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Inhalativer  Kortison-Dosieraerosol als Notfalltherapie bei Kindern mit mildem, persistierenden Asthma? 2011

Manche Studien zeigten, dass Inhalative Glukokortikoid-Therapie als Notfalltherapie bei Kindern mit mildem Asthma in Verbindung mit einem Bronchodilatator (in der aktuellen Studie inhalatives kurzwirksames Salbutamol-Spray) die Exazerbation-Häufigkeit effektiver reduzieren kann. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte erneut diese Fragestellung.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Benutzung von Beclometason-Dipropionat zur Notfallbehandlung bei Kindern mit mildem, persistierenden Asthma (TREXA): eine randomisierte, doppelt-blinde, placebokontrollierte Studie. 

HINTERGRUND: Die tägliche Inhalation von Kortikosteroiden stellt eine wirksame Behandlung eines milden, persistierenden Asthmas dar, aber einige Kinder erleiden trotz guter tageweiser Einstellung Exazerbationen, und viele setzen die Behandlung bei Symptomfreiheit wieder ab. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit der Inhalation von Kortikosteroiden (Beclometason-Dipropionat) als Notfallmedikament untersucht.

METHODEN: In diese randomisierte, doppelt-blinde, placebokontrollierte Studie über 44 Wochen wurden Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren mit mildem, persistierenden Asthma in fünf klinischen Zentren in den USA aufgenommen. Eine durch Computer generierte Randomisationssequenz, welche nach dem klinischen Zentrum und der Altersgruppe stratifiziert wurde, wurde benutzt um die Teilnehmer randomisiert einer von vier Behandlungsgruppen zuzuteilen: Zweimal täglich Beclometason sowie Beclometason und Albuterol als Notfallmedikation (Kombinationsgruppe), zweimal täglich Beclometason sowie Placebo und Albuterol als Notfallmedikation (Täglich-Beclometasongruppe), zweimal täglich Placebo sowie Beclometason und Albuterol als Notfallmedikation (Notfall-Beclometasongruppe), und zweimal täglich Placebo mit Placebo und Albuterol als Notfallmedikation (Placebogruppe). Die zweimal tägliche Behandlung mit Beclometason bestand aus einem Hub Beclometason (40 µg pro Hub) oder Placebo, jeweils morgens und abends. Die Notfallmedikation bestand aus zwei Hüben Beclometason oder Placebo pro jeweils zwei zur Symptomkontrolle benötigte Hübe Albuterol (180 µg). Der primäre Endpunkt war die Zeit bis zur ersten Exazerbation, bei welcher der Einsatz von oralen Kortikosteroiden notwendig wurde. In einem sekundären Endpunkt wurde das lineare Wachstum gemessen. Die Analyse wurde nach Intention-to-treat durchgeführt. Die Studie wurde bei clinicaltrials.gov registriert.

ERGEBNISSE: 843 Kinder und Jugendliche wurden in diese Studie aufgenommen, davon wurden 288 einer der vier Behandlungsgruppen zugewiesen. Neben den Teilnehmern in der Kombinationsgruppe (n=71), der Täglich-Beclometasongruppe (n=72), der Notfall-Beclometasongruppe (n=71) und der Placebogruppe (n=74) wurden 555 Personen während der Run-In-Phase nach vorher definierten Kriterien von der Teilnahme an der Studie ausgeschlossen. Im Vergleich zur Placebogruppe (49%; 95% Konfidenz-Intervall [KI] von 37 bis 61) war die Häufigkeit von Exazerbationen sowohl in der Täglich-Beclometasongruppe (28%; 95% KI von 18 bis 40; p=0,03), der Kombinationsgruppe (31%; 95% KI von 21 bis 43; p=0,07) als auch der Notfall-Beclometasongruppe (35%; 95% KI von 24 bis 47; p=0,07) niedriger. Die Häufigkeit des Therapieversagens betrug 23% (95% KI von 14 bis 43) in der Placebogruppe, im Vergleich zu 5,6% (95% KI von 1,6 bis 14) in der Kombinationsgruppe, 2,8% (95% KI von 0-10) in der Täglich-Beclometasongruppe und 8,5% (95% KI von 2 bis 15) in der Notfall-Beclometasongruppe (p=0,024). Im Vergleich zur Placebogruppe war das lineare Wachstum in der Kombinations- und der Täglich-Beclometasongruppe 1,1 cm (Standardabweichung von 0,3) geringer (p<0,0001), aber nicht in der Notfall-Beclometasongruppe (p=0,26). Nur zwei Individuen erlitten ernste, ungünstige Ereignisse, ein Teilnehmer in der Täglich-Beclometasongruppe erkrankte an einer viralen Meningitis, ein Teilnehmer der Kombinationsgruppe erkrankte an einer Bronchitis.

INTERPRETATION: Kinder mit mildem persistierenden Asthma sollten nicht mit Albuterol als alleiniger Notfallmedikation behandelt werden. Die tägliche Inhalation von Kortikosteroiden stellt die wirksamste Behandlung dar, um Exazerbationen zu vermeiden. Die Anwendung von inhalativen Kortikosteroiden als Notfallmedikation in Kombination mit Albuterol, kann eine effektive Step-Down-Strategie für Kinder mit gut kontrolliertem, milden Asthma darstellen, weil sie in der Vermeidung von Exazerbationen wirksamer ist als die alleinige Anwendung von Albuterol als Notfallmedikation. Dadurch kann die tägliche Anwendung inhalativer Kortikosteroide, und die damit verbundenen Nebenwirkungen wie zum Beispiel die Wachstumsverlangsamung, vermieden werden.

FINANZIERUNG: Nationales Institut für Herz, Lunge und Blut.

  1. Martinez FD et al. Use of beclomethasone dipropionate as rescue treatment for children with mild persistent asthma (TREXA): A randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet 2011 Feb 19; 377:650
Schlüsselwörter: Beclometason-Dipropionat, kortison-aerosol, inhalative ics, Sanasthmax, Asthma, Kortison, notfall, COPD, chronisch obstruktive lungenkrankheit, chronische bronchitis, Inhalierbare Kortikosteroide, Knochen, Steroid, Fraktur-Risiko wegen Osteoporose, Anticholinergikum Tiotropiumbromid, Spiriva, Kombinationstherapie. langwirkende inhalative Substanzen, Atemur ,Aerosole, Sprays, Cortison, Glukokortikoide, Kortikosteroid, infektion, nottherapie, Tiotropium, COPD, COLD, Asthma, chronisch obstruktive Krankheit, FEV, Vitalkapazität, Beta-Sympathomimetikum Formoterol, Oxis, Foradil, Salbutamol, Berotec, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013