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ADHS: Stimulanzien und EKG-Screening - Die ersten Ergebnisse, 2011

Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen (ADS/ADHS) werden oft mit Psychostimulanzien -Amphetamin ähnliche Substanzen wie Methylphenidat (Ritalin, Concerta)- behandelt.

Die American Heart Association (AHA) hatte im April 2008 eine Empfehlung (1) veröffentlicht, bei stimulierender Medikation ein Elektrokardiogramm vor Behandlungsbeginn bei Kindern durchzuführen. Im Kontrast dazu hatte American Academy of Pediatrics im gleichen Jahr eine andere Empfehlung (2) publiziert, die besagt, dass Anamnese-Erhebung und eine körperliche Untersuchung zum Screening von kardialen Krankheiten ausreichend wäre, eine Routine-EKG-Untersuchung sei nicht notwendig.

Eine aktuelle Studie (3) untersuchte die Auswirkungen der AHA-Empfehlung mit der Durchführung einer Routine-EKG vor Behandlungsbeginn mit Psychostimulanzien bei Kindern/Jugendlichen. 

Die Ergebnisse zeigten, dass die Zahl der durchgeführten EKGs bei Kindern, die Psychostimulanzien verschrieben bekommen haben, sich sprunghaft nach der AHA-Empfehlung vierfach erhöht hat, und dabei der Gewinn insgesamt sehr gering war.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einfluss des wissenschaftlichen Statements der American Heart Association über das Screening mit Elektrokardiogrammen und stimulierenden Medikamenten

ZIEL:

Das Ziel der Studie war es, den Einfluss des wissenschaftlichen Statements der American Heart Association (Amerikanische Herz Gesellschaft (AHA)) über Elektrokardiogramme (EKG) und stimulierende Medikamente auf das Praktizieren der allgemeinen Pädiater zu evaluieren.

 

DESIGN:

Retrospektive Evaluation und Umfragenanalyse

 

SETTING:

Academic tertiary care center.

(Anmerkung: Ein „tertial care center“ ist in den USA eine Bezeichnung für ein Krankenhaus, das entweder umfassende Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten aufweist und/oder auf ein bestimmtes Untergebiet der Medizin (z.B. Pädiatrisches Zentrum) spezialisiert ist. Oft werden Patienten von kleineren Krankenhäusern in ein ‚tertiary care center’ überwiesen. Eine genaue formale Definition gibt es nicht.)  

 

TEILNEHMER:

Patienten mit EKGs, die dem Krankenhaus, das die Studie durchführte, überwiesen wurden nahmen an der Studie teil. Pädiater hatten die Patienten mit einer Indikation für das Screening bei stimulierenden Medikamenten im Jahr nach dem Statement der AHA überwiesen.

 

INTERVENTION:

Es wurden die EKG-Anordnungspraktiken von allgemeinen Pädiatern und die outcomes von weiteren Evaluationen verglichen und es wurden die damit verbundenen Kosten vor und nach dem AHA-Statement bewertet.

 

HAUPTSÄCHLICHE MESSGRÖSSEN:

Anormale EKG-Befunde, weitere Aufarbeitung und Veränderung der klinischen Praxis.

 

ERGEBNISSE:

In dem Jahr nach der Publikation des wissenschaftlichen Statements der AHA in 2008 wurden 372 EKGs für das Screening bei Indikation von stimulierenden Medikamenten angeordnet. Vor der Publikation dieses Statements wurden im Durchschnitt (SD) 6,9 (3,2) EKGs pro Monat unter solch einer Indikationsstellung durchgeführt. Entgegen anhaltender Kontroverse, stieg diese Anzahl vierfach auf 31,2 (9,5) EKGs pro Monat im darauffolgenden Jahr. 24 EKGs (6,4%) hatten anormale Befunde. 18 Patienten wurden für weitere Untersuchungen überwiesen und zum letzten follow-up hatte kein Patient eine definitive Erkrankung. Sechs von 24 Patienten mit anormalen EKG-Befunden (25,0%) hatten eine signifikante Verspätung des Therapiebeginns auf Grund des Prozesses. Bei den Pädiatern, die auf die Umfrage antworteten, berichteten 34,6%, dass das wissenschaftliche Statement ihre praktische Tätigkeit klar beeinflusst hat.

 

FAZIT:

Die klinische Tätigkeit von allgemeinen Pädiatern bezogen auf das Screening mit Elektrokardiogrammen bei stimulierenden Medikamenten wurde durch das vor kurzem veröffentlichte wissenschaftliche Statement der American Heart Association beeinflusst. Der Gewinn für ein Screening mit durchzuführenden Elektrokardiogrammen bei einer Indikation für stimulierende Medikamente ist sehr gering.

  1. AHA Scientific Statement: Cardiovascular monitoring of children and adolescents with heart disease receiving stimulant drugs: A scientific statement from the American Heart Association Council on Cardiovascular Disease in the Young Congenital Cardiac Defects Committee and the Council on Cardiovascular Nursing. Circulation. 2008;117:2407-2423
  2. James M. Perrin et al: Cardiovascular Monitoring and Stimulant Drugs for Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. PEDIATRICS Vol. 122 No. 2 August 2008, pp. 451-453
  3. Thomas PE et al. Impact of the American Heart Association scientific statement on screening electrocardiograms and stimulant medications. Arch Pediatr Adolesc Med 2011 Feb; 165:166.
Schlüsselwörter: ekg, elektrokardiogramm, Atomoxetin, Psychostimulanzien, screening, früherkennung, herzkrankheiten, Strattera, ritalin, stimulanzien, Behandlung, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, Hyperaktivitäts-störungen, ADS / ADHS und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, Sicherheit, Medikamente, Mortalität, Jugendliche, Kind, Nebenwirkungen, stimulierenden Medikamente, Psychostimulans, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013