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Orale Kortikosteroid-Stoßtherapie für Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, 2011

Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen werden oft lokal mit intranasalen Kortikosteroid-Sprays (wie  Pulmicort Nasal als Nasendosierspray)  behandelt. Daten über die Anwendung von oralen Kortikosteroide sind spärlich. Eine aktuelle Studie ging dieser Frage nach (1). 

Nach der anfänglichen zweiwöchigen oralen Steroidtherapie hatten die Patienten eine signifikante Verkleinerung der Polypen und Verbesserung des Riechvermögens im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Danach erhielten alle Patienten eine intranasale Kortikosteroid-Therapie. Am Ende der Studie blieben jedoch keine signifikanten Unterschiede in den beiden Gruppen.  

Nach den Ergebnissen dieser Studie sollte die intranasale Kortikosteroid-Therapie weiterhin die Erstlinientherapie in dieser Patientengruppe bleiben. Eine orale Steroid-Stoßtherapie könnte in Erwägung gezogen werden, wenn unter intranasaler Therapie nach drei Monaten kein Therapie-Erfolg zu verzeichnen ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Therapie chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen mit oraler und lokaler Steroidbehandlung

Chronische Rhinosinusitis (CRS) tritt gehäuft zusammen mit Polypen in der Nase auf. Die Langzeit-Wirksamkeit und Sicherheit medizinischer Ansätze sind weitgehend unbekannt. Diese randomisierte Doppelblindstudie in einem spezialisierten rhinologischen Zentrum in Schottland soll die Sicherheit und Wirksamkeit einer 2-wöchigen oralen Steroidtherapie, gefolgt von einer 26-wöchigen lokalen Erhaltungstherapie bewerten. Sechzig Erwachsene mit mittelgroßen bis großen Polypen und CRS, von ihrem Hausarzt an die Klinik überwiesen, wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt, um entweder 25 mg/d Prednisolon oral oder ein Placebo für 2 Wochen zu erhalten. Anschließend erhielten alle Teilnehmer für 8 Wochen 400µg Fluticasonpropionat Nasentropfen zweimal täglich, danach über 16 Wochen 200µg zweimal täglich. Betrachtet wurden Polypgröße zu Therapiebeginn, Ausprägung einer Beeinträchtigung des Geruchssinns, Lebensqualität, Symptome, Nasendurchgängigkeit, Nebennierenfunktion und Knochenstoffwechsel.

Ergebnisse: Die mittlere Verkleinerung der Polypen ab Studienbeginn bis 2 Wochen ergab 2,1 Einheiten (Standardabweichung [SD] 1,1) in der Prednisolon-Gruppe und 0,1 Einheiten (SD 1,0) in der Placebo-Gruppe (mittlere Differenz -1,8 Einheiten [95%-Konfidenzintervall -2,4 bis -1,2 Einheiten), P < 0,001). Die Differenz zwischen den Gruppen war -1,08 Einheiten  (CI -1,74 bis -0,42 Einheiten; P = 0,001) nach 10 Wochen und -0,8 Einheiten (CI, -1,8 bis 0,2 Einheiten; P = 0.11) nach 28 Wochen. Die mittlere Abnahme des Riechstörungs-Score nach 2 Wochen war 31,12 mm (SD 30,1) in der Prednisolon-Gruppe und 1,41 mm (SD 30,6) in der Placebo-Gruppe (mittlere Differenz der Gruppen -28,33 mm [CI -42,71 bis -13,96 mm], P = 0,002). Die Differenz zwischen den Gruppen war -16,06 (CI -30,99 bis -1,13 mm, P = 0,03) nach 10 Wochen und -12,13 mm (CI -30,55 bis 6,29 mm, P = 0.19) nach 28 Wochen. Prednisolontherapie bewirkte eine vorübergehende Suppression der Nebennierenfunktion und eine Steigerung des Knochenstoffwechsels nach 2 Wochen; nach 10 und 28 Wochen war jeweils ein Rückgang auf Ausgangswerte zu verzeichnen.

Einschränkend ist zu erwähnen, dass die Patienten aus der hausärztlichen Versorgung an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen wurden, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse limitiert. Parameter für nasale entzündliche Reizung wie beispielsweise Stickstoffmonoxyd oder Zytokine wurden nicht durchgängig ermittelt.

Fazit: Eine anfängliche orale Steroidtherapie, gefolgt von einer lokalen Steroidanwendung über 6 Monate scheint bei Patienten mit mindestens mittelgroßen Nasenpolypen und chronischer Rhinosinusitis effektiver die Größe der Polypen zu verringern und die Riechfähigkeit zu verbessern, als eine alleinige topische Anwendung von Steroiden.

  1. Vaidyanathan S et al. Treatment of chronic rhinosinusitis with nasal polyposis with oral steroids followed by topical steroids: A randomized trial. Ann Intern Med 2011 Mar 1; 154:293
Schlüsselwörter: Oral Kortikosteroide, Kortison, polypen, operation, spray, heuschnupfen, rhinitis, sinusitis, nasennebenhöhlen, Rhinosinusitis, Nasenpolypen, nasennebenhöhlenentzündung, nase, polyp, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013