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Der Einfluss von CRP auf die positive Wirkung der Statine auf kardiovaskuläres Risiko, 2011

Die viel diskutierte Jupiter-Studie hatte gezeigt, dass eine Statintherapie zur  Primärprävention für Herzinfarkt/Schlaganfall bei Menschen mit erhöhtem C-reaktiven Protein (CRP) auch dann sinnvoll sei, wenn der Cholesterinwert (LDL <130mg/dL) gar nicht erhöht ist.

Von diesem Ausgangspunkt heraus untersuchte die aktuelle Heart Protection Study den Einfluss von CRP auf die positive Wirkung der Statine auf die Gefäße.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Statine das kardiovaskuläre Risiko zumindest in Hoch-Risiko-Patienten unabhängig vom anfänglichen CRP-Spiegel vermindern.

Weitere aktuelle Studien (2) zeigten ebenfalls, dass Statine unabhängig vom Ausgangs-LDL-Wert zu einer weiteren Senkung der des kardiovaskulären Risikos führen.

Statin-Therapie in fixer Standard-Dosierung (z.B. Simvastatin 40mg 1x1 täglich) ohne Dosisanpassung, bzw. Dosiserhöhung nach LDL-Zielwerten scheint bei  Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren durch randomisierte Studien gesichert zu sein, während die von vielen Leitlinien empfohlene Statin-Dosisanpassung an LDL-Werte (meistens Dosiserhöhung, bzw. Notwendigkeit weiterer Lipidsenker) immer mehr in Frage gestellt wird.   

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die derzeitigen Leitlinien mit bestimmten LDL-Zielwerten nach Risikolage bei Hochrisiko-Patienten erneut evaluiert werden sollten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Einfluss von C-reaktivem Protein auf die positive Wirkung der Statinen auf die Gefäße: Eine Analyse von 20’536 Patienten der Heart-Protection-Study (HPS).

HINTERGRUND: Es gab Vermutungen, dass Entzündungsgeschehen, die wir an der Konzentration des C-reaktiven Proteins (CRP) messen, die protektive Wirkung von Statinen auf die Gefäße beeinflussen. Insbesondere wurde postuliert, dass Statine bei Patienten mit erhöhtem CRP einen größeren Benefit erbringen, und sogar dass Statine bei Patienten mit niedrigem CRP und LDL-Cholesterinspiegel gänzlich wirkungslos sind. In dieser Studie soll diese Hypothese untersucht werden.

 

METHODIK: In 69 Britischen Krankenhäusern wurde 20'536 männlichen und weiblichen kardiovaskulären Hochrisikopatienten im Alter von 40 bis 80 Jahren nach dem Zufallsprinzip durchschnittlich 5,0 Jahre lang entweder 40mg Simvastatin pro Tag oder ein Placebo verabreicht (<1,25; 1,25-1,99; 2,00-2,99; 3,00-4,99; 5,00-7,99 und ≥8,00 mg/L). Der primäre Endpunkt für die Analysierung der Gruppen war das akute vaskuläre Ereignis (koronarer Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Revaskularisation). Es handelte sich um eine Intention-to-treat-Analyse. Die Registrationsnummer dieser Studie lautet ISRCTN48489393.

 

ERGEBNISSE: Insgesamt führte die Verabreichung von Simvastatin zu einem signifikant verminderten Auftreten des ersten akuten vaskulären Ereignisses nach stattgehabter Randomisierung [2033 (19,8%) unter Simvastatin gegenüber 2585 (15,2%) unter Placebo]. Es gab keine Hinweise dafür, dass die proportionale Endpunktsreduktion (oder die Reduktion einzelner Komponenten des Endpunktes) in Abhängigkeit des CRP-Spiegels variiert (p=0,41). Sogar bei Teilnehmern mit einem CRP von <1,25 mg/L konnten dies akuten vaskulären Ereignisse um 29% [99%-KI 12-43, p<0,0001; 239 (4,1%) gegenüber 329 (19,4%)] signifikant reduziert werden. Zwischen den vier Untergruppen, die sich aus den Kombinationen von tiefen und hohen Spiegeln von LDL-Cholesterin und CRP (p=0,72) ergaben, war kein signifikanter Unterschied in der relativen Risikoreduktion erkennbar. Insbesondere konnte klar gezeigt werden, dass Patienten mit niedrigem LDL-Cholesterin und niedrigem CRP einen Benefit hatten [27% Reduktion; 99%-KI 11-40; p<0,0001; 295 (15,6%) gegenüber 400 (20,9%)].

 

BEURTEILUNG: Diese großangelegte randomisierte Studie unterstützt die Hypothese, dass der CRP-Spiegel die positive Wirkung der Statine auf die Gefäße wesentlich beeinflusst, nicht.

  1. Heart Protection Study Collaborative Group. C-reactive protein concentration and the vascular benefits of statin therapy: An analysis of 20 536 patients in the Heart Protection Study. Lancet 2011 Feb 5; 377:469
  2. Ist eine intensivierte LDL-Cholesterinsenkung sinnvoll?: Hochdosis- vs. Niedrigdosis-Statintherapie, 2011
Schlüsselwörter: C-reaktives Protein, einfluss, Primärprävention, herzinfarkt, kardiovaskuläre Krankheiten, statine, sekundärprävention, vorsorge, prävention, schlaganfall, fette, infektion, triglyzeride, öl, herzinfarkt, Cholesterinsenker, Statin, atemwegsinfektionen, gefäss, infektion, Atorvastatin, Sortis, Lovastatin, Zocor, Simvastatin, Denan, pravasin, pravastatin, Blutfettsenker, sport, ernährung, nahrung, cholesterin, hdl, sepsis, LDL-Cholesterin, kardiovaskulären Risiko-Faktoren, herzinfarkt, infekte, lungenentzündung, pneumonie, atemwege, fette, Rosuvastatin, Crestor, positive wirkung, gefäße, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013