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SSRI Escitalopram (Cipralex®) gegen Hitzewallungen bei Frauen in der Menopause, 2011

SSRI Escitalopram (Cipralex®) war gegen Hitzewallungen bei Frauen in der Menopause mäßig effektiver als Placebo, sodass es bei einem direkten Vergleich mit einer Hormontherapie für diese Indikation vermutlich schlechter abschneiden würde.

Momentan wird nach Alternativen zur Therapie der Hitzewallungen in der Menopause gesucht, da Östrogene laut neuer Studien (WHI)  in dieser Indikation ein negatives Nutzen/Schaden-Verhältnis haben.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Wirksamkeit von Escitalopram gegen Hitzewallungen bei gesunden Frauen in der Menopause: eine randomisierte kontrollierte Studie.

KONTEXT: Bedenken bezüglich der Risiken, die mit der Einnahme von Östrogen und Progesteron zur Behandlung menopausaler Symptome verbunden sind, haben zu einem Rückgang ihres Gebrauchs geführt und das Interesse an nonhormonalen Therapien mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen Hitzewallungen gesteigert.

 

ZIELSETZUNG: Untersuchung zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von 10 bis 20 mg/d Escitalopram, einem Selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer, zur Minderung der Häufigkeit, Schwere und Beschwerden menopausaler Hitzewallungen.

 

STUDIENDESIGN, RAHMENBEDINGUNGEN UND PATIENTEN: Eine multizentrische, 8-wöchige, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit 205 Frauen (95 Afroamerikanerinnen; 102 weiß; 8 andere) zwischen Juni 2009 und Juni 2010.

 

INTERVENTION: Die Frauen erhielten Esticalopram in Dosen von 10 bis 20 mg/d oder ein passendes Placebo über einen Zeitraum von 8 Wochen.

 

HAUPTZIELKRITERIEN: Hauptzielkriterium war die Beurteilung der Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen gemessen an prospektiven täglich geführten Tagebüchern in der 4. sowie 8. Woche. Sekundäres Zielkriterium waren die Beschwerden durch die Hitzewallungen, erfasst durch tägliche Tagebucheinträge sowie der klinischen Besserung der Symptome (definiert als Häufigkeit der Hitzewallungen ≥50% Rückgang der Ausgangssymptome).

 

ERGEBNISSE: Die Häufigkeit der täglich auftretenden Hitzewallungen betrug im Mittel (SD) 9.78 (5.60) gegenüber des Ausgangswertes. In einer modifizierten Analyse vorsätzlicher Behandlungen (intent-to-treat analysis), die alle randomisierten Teilnehmer einschloss, die Daten über ihre täglichen Hitzewallungen geliefert hatten, zeigte die mittlere Differenz der Reduktion der Häufigkeit des Auftretens von Hitzewallungen, dass bei den Frauen, die Escitalopram einnahmen, 1.41 (95% CI, 0.13-2.69) weniger tägliche Hitewallungen in der 8. Woche (P<.001) vorhanden waren.

Dies bedeutet eine durchschnittliche Verringerung der täglichen Hitzewallungen von 4.60 (95% CI, 3.74-5.47) und 3.20 (95% CI, 2.24-4.15) in der Escitalopram- bzw. in der Placebo-Gruppe. 55% der Frauen der Escitalopram-Gruppe  vs  36% der Frauen der Placebo-Gruppe berichteten von einem Rückgang von mindestens 50% der Häufigkeit der Hitzewallungen während der 8-wöchigen Verlaufskontrolle. Eine Verringerung der Schwere der Hitzewallungen war signifikant größer in der Escitalopram-Gruppe (-0.52; 95% CI, -0.64 bis -0.40 vs -0.30; 95% CI, -0.42 bis -0.17 für die Placebo-Gruppe; P < .001). Die Rasse hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Behandlung (P= .62). Unterbrechungen der Behandlung aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen betrugen insgesamt 4% (7 in der aktiven Gruppe, 2 in der Placebo-Gruppe). 3 Wochen nach Beendigung der Behandlung berichteten die Frauen der Escitalopram-Gruppe über durchschnittlich 1.59 (95% CI, 0.55-2.63; P = .02) mehr Hitzewallungen/d als die Frauen der Placebo-Gruppe.

 

FAZIT: Bei gesunden Frauen führt der Gebrauch von Escitalopram (10-20mg/d) im Vergleich mit der Placeboeinnahme zu einer Verringerung der Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen während einer 8-wöchigen Verlaufskontrolle.

  1. Freeman EW et al. Efficacy of escitalopram for hot flashes in healthy menopausal women: A randomized controlled trial. JAMA 2011 Jan 19; 305:267
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Stand: 25. Mai 2013