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Notfallkoloskopie vs. elektive Koloskopie bei Klinikpatienten mit unterer gastrointestinaler Blutung, 2011

Studie (1): Durchführung einer Notfall-Koloskopie innerhalb von 12 Stunden zeigte bei Klinikpatienten mit unterer gastrointestinaler Blutung keine Vorteile.

Die häufigsten Quellen für untere gastrointestinale Blutung waren: Divertikel (25%), interne Hämorrhoiden (20%). Bei 28% der Patienten konnte keine Ursache gefunden werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Notfallkoloskopie versus elektive Koloskopie bei Klinikpatienten mit unterer gastrointestinaler Blutung

Eine amerikanische Studie, die im „American Journal of Gastroenterology“ erschien, bestimmte bei Patienten mit schwerer Hämatochezie den Anteil, bei dem sich eine obere Blutungsquelle fand, ferner ob bei denjenigen ohne obere Blutungsquelle eine Notfallkoloskopie die Ergebnisse im Vergleich zur elektiven Koloskopie verbessern kann.

Patienten mit einer Hämatochezie wurden ausgewählt, wenn sie eine Herzfrequenz >100, einen systolischen Blutdruckwert <100, eine orthostatische Veränderung des Blutdrucks oder der Herzfrequenz >20, einen Hämoglobinabfall > oder = 1,5g/dl oder eine Bluttransfusion hatten. Die Patienten erhielten innerhalb von 6 Stunden eine obere Endoskopie. Diejenigen, bei denen sich keine obere Blutungsquelle fand, wurden entweder zu einer Notfallkoloskopie (innerhalb von 12 Stunden) oder zu einer elektiven Koloskopie (36-60 Stunden) randomisiert. Der primäre Endpunkt war weitere Blutungen. Die Patienten wurden während des Krankenhausaufenthalts nachbeobachtet.

 

Ergebnisse:

85 ausgewählte Patienten erhielten eine obere Notfallendoskopie; bei 13 (15%) fand sich eine obere Blutungsquelle. Die verbleibenden 72 wurden zu einer Notfallkoloskopie (n=35) oder zu einer elektiven (n=36) Koloskopie randomisiert. Weitere Blutungen traten bei 8 (22%) vs. 5 (14%) bei der Notfallgruppe versus der elektiven Gruppe auf. In der Notfallgruppe vs. elektive Gruppe waren auch Bluttransfusionen (1,5 vs. 0,7), Kliniktage (5,2 vs. 4,8), nachfolgende diagnostische oder therapeutische Interventionen wegen Blutungen (36% vs. 32%) und Klinikkosten (27 590 US-Dollars vs. 26 633 US-Dollars) nicht niedriger. Eine Hauptlimitation war die Beendigung der Studie vor Erreichen der vorgegebenen Stichprobengröße.    

 

Fazit:

Patienten mit einer schweren klinischen Hämatochezie sollten initial eine obere Endoskopie erhalten um eine obere Blutungsquelle auszuschliessen. Der Einsatz einer Notfallkoloskopie zeigte im Vergleich zur routinemäßigen elektiven Koloskopie bei einer mit schwerer untere Gastrointestinalblutung hospitalisierten Population weder eine Verbesserung der klinischen Ergebnisse noch konnten die Kosten gesenkt werden.

  1. Laine L and Shah A. Randomized trial of urgent vs. elective colonoscopy in patients hospitalized with lower GI bleeding. Am J Gastroenterol 2010 Dec; 105:2636.
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Stand: 25. Mai 2013