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Rezidivrisiko nach venöser Thromboembolie bei Männern und Frauen, 2011

Nach einer ersten, unprovozierten venösen Thromboembolie war das Rezidivrisiko bei Männern höher als bei Frauen: Bei den Leitlinien-Empfehlungen zur Dauer der Langzeit-Antikoagulation sollte möglicherweise auch das Geschlecht miteinbezogen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Rezidivrisiko nach einer venösen Thromboembolie bei Männern und Frauen: Metaanalyse auf Patientenebene.

ZIEL: Es sollte der Einfluss des Geschlechts auf das Risiko eines Rezidivs einer venösen Thromboembolie untersucht werden, sowohl bei allen Patienten als auch bei Patienten mit venösen Thromboembolien, die nicht provoziert oder durch nicht-hormonelle Faktoren provoziert worden waren. Die Daten wurden gewonnen durch umfassende Durchsuchung von elektronischen Datenbanken (Medline, Embase, CINAHL, Cochrane-Register kontrollierter Studien) bis Juli 2010 und ergänzt sowohl durch die Überprüfung von Artikeln entsprechender Konferenzen als auch durch direkten Kontakt mit Experten auf diesem Gebiet.

STUDIENAUSWAHL: Sieben prospektive Studien, die bei Patienten mit venöser Thromboembolie eine Assoziation zwischen D-Dimer-Spiegeln, gemessen nach Beendigung der Antikoagulation, und dem Auftreten eines Rezidivs untersuchten, wurden in die Analyse aufgenommen.

DATENENTNAHME: Datenbanken mit Patientendaten wurden übernommen, in eine zentrale Datenbank eingepflegt, überprüft, und mit weiteren Informationen der jeweiligen Autoren vervollständigt.

DATENERSTELLUNG: 2.554 Patienten mit einer erstmalig aufgetretenen venösen Thromboembolie hatten eine durchschnittliche Nachbeobachtungszeit von 27,1 Monaten (Standardabweichung 19,6 Monate). Die Ein-Jahres-Inzidenz eines Rezidivs einer venösen Thromboembolie betrug 5,3% (95% Konfidenzintervall [KI] von 4,1% bis 6,7%) bei Frauen und 9,5% (95% KI von 7,9% bis 11,4%) bei Männern. Die Drei-Jahres-Inzidenz eines Rezidivs betrug entsprechend 9,1% (95% KI von 7,3% bis 11,3%) bei Frauen und 19,7% (95% KI von 16,5% bis 23,4%) bei Männern. Bei Patienten mit unprovozierter venöser Thromboembolie fand sich eine höhere Häufigkeit eines Rezidivs als bei Frauen (relatives Risiko: 2,2; 95% KI von 1,7 bis 2,8). Nach einer Adjustierung für eine bei Frauen durch Hormoneinnahme provozierte, initiale venöse Thromboembolie, blieb das Rezidivrisiko bei Männern weiterhin erhöht (relatives Risiko: 1,8; 95% KI von 1,4 bis 2,5). Bei Patienten mit durch einen großen Risikofaktor für venöse Thromboembolien provozierter Thromboembolie unterschied sich das Rezidivrisiko zwischen Männern und Frauen nicht (relatives Risiko: 1,2; 95% KI von 0,6 bis 2,4). Bei Frauen mit hormonassoziierter, venöser Thromboembolie und keinen weiteren Risikofaktoren war das Rezidivrisiko geringer als bei Frauen ohne vorhergehende Einnahme von Hormonen und unprovozierter venöser Thromboembolie (relatives Risiko: 0,5; 95% KI von 0,3 bis 0,8).

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit einer ersten, unprovozierten venösen Thromboembolie, wiesen Männer im Vergleich zu Frauen ein 2,2faches Risiko eines Rezidivs der venösen Thromboembolie auf. Dieses Risiko war auch nach Adjustierung für mit Hormoneinnahme assoziierten venösen Thromboembolien bei Frauen weiterhin auf das 1,8fache erhöht. Bei Patienten mit einer ersten, durch bedeutende Risikofaktoren provozierten venösen Thromboembolie unterschied sich das Risiko für ein Rezidiv zwischen Männern und Frauen mit oder ohne Hormoneinnahme nicht. Eine zeitlich nicht begrenzte Antikoagulation sollte daher bei Männern eher als bei Frauen nach einer ersten venösen Thromboembolie in Betracht gezogen werden.

  1. Douketis J et al. Risk of recurrence after venous thromboembolism in men and women: Patient level meta-analysis. BMJ 2011 Feb 24; 342:d813.
Schlüsselwörter: Rezidivrisiko, Venen-Thrombosen, Patienten mit akuter Lungen-Embolie, idiopathisch, therapiedauer, Leitlinien, Thrombose, VTE, tiefe Venenthrombose, Phlebothrombose, venöse Thromboembolie, D-Dimer, dauer, lyse, antikoagulation, Blutung, Gerinnungsfaktor VIIa, Blutungen, lungenembolie, Kompressions-Ultraschalluntersuchung, mann, frau, doppler-untersuchung, ultraschall, rezidiv, frauen, mann, frau, geschlecht, Gerinnungsfaktoren , untersuchung, sonographie, Antidot, Warfarin, Coumadin, Phenprocoumon, patient, Marcumar, Vitamin K, International Normalized Ratio, INR, Quick-Wert, Kompressions-Ultraschall, patienten,  infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013