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Tiefe-Venenthrombose (VT) der oberen Extremitäten - NEJM-Übersicht, 2011

In NEJM ist in der Ausgabe 03. März 2011 eine hervorragende Übersicht (2) zur Diagnostik und Therapie der Venenthrombose der oberen Extremitäten erschienen, die wir in Kurzform zusammenfassen.

Bei Patienten mit akuten Beschwerden, Schwellen des Armes, die auch Risikofaktoren (wie exzessive Tätigkeit des Armes, Zentral-Venenkatheter-Anlage, Schrittmacher-Implantation, Venenthrombose-Anamnese oder Krebskrankheit) würde die Diagnose tiefe Venenthrombose der oberen Extremitäten durchaus in Frage kommen.

Häufige Symptome

Beschwerden, Schmerzen, Parästhesien, Schwäche des Armes, Schwellung mit Ödem, Farbveränderungen, sichtbare venöse Kollateralvenen.

Diagnostik

Klinische Diagnostik: Eine Studie hätte bei 214 Patienten die Verwendung eines klinischen Voraussage-Scores zur Diagnose der Venenthrombose der oberen Extremitäten überprüft, und mögliche Risikofaktoren zunächst mit Punkten versehen.

Risikofaktoren

Punkte

Vorhandensein von Katheter oder Schrittmacher

1

Schmerzen

1

Ödem

1

Vorhanden sein einer alternativen Diagnose

-1

 

Die Ergebnisse zeigten folgende Wahrscheinlichkeiten für die Diagnose einer Venenthrombose der oberen Extremitäten:

Score

Ergebnisse

Score von 0 Punkt oder weniger

13% der Patienten mit Venenthrombose

Score von 1 Punkt

38% der Patienten mit Venenthrombose

Score von 2 Punkten und mehr

69% der Patienten mit Venenthrombose

 

D-Dimer-Test

Negativer D-Dimer-Test: Ein negativer D-Dimer-Test schließt eine tiefe Venenthrombose mit großer Wahrscheinlichkeit aus.

Positiver D-Dimer-Test: Ein positiver D-Dimer-Test ist in dieser Patientengruppe nicht so aussagekräftig, da viele Patienten mit Venenthrombose der oberen Extremitäten oft weitere Begleitkrankheiten wie Krebs aufweisen, die ebenfalls einen positiven D-Dimer-Test verursachen können. Daher muss ein positiver D-Dimer-Test im Kontext der klinischen und weiteren diagnostischen Befunde bewertet werden. 

Konventionelle Phlebographie und weitere bildgebende Verfahren:

Ultraschall-Untersuchungen haben an sich konventionelle Phlebographie verdrängt. Phlebographie wird gelegentlich nur bei Patienten durchgeführt, bei denen die Ultraschall-Verfahren unklare Ergebnisse geliefert hatten. Die Übersicht macht auf die möglichen Komplikationen der Phlebographie (wie Kontrastmittel- und Strahlenbelastung durch Radiologie, Zugang-Schwierigkeiten bei peripheren Venen) aufmerksam.

Daten über die diagnostische Treffsicherheit von CT-Angiographie oder MRT-Angiographie seien begrenzt. Beide Untersuchungen wären in Fällen nützlich, in denen die Ultraschall-Untersuchungen unklare Ergebnisse gezeigt hatten, und eine diagnostische Klärung notwendig ist.

Therapie:

Die NEJM-Übersicht zeigt ein Algorithmus, der Hilfestellung für differenzierte Therapie-Entscheidungen bei Thrombosen der oberen Extremitäten leisten soll. Den Algorithmus "Tiefe-Venenthrombose (DVT) der oberen Extremitäten - Klinische Evaluierung und Ultraschall" können Sie hier als PDF-Datei in Deutsch in Kompaktform lesen.

  1. Algorithmus: Tiefe-Venenthrombose (DVT) der oberen Extremitäten - Klinische Evaluierung und Ultraschall als PDF-Datei

  2. Nils Kucher: Deep-Vein Thrombosis of the Upper Extremities. N Engl J Med 2011; 364:861-869March 3, 2011

 
Schlüsselwörter: algorithmus, Arm, Krebs, Thrombose obere Extremitäten, Leitlinien, Thrombose, VTE, tiefe Venenthrombose, Extremität, Phlebothrombose, Thromboembolie, D-Dimer, Blutung, Gerinnungsfaktor VIIa, Blutungen, Gerinnungsfaktoren , Antidot, Warfarin, Coumadin, Phenprocoumon, Marcumar, Vitamin K, International Normalized Ratio, INR, Quick-Wert,  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament, lyse, operative eingriffe, ballondilatation, Studien, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013