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Der AT-II-Blocker Olmesartan (Olmetec®) Prävention einer Mikroalbuminurie bei Diabetes Typ-2, 2011

Olmesartan verzögerte geringgradig das Auftreten einer Mikroalbuminurie, die Gesamt-Inzidenz blieb jedoch unverändert.

Des Weiteren ist das häufigere Auftreten von tödlichen kardiovaskulären Ereignissen unter Olmesartan besorgnis erregend.

Olmesartan sollte bei Diabetes-Patienten, die eine gute Blutdruck-Kontrolle und keine Mikroalbuminurie aufweisen, nicht prophylaktisch eingesetzt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einsatz von Olmesartan zur Verzögerung oder Prävention einer Mikroalbuminurie bei Diabetes Typ 2

HINTERGRUND: Mikroalbuminurie ist ein früher Vorhersagewert für eine diabetische Nephropathie und für eine frühe Manifestation kardiovaskulärer Krankheiten. Die Autoren untersuchten, ob die Behandlung mit einem Angiotensinrezeptor-Blocker (ARB) bei Patienten mit Diabetes Typ 2 und bestehender Normoalbuminurie, das Entstehen einer Mikroalbuminurie verzögert oder verhindert.

METHODEN: In einer randomisierten, doppelt-blinden, multizentrischen, kontrollierten Studie wurden 4.447 Patienten mit Diabetes Typ 2, über einen Zeitraum von im Median 3,2 Jahren, entweder einer Therapie mit Olmesartan (einmal täglich 40 mg) oder mit Placebo zugeteilt. Weitere blutdrucksenkende Medikamente (außer ACE-Hemmer oder ARBs) wurden je nach Notwendigkeit eingesetzt, um den Blutdruck auf unter 130/80 mmHg zu reduzieren. Der primäre Endpunkt war das erstmalige Auftreten einer Mikroalbuminurie. Die Zeiten bis zum Auftreten von renalen und kardiovaskulären Ereignissen wurden als sekundäre Endpunkte analysiert.

ERGEBNISSE: Der Zielblutdruck (<130/80 mmHg) wurde bei fast 80% der Patienten mit Olmesartan-Therapie und bei 71% der Patienten mit Placeboeinnahme erreicht. Der in der Klinik gemessene Blutdruck war in der Olmesartan-Gruppe um 3,1/1,9 mmHg niedriger als in der Placebo-Gruppe. Eine Mikroalbuminurie entwickelten 8,2% der Teilnehmer in der Olmesartan-Gruppe (178 von 2.160 untersuchbaren Patienten) und 9,8% der Teilnehmer in der Placebo-Gruppe (210 von 2.139). Die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie war bei Einnahme von Olmesartan um 23% verlängert (relatives Risiko für die Entwicklung einer Mikroalbuminurie: 0,77; 95% Konfidenz-Intervall von 0,63 bis 0,94; P=0,01). Der Serumkreatininwert verdoppelte sich bei 1% der Patienten in beiden Gruppen. In der Olmesartan-Gruppe traten nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse etwas seltener auf als in der Placebo-Gruppe (81 von 2.232 Patienten [3,6%] im Vergleich zu 91 von 2.215 Patienten [4,1%]; P=0,37). Andererseits erlitten in der Olmesartan-Gruppe mehr Patienten tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (15 Patienten [0,7%] im Vergleich zu 3 Patienten [0,1%]; P=0,01), ein Unterschied, der in Teilen einer in der Olmesartan-Gruppe erhöhten Mortalität durch kardiovaskuläre Ursachen bei vorbestehender koronarer Herzerkrankung zugeschrieben werden kann (11 von 564 Patienten [2,0%] gegenüber 1 von 540 Patienten [0,2%]; P=0,02).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Olmesartan war mit einem verzögerten Auftreten einer Mikroalbuminurie assoziiert, obwohl der Blutdruck in beiden Gruppen nach geltenden Leitlinien sehr gut eingestellt worden war. Das häufigere Auftreten von tödlichen kardiovaskulären Ereignissen bei Olmesartan-Einnahme bei Patienten mit vorbestehender koronarer Herzerkrankung gibt hingegen Anlass zur Sorge.

(Finanzierung durch Daiichi Sankyo)

  1. Haller H et al. Olmesartan for the delay or prevention of microalbuminuria in type 2 diabetes. N Engl J Med 2011 Mar 10; 364:907.
Schlüsselwörter: Olmesartan, Olmetec, diabetes, at-II-blocker, at-2-hemmer, Angiotensin-II-Antagonist, Sartane, AT-Blocker, Therapie, Essentielle Hypertonie, albuminurie, Sartanen., diabetische nephropathie, niere, Mikroalbuminurie, Mikroalbuminurie-Prävention bei Diabetes, vorbeugung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013