 32%.

Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass das Risikoindex auf der Grundlage dieser 7 objektiven Prädiktoren ein hervorragendes Instrument zur Vorhersage der pulmonalen postoperativen Komplikationen (PPCs) ist. Mit Hilfe dieses Indexes könnten die Ärzte das individuelle PPC-Risiko der Patienten ermitteln.

Fazit: Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass das Risikoindex auf der Grundlage dieser 7 objektiven Prädiktoren ein hervorragendes Instrument zur Vorhersage der pulmonalen postoperativen Komplikationen (PPCs) ist. Mit Hilfe dieses Indexes könnten die Ärzte das individuelle PPC-Risiko der Patienten ermitteln.

Medknowledge-Anmerkung: Der nächste logische Schritt wäre, diesen Risikoindex in der Praxis anzuwenden, und zu  überprüfen, ob dessen Einsatz tatsächlich zur Senkung der PPCs beiträgt, und vor allem welche Interventionen bei welchen Risikofaktoren wirklich sinnvoll sein können.  

Diese Fragen sind nämlich nicht ganz unerheblich. Bekanntlich wurde bis vor kurzem fast bei allen älteren Hochrisikopatienten mit bevorstehendem chirurgischem Eingriff die Anwendung von Pulmonaliskathetern (Swan-Ganz-Katheter) zur besseren Überwachung in Erwägung gezogen, bis einige Studien (2)gezeigt haben, dass der Einsatz von Pulmonaliskathetern ohne Nutzen sei, sogar unter Umständen das Mortalität erhöhen können.

  1. Canet J et al. Prediction of postoperative pulmonary complications in a population-based surgical cohort. Anesthesiology 2010 Dec; 113:1338
  2. Pulmonaliskatheter hat noch einen Dämpfer erhalten
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Stand: 25. Mai 2013