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Frakturrisiko-Ermittlung beeinflusst Osteoporosetherapie, 2011

Studie (1): Vor der Anwendung eines Risikobewertungssystems über das absolute Zehnjahresrisiko für eine osteoporotische Fraktur erhielten mehr Frauen Osteoporose-Medikation. Die Verordnung von Osteoporosetherapeutika war unter dem Informationssystem leitliniengesteuert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einführung eines Informationssystems über das absolute Zehnjahresrisiko für eine osteoporotische Fraktur: Wie wird die Osteoporosetherapie davon beeinflusst?

Als Osteoporose gilt eine Abnahme der Knochenmineraldichte um mehr als 2,5 Standardabweichungen unter die Spitzenknochenmasse (T-Wert < -2,5). Ca. 50% aller Frakturen treten jedoch bei Personen mit einem T-Wert über -2,5 auf, was zeigt, dass das Frakturrisiko nicht nur von der Knochendichte abhängt. Um das Risiko für eine osteoporotische Fraktur besser einschätzen zu können, wurden neben dem T-Score-Konzept andere Modelle zur Ermittlung des Zehnjahresrisikos entwickelt. Sie ersetzen die Knochendichtemessung mit der Dualröntgenabsorptiometrie (DXA) nicht, das individuelle Frakturrisiko kann jedoch besser eingeschätzt werden, da weitere Faktoren in die Berechnung mit eingehen.     

 

Die Bewertung des Frakturrisiko und die Einleitung einer Osteoporosetherapie sollte laut Empfehlungen mehrerer nationaler Organisationen besser auf dem geschätzten absoluten Zehnjahresrisiko für eine osteoporotische Fraktur als auf der alleinigen Knochendichtemessung beruhen. Das Ziel einer kanadischen Studie, die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien, war es, die Veränderungen des ärztlichen Verordnungsverhalten nach Einführung eines Informationssystems über das absolute Zehnjahresrisiko für eine osteoporotische Fraktur zu bewerten. Es wurde eine Vorher-Nachher-Studie mit Frauen ab 50 Jahren, die noch keine Osteoporosetherapie erhielten durchgeführt (2042 vor und 3889 nach der Intervention). Die Intervention war die Einführung eines Informationssystems über das absolute Zehnjahresrisiko für eine osteoporotische Fraktur zusammen mit den Befunden der Dual-Röntgen-Absorptiometrie-Untersuchung (DXA). Gemessen wurde der Anteil unbehandelter Frauen, der im Jahr nach der Knochendichtemessung zu Beginn der Studie Osteoporosetherapeutika verschrieben bekam.

 

Ergebnisse:

Durch das Informationssystem über das absolute Frakturrisiko wurden mehr Frauen zu Kategorien mit niedrigem Risiko neu zugeordnet (32,7%) als zu Kategorien mit höherem Risiko (10%). Der Effekt war bei Frauen unter 65 Jahren ausgeprägter. Nach der Einführung des Informationssystems über das absolute Frakturrisiko erhielten weniger Frauen pro Arzt Osteoporosetherapeutika. Das Informationssystem über das absolute Risiko für eine osteoporotische Fraktur war assoziiert mit einer Gesamtreduktion der abgegebenen Osteoporosetherapeutika (adjustierte absolute Reduktion 9,0 Prozentpunkte, relative Reduktion 21,3%). Die Reduktion war durch eine verringerte Abgabe von Medikamenten an Frauen mit einem niedrigen bzw. moderaten Frakturrisiko bedingt. Bei den Frakturraten wurden keine Unterschiede beobachtet.

Limitation: Es handelt sich um eine nichtrandomisierte Studie. Das Risikobewertungssystem unterscheidet sich geringfügig von anderen Zehnjahres-Frakturrisiko-Bewertungsmodellen.

 

Fazit:

Der Wechsel von einem T-Score-basierten-Risikobewertungssystem zu einem System, das auf dem absoluten Zehnjahres-Frakturrisiko beruht war assoziiert mit entsprechenden Leitliniengesteuerten Veränderungen bei der Verordnung von Osteoporosetherapeutika.     

  1. Leslie WD et al. A before-and-after study of fracture risk reporting and osteoporosis treatment initiation. Ann Intern Med 2010 Nov 2; 153:580
Schlüsselwörter: Frakturrisiko-Ermittlung, risiko-system, konservative Behandlung, akuter Kompressions-Fraktur, score, leitlinie, Wirbelsäulenchirurgie, Frakturrisiko, Wirbelfrakturen, hip-score, vertebral-score, hüft-knochen-score, Sicherheit, Vertebroplastie, Wirbelkörper, Wirbelstabilisierung, Fraktur, Risiko, bruch, bruchrisiko,  Wirbelstabilisierung, ischialgie, Orthopädie, osteoporotische Fraktur, Wirbelsäule, Plexiglas, oPeration, Wirbelsäule, Knochen, Wirbelfraktur, kompressionsfraktur, rückenschmerzen, Osteoporose, Osteoporosetherapie,  Knochenschwund, Langzeiterfahrung, Wirbelsäulenfraktur, osteoporosefraktur, bruch, Informationssystem, Score-system, leitlinien,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, knochbruch, knochenbrüche, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013