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Medikamenten-induziertes akutes Leberversagen, 2011

US-Multicenterstudie (1): Die meist involvierten Medikamente waren: Isoniazid als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Anti-Tuberkulostatika, Sulfa-Antibiotika (wie Sulfonamid), Nitrofurantoin, Phenytoin, nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID, darunter fallen u.a. ASS, Ibuprofen, Diclofenac...), Statine (Cholesterinsenker), Propylthiouracil, alternativ-medizinische Substanzen. 

Spontane Heilung war nicht häufig: Etwa 27% der Patienten erholten sich vom Leberversagen spontan, 42% wurden einer Leber-Transplantation (Leber-TPX) unterzogen,  13% verstorben in der Lebertransplantation-Wartezeit, 18% waren aufgrund von Komplikationen keine Leber-TPX-Kandidaten und starben in der Folgezeit.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Medikamenten-induziertes akutes Leberversagen: Ergebnisse einer prospektiven Multicenterstudie in USA

Ein akutes Leberversagen (ALV) aufgrund medikamenten-induzierter Leberschädigung (drug-induced liver injury, DILI) tritt zwar selten auf, ist aber besorgniserregend für Arzt und Patient. Die Studiengruppe Akutes Leberversagen (Acute Liver Failure Study Group) hat seit 1998 prospektiv alle Formen von akutem Leberversagen dokumentiert. In der vorliegenden Arbeit werden Patienten mit ALV aufgrund von idiosynkratischem DILI aus einem Zeitraum von über 10,5 Jahren beschrieben. Von 1198 Transplantationspatienten an 23 Orten der USA wurden prospektiv Daten mithilfe ausführlicher Studienblätter gesammelt. Insgesamt wurde bei 133 (11,1 %) ALV-Patienten eine DILI angenommen. Davon wurden 81,1% als sehr wahrscheinlich, 15,0% als wahrscheinlich und 3,8% als möglich klassifiziert. Die Mehrzahl der  Patienten war weiblich (70,7%), wobei Minderheiten mit unklarer Ursache überrepräsentiert waren. Mehr als 60 auslösende Substanzen wurden in Betracht gezogen, von denen Antibiotika überwogen (46%). Das transplantationsfreie Überleben (3 Wochen) war gering (27,1%); aufgrund sehr erfolgreicher Transplantationen (42,1%) betrug das Gesamtüberleben allerdings 66,2%. Das transplantationsfreie Überleben bei ALV aufgrund DILI wird vom Grad der Leberfunktionsstörung bestimmt, insbesondere vom Bilirubin-Basislevel, der Prothrombinzeit/ INR-Wert (International Normalized Ratio) sowie dem MELD-Score (Model of End Stage Liver Disease).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die medikamenten-induzierte Leberschädigung (DILI) ist eine ungewöhnliche Ursache eines akuten Leberversagens (ALV). Die Entwicklung ist langsam und betrifft überproportional viele Frauen und Minderheiten. Eine Spontanerholung tritt nur selten auf, allerdings bietet die Transplantation ausgezeichnete Überlebenschancen.

  1. Reuben A et al. Drug-induced acute liver failure: Results of a U.S. multicenter, prospective study. Hepatology 2010 Dec; 52:2065.
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Stand: 25. Mai 2013