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NSAID (u.a. Ibuprofen) schützen doch nicht vor Parkinson, 2011 

Eine frühere Studie (1, 2) in der Fachzeitschrift Neurology hatte gezeigt, dass der NSAID  Ibuprofen möglicherweise vor Parkinson schützen könnte. Inzwischen ist eine Langzeit-Studie (3) in BMJ zum Thema erschienen, die die Patienten 25 Jahre lang beobachtet hatte. Die Ergebnisse unterstützen keineswegs die These, dass nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) das Risiko für Morbus Parkinson verringern. Der früher beobachtete positive Zusammenhang zwischen der Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) und M. Parkinson, könnte durch Störfaktoren bezüglich der Patienten-Angaben begründet sein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) und die Gefahr der Erkrankung an M. Parkinson: eine eingebettete Fall-Kontroll-Studie.

ZIEL: Die Beurteilung der Beziehung zwischen M.Parkinson und der Einnahme von  nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAID = Nonsteroidal anti-inflammatory drugs) in einer großen Kohorte von Männern.                                                                           

DESIGN: Fall-Kontroll-Analyse eingebettet in die „Physicians Health“-Studie.

TEILNEHMER: 22.007 männliche Ärzte - ohne  Kontraindikationen gegen die regel- mäßige Einnahme von NSAID - im Alter von 40-84 Jahren, die zu Studienbeginn nicht an M.Parkinson erkrankt waren. Die Fälle und Kontrollen wurden entweder allein aufgrund des Alters oder aufgrund des Alters und der Menge an Störfaktoren/größen (Komorbidität und Angaben über den Gebrauch von NSAID) zugeordnet.                                                           Bis zu fünf Kontrollen wurden jedem der 616 Fälle (nach dem Alter) bzw. jedem der 565 Fälle (nach Alter und Störfaktoren/größen ) zugeordnet.                             

BEDINGUNGEN: Vereinigte Staaten von Amerika.                                                             

PRIMÄRE ZIELPARAMETER: Die Quoten der an Parkinson Erkrankten, die zuvor weder NSAID (außer Aspirin) noch Aspirin einnahmen,  sowie ihre Kontrollen in jeder Fall-Kontroll-Gruppe.                                                                                                     

ERGEBNISSE: Teilnehmer, die NSAID (außer Aspirin) einnahmen, hatten - in der nach dem Alter zugeordneten Gruppe - ein erhöhtes Risiko an M. Parkinson zu erkranken (Odds Ratio 1,28 [95% CI 1,05 bis 1,56]); jedoch nicht in der nach Alter und  Stör-faktoren/größen zugeordneten Gruppe (Odds Ratio 1,17 [CI 0,94 bis 1,46]). Bei Männern, die 1-2 Jahre regelmäßig NSAID (außer Aspirin) einnahmen bestand ein erhöhtes Risiko für M.Parkinson (Odds Ratio 1,35 (1,07-1,70)), ein Ergebnis das auch in der Zuordnung nach Alter und Störfaktoren/größen ebenso signifikant blieb (Odds Ratio 1,35 (1,05-1,75). Im Gegensatz dazu zeigte sich die signifikante Assoziation der Einnahme von NSAID (außer Aspirin) für ≥ 5 Jahre (Odds Ratio 1,48 (1,05-2,09)) in der Zuordnung nach Alter; nicht aber in der nach Alter und Störfaktoren/größen zugeordneten Gruppe (1,03 (0,70-1,53)). Es gab sogar die Vermutung, dass Männer, die regelmäßig Aspirin einnahmen ein erhöhtes Risiko für M.Parkinson hatten.  Die positiven Assoziationen zwischen der Einnahme von NSAID (außer Aspirin ) oder Aspirin und dem Risiko an M.Parkinson zu erkranken tendierten dann zu verschwinden , wenn die Analyse auf den Medikamentenkonsum > 5 Jahre vor der Krankheitsdiagnose beschränkt waren.                                                                                                                   

FAZIT: Diese Fall-Kontroll-Studie fand keine Hinweise darauf, dass die Einnahme von  nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) das Risiko an M.Parkinson zu erkranken reduziert. Der beobachtete positive Zusammenhang zwischen der Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) und M. Parkinson, könnte durch Störfaktoren/größen bezüglich der Angaben - z.B. der gehäuften Einnahme wenige Jahre vor Diagnose der Erkrankung - begründet sein.

  1. Ibuprofen könnte vor Parkinson schützen, 03.03.2011
  2. Xiang Gao et al: Use of ibuprofen and risk of Parkinson disease. Neurology 2011; doi: 10.1212/WNL.0b013e31820f2d79
  3. Driver JA et al. Use of non-steroidal anti-inflammatory drugs and risk of Parkinson's disease: Nested case-control study. BMJ 2011 Jan 20; 342:d198
Schlüsselwörter: morbus parkinson, Ibuprofen, Asprin, Propyhlaxe, Vorsorge, Aspirin, ASS, Diclofenac, Alter, NSAID, Morbus Alzheimer, Demenz, nicht steroidaler Antiphlogistikum, nichtsteroidale Antiphlogistika, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013