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Thrombose und Lungenembolie nach ambulanter Knie-Arthroskopie - Prophylaxe-Notwendigkeit, 2011-2012

Neue Studie 2012: Thromboembolie-Risiko nach Kniearthroskopie-Eingriff

Wir hatten 2011 eine Studie vorgestellt, die gezeigt hatte, dass eine Lungenembolie nach Knie-Arthroskopie zwar selten ist, bei Risiko-Patienten jedoch durchaus eine Thromboembolie-Prophylaxe in Erwägung gezogen werden sollte. Inzwischen ist eine aktuelle große US-Studie (1,2) zum Thema erschienen, die die venöse Thromboembolie-Risiko bei 21.000 Patienten mit elektiven Kniearthroskopien untersuchte.

Ergebnisse:  Die Resultate zeigten, dass das Thromboembolie-Inzidenz ca. 0,40% nach 90 Tagen betrug. Dabei war Thrombose-Inzidenz 0,25% und Lungenembolie-Inzidenz 0,17%. Die 90-Tages-Mortalität nach arthroskopischen Knie-Eingriffen lag bei 0,04%.

Fazit: Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass das Thromboembolie-Risiko nach elektiven arthroskopischen Knie-Eingriffen insgesamt niedrig ist. Somit schließen sie sich der Leitlinie der American College of Chest Physicians von 2102 an: Keine Empfehlung für Thrombose-Prophylaxe für Patienten ohne venöse Thromboembolie-Anamnese, die sich einer Kniearthroskopie unterziehen. Patienten mit früheren Thromboembolien (VTE) oder mit anderen Risikofaktoren (wie Alter > 50 J, Frauen mit neu begonnener Kontrazeptiva-Einnahme, Eingriffsart) hingegen sollten eine  Thrombose-Prophylaxe erhalten. (Medknowledge-Anmerkung: In der Regel werden Heparine subkutan in prophylaktischen Dosen verabreicht, z.B. Clexane 0,2 ml s.c. täglich).

  1. Maletis GB et al. Incidence of symptomatic venous thromboembolism after elective knee arthroscopy. J Bone Joint Surg Am 2012 Apr 18; 94:714.
  2. Gordon H. Guyatt et al: Executive Summary
    Antithrombotic Therapy and Prevention of Thrombosis, 9th ed: American College of Chest Physicians Evidence-Based Clinical Practice Guidelines. Doi 10.1378/chest.1412S3 CHEST February 2012 vol. 141 no. 2 suppl 7S-47S
Studie in 2011: Lungenembolie nach ambulanter Knie-Arthroskopie

Studie (1): Die Komplikation Lungenembolie nach Knie-Arthroskopie ist zwar selten, desto trotz sollte bei Risiko-Patienten eine Thromboembolie-Prophylaxe in Erwägung gezogen werden.

Signifikante Risikofaktoren waren:  Alter, weibliches Geschlecht, Dauer des Eingriffs (Odds Ratio 3.0 für eine Operationszeit von 90 min, verglichen mit einer OP-Zeit <30 Minuten), die Eingriffsart [ob Meniskektomie (Meniskusresektion) oder Band-Rekonstruktion] war nicht mit einer höheren Lungenembolie-Inzidenz assoziiert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Symptomatische Lungenembolie nach ambulanter Knie-Arthroskopie: Inzidenz und Risikofaktoren

Die Lungenembolie ist eine ernsthafte Komplikation nach arthroskopischen Eingriffen am Knie, doch gibt es hierzu nur wenig Information. Es wurden im Rahmen dieser Studie die Inzidenz und besondere Risikofaktoren für eine Lungenembolie bei ambulant behandelten Patienten nach einer Kniegelenksspiegelung ermittelt. Hierbei wurde die New York State Department of Health Statewide Planning and Research Cooperative System Datenbank verwendet, um aus ambulant durchgeführten Kniearthroskopien zwischen 1997 und 2006 diejenigen Patienten herauszufiltern, welche innerhalb von 90 Tagen nach dem Eingriff mit einer Lungenembolie aufgenommen wurden, welche im Zusammenhang mit der OP stand. Mögliche Risikofaktoren waren Alter, Geschlecht, Komplexität des Eingriffs, Dauer des Eingriffs (Zeit, die im OP-Saal verbracht wurde), Krebserkrankungen in der Vorgeschichte, andere Vorerkrankungen sowie die Art der Anästhesie.

Ergebnisse: Es konnten 371.033 Patienten identifiziert werden, welche zusammen 418.323 ambulanten Kniearthroskopien unterzogen wurden. Es gab 117 Fälle von Lungenembolien (2 Fälle pro 10.000 Arthroskopien). Logistische Regressionsanalyse konnte zeigen, dass Alter und Dauer der OP eine signifikante Dosis-Wirkungs-Verstärkung für das Risiko einer späteren Aufnahme wegen Lungenembolie aufwiesen (p < 0,001). Für Frauen zeigte sich ein 1,5faches Risiko (p = 0,03) und für vorausgegangene Krebserkrankung ein 3faches Risiko (p = 0,05).

Fazit: Diese Risikofaktoren (höheres Alter, weibliches Geschlecht, Dauer der OP, Krebserkrankung in der Krankengeschichte) sollten in die präoperative Aufklärung zu arthroskopischen Eingriffen am Kniegelenk einfließen, es sollte die Wachsamkeit in Bezug auf Lungenembolien bei Risikofaktoren verstärkt werden, und diese Erkenntnisse können in zukünftigen prospektiven Studiendesigns zur Prüfung einer Thromboseprophylaxe bei Hochrisikopatienten angewendet werden.

  1. Hetsroni I et al. Symptomatic pulmonary embolism after outpatient arthroscopic procedures of the knee: The incidence and risk factors in 418,323 arthroscopies. J Bone Joint Surg Br 2011 Jan; 93-B:47
Schlüsselwörter: Knie-Arthroskopie, Diagnostik, Embolie, D-Dimer-Test, praxis, ambulante kniegelenkarthroskopie, Thrombose, Lungenembolie, Beinvenenthrombose, Kniearthroskopie, thromboembolie, tiefe venenthrombose, beinvenenthrombose, doppler, thrombose, Ultraschalluntersuchung, kniegelenkersatz, TEP, meniskus-abtragung, operation, op, kreuzbandriss, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten,  pulmonale embolie, heparine, operation.

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Stand: 25. Mai 2013