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Große Überraschung:  Automatisierte externe Defibrillatoren verbessern nicht das Überleben nach einem Herzstillstand in der Klinik, 2011

Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) leiten grob gesagt die Helfer während einer Reanimation dahingehend, ob und wann die Schocks dem Patienten gegeben werden sollen, sie sind insbesondere für Laienhelfer geeignet.  Die AEDs verbessern das Überleben bei einem Herzstillstand außerhalb der Klinik (sie sind oft auf z.b. auf Flughäfen installiert). Daten über ihre Effektivität bei hospitalisierten Patienten sind jedoch nur begrenzt vorhanden. Auch in Deutschland werden sie jedoch in den Kliniken auf peripheren Stationen (also auf nicht-intensiv-Stationen) im großen Stil installiert. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) jedoch unterstützt nicht die großflächige Bereitstellung von automatisierten externen Defibrillatoren in Krankenhäusern.

Medknowledge-Anmerkung: In dieser Studie ging es nicht um die normalen sozusagen die „klassischen“ Defibrillatoren; Mit denen kann man in der Regel viel schneller reagieren, aber ihre Bedienung erfordert Fachkenntnis.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einsatz von automatisierten externen Defibrillatoren und Überleben nach  einem Herzstillstand in der Klinik

Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) verbessern das Überleben bei einem Herzstillstand außerhalb der Klinik. Daten über ihre Effektivität bei hospitalisierten Patienten sind jedoch nur begrenzt vorhanden. Das Ziel einer amerikanischen Studie, die im „Journal of the American Medical Association“ erschien, war, den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von automatisierten externen Defibrillatoren und der Überlebensrate bei einem Herzstillstand in der Klinik zu untersuchen. Die Kohortenstudie untersuchte 11 695 Klinikpatienten, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 26. August 2008 in 204 US-Kliniken nach der Einführung von automatisierten externen Defibrillatoren für allgemeine Krankenhausstationen einen Herzstillstand erlitten hatten. Der Hauptzielparameter war das Überleben bis zur Entlassung nach dem Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators, wobei multivariable hierarchische Regressionsanalysen zur Anpassung der Patientenfaktoren und der Klinikorte benutzt wurden.

 

Ergebnisse:

Von 11 695 Patienten zeigten 9616 (82,2%) einen „non-shockable rhythm“ (Asysolie und Pulslosigkeit) und 2079 (17,8%)  einen „shockable rhythm“ (Kammerflimmern und pulslose ventrikuläre Tachykardie). Automatisierte externe Defibrillatoren wurden bei 4515 (38,6%) der Patienten eingesetzt. Insgesamt 2117 Patienten (18,1%) überlebten bis zur Klinikentlassung. Innerhalb der Gesamtstudienpopulation war der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators mit einer niedrigeren Überlebensrate nach einem Herzstillstand in der Klinik assoziiert im Vergleich zum Nichteinsatz eines AEDs (16,3% vs. 19,3%). Bei einem Herstillstand mit „non-shockable rhythm“ war der Einsatz eines AEDs mit einer niedrigerer Überlebensrate assoziiert (10,4% vs. 15,4%). Dagegen war einem Herzstillstand mit „shockable rhythm“ der Einsatz eines AEDs nicht mit der Überlebensrate assoziiert (38,4% vs. 39,8%). Nach Zuordnung der Patienten zu den individuellen Stationen  jeder Klinik, in denen der Herzstillstand stattfand und einer Propensity-Score-Analyse konnten diese Muster durchgängig sowohl in überwachten als auch in nicht überwachten Stationen, in denen AEDs eingesetzt wurden beobachtet werden.

 

Fazit:

Bei Klinikpatienten mit Herzstillstand war der Einsatz von automatisierten externen Defibrillatoren nicht mit einem verbesserten Überleben assoziiert.     

  1. Chan PS et al. Automated external defibrillators and survival after in-hospital cardiac arrest. JAMA 2010 Nov 17; 304:2129
Schlüsselwörter: automatisierter externer Defibrillator, AED, Kardioverter-Defibrillator, ICD, früh, Herzinfarkt, primärprophlaxe, sekundärprophylaxe, frühzeitig, Defibrillator-Implantation, Herzrythmusstörungen, Ventrikuläre Tachykardie, Prophylaxe, Myokardinfarkt, mortalität, Herzinsuffienz und Ejektionsfraktion, sterblichkeit, Defibrillatorimplantation, plötzlicher Herztod, Herzstillstand, kammerflimmern, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Herzstillstand in Klinik, vorhoffflattern, überleben, installation, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013