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Antihypertensive Behandlung bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren aber ohne Hypertonie, 2011

Antihypertensive Medikamente werden bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit jedoch ohne Hypertonie oft eingesetzt (Medknowledge-Anmerkung: Das heißt in einem Bereich vom systolischen Blutdruck zwischen 110-140mmHg). Eine Meta-Analyse untersuchte den Nutzen einer antihypertensiven Behandlung bei Patienten mit kardiovaskulären Krankheiten (wie KHK) oder mit kardiovaskulären Risikofaktoren (wie z.B. Diabetes) aber ohne Hypertonie. Die Ergebnisse zeigten, dass Morbidität und Mortalität gesenkt wurde, jedoch nur bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer Krankheit (wie KHK oder Herzinsuffienz).

Bei den Studien dominierten die antihypertensive Therapie mit ACE-Hemmer und Beta-Blocker.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Antihypertensive Behandlung zur  Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patienten ohne Hypertonie: eine Metaanalyse.

HINTERGRUND: Ab einem systolischen Blutdruck von 115 mm Hg erhöht sich das  Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen (CVD). Eine antihypertensive Behandlung von Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung oder Diabetes aber ohne Hypertonie wird diskutiert.

ZIEL: In der Studie sollte untersucht werden, welchen Einfluss eine antihypertensive Behandlung auf die Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen und die Mortalität bei Patienten ohne klinisch nachweisbare Hypertonie hat.

DATENQUELLEN: Metaanalyse mit systematischer Suche in MEDLINE (1950 bis 3. Woche Januar 2011), EMBASE und Cochrane Collaboration Central Register of Controlled Clinical Trials. Außerdem erfolgte eine manuelle Suche von Referenzen in ausgewählten Artikeln und Studien. 

STUDIENAUSWAHL: Von 874 potentiell relevanten Publikationen wurden 25 Studien in die Metaanalyse eingeschlossen, welche die festgelegten Einschluss- und Ausschlusskriterien erfüllten.

DATENEXTRAKTION: Die Informationen zu Studienteilnehmern, Design und Dauer der Studie, Medikamenten, Dosis, Kontrollen und klinischen Ereignissen wurden anhand eines standardisierten Protokolls ermittelt. Outcome-Parameter waren Schlaganfall, Myokardinfarkt (MI), kongestives Herzversagen (CHF), ein kombinierter Outcome zu kardiovaskulären Ereignissen, kardiovaskuläre Mortalität und Gesamtmortalität.

ERGEBNISSE: Anhand eines random-effect-Modells wurde das gepoolte relative Risiko von Teilnehmern mit antihypertensiver Behandlung im Vergleich zu Kontrollprobanden bestimmt. Dieses betrug für Schlaganfall 0,77 (95%-Konfidenzintervall  [KI] 0,61 - 0.98), für MI 0,80 (95%-KI 0,69 – 0,93), für CHF 0,71 (95 %-KI 0,65 – 0,77), für kombinierte kardiovaskuläre Ereignisse 0,85 (95 %-KI 0,80 – 0,90), für kardiovaskuläre Mortalität 0,83 (95 %- KI 0,69 – 0,99) und für Gesamtmortalität 0,87 (95 %-KI 0,80 - 0,95). Die entsprechende absolute Risikoreduktion pro 1000 Personen betrug: -7,7 (95 %-KI -15,2 bis -0,3) für Schlaganfall,      -13,3 (95%-KI -28,4 bis 1,7) für MI, -43,6 (95%-KI -65,2 bis -22,0) für kardiovaskuläre Ereignisse, -27,1 (95%-KI -40,3 bis -13,9) für kombinierte kardiovaskuläre Ereignisse, -15,4 (95%-KI -32,5 bis 1,7) für  kardiovaskuläre Mortalität und -13,7 (95%-KI -24,6 bis -2,8) für die Gesamtmortalität. Die Ergebnisse unterschieden sich nicht in Abhängigkeit von Studiencharakteristika oder klinisch definierten Subgruppen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit kardiovaskulärer Vorgeschichte aber ohne Hypertonie war eine antihypertensive Behandlung mit einem verminderten Risiko für Schlaganfall, kongestives Herzversagen, kombinierte  kardiovaskuläre Ereignisse und Gesamtmortalität assoziiert. Weitere randomisierte Studien sind erforderlich, um den Outcome bei Patienten ohne klinische Indikation durch kardiovaskuläre Erkrankung zu bestimmen.

  1. Thompson AM et al. Antihypertensive treatment and secondary prevention of cardiovascular disease events among persons without hypertension: A meta-analysis. JAMA 2011 Mar 2; 305:913.
Schlüsselwörter: Antihypertensive Behandlung, Patienten ohne Hypertonie, Diabetes, Antihypertensiva, Hypertonie, Bluthochdruck, ACE-Hemmer, AT-blocker, Beta-Blocker, Diuretika, Calcium-antagonisten, Blutzucker, Risiko ,Krankheit, khk, herzinfarkt, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013