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Gleichgewichtsstörungen nach Zolpidem, 2011

Zolpidem ist ein sogenanntes atypisches Benzodiazepin (andere chemische Struktur aber ähnliche Wirkung wie Benzodiazepine), und wird vor allem bei Schlafstörungen eingesetzt.

Eine aktuelle Studie (1) zeigte, dass  Zolpidem vor allem bei älteren Patienten zu Einschränkungen der Gleichgewichts und der kognitiven Fähigkeiten nach dem Erwachen aus dem Schlaf führte.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Einfluss von Zolpidem und Schlafträgheit auf das Gleichgewicht und kognitive Fähigkeiten während eines nächtlichen Erwachsens: Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie

ZIELE: Es sollte untersucht werden, ob Schlafträgheit (Schlaftrunkenheit unmittelbar nach dem Erwachen aus dem Schlaf) mit oder ohne Zolpidem soweit ausgeprägt ist, dass dadurch die Gangstabilität und die kognitiven Fähigkeiten während eines nächtlichen Erwachens beeinträchtigt werden.

GESTALTUNG: Die Teilnehmer wurden unter der Benutzung der Methode des balancierten lateinischen Quadrates randomisiert, um einen der folgenden drei Zustände darzustellen: Einnahme von Schlafmedikation (Zolpidem), von Placebo (Schlafträgheit) sowie eine Kontrollgruppe in wachem Zustand.

UMFELD: Schlaflabor.

TEILNEHMER: Zwölf ältere und 13 jüngere, gesunde Erwachsene.

INTERVENTION: Fünf Milligramm Zolpidem oder Placebo 10 Minuten vor der geplanten Schlafphase (Doppelblind: Zolpidem oder Schlafträgheit); oder Gabe von Placebo bevor die jeweiligen Teilnehmer für zwei Stunden nach ihrer üblichen Schlafenszeit, wach in ihrem Bett sitzen (Einfachblind: Kontrollgruppe in wachem Zustand).

MESSUNGEN: Seiltänzergang auf einem Balken sowie Prüfung der kognitiven Fähigkeiten durch computergestützte Leistungstests, jeweils ungefähr 120 Minuten nach der Behandlung.

ERGEBNISSE: Alle Teilnehmer konnten bei jeweils 10 Übungen erfolgreich über den Balken gehen. Sieben der zwölf älteren Erwachsenen konnten nach Einnahme von Zolpidem nicht mehr über den Balken gehen, im Vergleich zu keinem der Teilnehmer mit Schlafträgheit und drei Teilnehmern der Kontrollgruppe im wachen Zustand. Von den jüngeren Erwachsenen traten weniger Teilnehmer neben den Balken: Drei nach Einnahme von Zolpidem, einer bei Schlafträgheit und keiner von der Kontrollgruppe in wachem Zustand. Die Analyse für die Anzahl der notwendigen Behandlungen ergab bei älteren Erwachsenen einen Wert von 1,7 (95% Konfidenz-Intervall [KI] von 1,4 bis 2,0) Behandlungen mit Zolpidem, um ein Versagen im Seiltänzergang herbeizuführen, sowie von 5,5 (95% KI von 5,2 bis 2,8) Behandlungen bei jüngeren Erwachsenen. Die kognitiven Fähigkeiten waren nach Zolpidem-Einnahme bei älteren und jüngeren Teilnehmern deutlich eingeschränkter als bei der Kontrollgruppe in wachem Zustand, sowohl bei der Beurteilung des Arbeitsgedächtnisses (-4,3 Berechnungen [95% KI von -7,0 bis -1,7] bei älteren und -12,4 Berechnungen [95% KI von -18,2 bis -6,7] bei jüngeren Teilnehmern) als auch bei der Reaktionszeit im Stroop-Test (Zunahme um 76 ms [95% KI von 13,5 bis 138,4] bei älteren und um 126 ms [95% KI von 34,7 bis 217,5] bei jüngeren Teilnehmern). Gleichzeit führte Schlafträgheit bei jüngeren, aber nicht bei älteren Teilnehmern, zu signifikanten Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten.

SCHLUSSFOLGERUNG: Zolpidem führte zu klinisch signifikanten Einschränkungen des Gleichgewichts und der kognitiven Fähigkeiten nach dem Erwachen aus dem Schlaf. Da eine eingeschränkte Fähigkeit zum Seiltänzergang einen Prädiktor für Stürze und Schenkelhalsfrakturen darstellt und eingeschränkte kognitive Fähigkeiten eine wichtige Bedeutung für die Sicherheit der jeweiligen Personen haben, ist es möglich, dass die Benutzung von Schlafmedikamenten vom Nicht-Benzodiazepintyp deutlich größere Konsequenzen für die Gesundheit und Sicherheit der behandelten Patienten darstellt, als bisher angenommen wurde.

  1. Frey DJ et al. Influence of zolpidem and sleep inertia on balance and cognition during nighttime awakening: A randomized placebo-controlled trial. J Am Geriatr Soc 2011 Jan; 59:73.
Schlüsselwörter: zolpidem, zop, schläfrigkeit, droge, entzug, Benzodiazepin-Abhängigkeit, medikamenten-abhängigkeit, diazepam, Tranquase, Tranxilium, Valium, tavor, gleichgewichtsstörungen, schwindel, alte patienten, menschen, pflegeheim, seniorenheim, Adumbran, Benzodiazepinabhängigkeit, gleichgewicht, drogen, medikamenten-abhängigkeit, Nebenwirkung, Schlafträgheit, schlafmittel, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013